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Wolff Grundlagenforschung

info@wolff.ch

Landstrasse 21, Itaslen, 8362 Balterswil, Schweiz


Wolff Grundlagenforschung wurde 2016 von Peter Wolff als Einzelfirma gegründet, und seit Ende 2023 gibt es auch einen eingetragenen Verein gleichen Namens und gleichen Orts.
Der Verein wurde gegründet, nachdem die Forschungsarbeiten im Frühjahr 2022 zu einem grossen Durchbruch in der Gravitationstheorie unter Aufgabe der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) geführt hatten (siehe auch weiter unten) und Anfang 2023 im Buche Neue Physik veröffentlicht worden waren.


 

Zum 450. Geburtstag, der in unserem Kalender auf den heutigen Sonntag, den 9. Januar 2022, fällt, widme ich meine Arbeiten

Johannes Kepler

dem erfolgreichsten Grundlagenforscher aller Zeiten, der neben seinen bahnbrechenden himmelsmechanischen und optischen Arbeiten explizit auch den Begriff der (kosmischen) Trägheit in die Physik einführte und implizit den des absoluten Raumes. Die Rudolphinischen Tafeln, Keplers letztes grosse Werk, die auf seinen Planetengesetzen fussen, waren etwa 30 mal genauer als alle früheren und blieben die besten für etwa 100 Jahre.

 

Neu: zum (RT-)Aus des Zwillingsparadoxons
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Schwerwelt- oder Neue Physik

Ihr Hauptergebnis mit neuem Allmodell ist die

(Neuklassische) Gravitation (NKG)

Sie besteht aus



  • Gravodynamik oder lokaler Himmelsmechanik

  • Weltpotentialtheorie (WPT) mit statischer (Müdlicht-)Kosmologie und

  • MOND-Brücke, die Gravodynamik und WPT verbindet.

Summarische Vertiefung

Die lokale NKG oder Gravodynamik ist eine speziell relativistische Verallgemeinerung der klassischen Gravitationstheorie in Analogie zur Elektrodynamik (siehe auch weiter unten), weshalb wir sie neuklassisch nennen. Die ART mit den Hilbert-Einstein-Feldgleichungen wird vollständig aufgegeben, womit auch die geometrische ART-Erklärung der Gravitation mit „Krummräumen“ entfällt. Allerdings ist die ART eine derart gute Näherung der Gravodynamik, dass die beiden wohl noch für sehr lange Zeit messtechnisch nicht unterschieden werden können.

Die kosmische NKG oder Weltpotentialtheorie geht vom kosmologischen Prinzip aus (homogenes überall isotropes All) wie die ART-Kosmologie. Die damit nahegelegte All-Symmetrie legt für die WPT die Art der zulässigen Schwerkräfte auf Testmassen fest, nämlich konstante Bremskräfte bzw. ‑beschleunigungen Hc (H = Hubblekonstante und c = Lichtgeschwindigkeit), ausser auf ruhende Körper, da deren jeweiliger Aufenthaltspunkt auch effektives Schwerezentrum ist. Diese Bremsschwerkraft führt zur kosmischen Zeitdehnung und Rotverschiebung. Nicht nur für Licht, sondern auch für Testmassen mit v > 0 im Vakuum ist die Bremsbeschleunigung konstant = Hc. Wenigstens radial ist ein solches All zu einem mit konstanter Expansionsbeschleunigung Hc äquivalent, was ungefähr einem messdatenangepassten ΛCDM-Modell mit dunkler Energie entspricht; letztere liefert den Schub für die ΛCDM-Allexpansionsbeschleunigung, was beweist, dass ΛCDM falsch ist, da niemand weiss, woher ein solcher Schub kommen sollte und es auch nicht die geringsten (direkten) Hinweise auf seine Existenz gibt.

Die MOND-Brücke verbindet die lokale NKG, die Gravodynamit, mit der kosmischen NKG, der Weltpotentialtheorie mit gravitativer Bremsbeschleunigung Hc auf alle Testmassen mit v > 0 und Licht; sie ist nicht nur für die bekannten „MOND-Phänomene“ wesentlich, sondern auch für die grossräumige kosmische Strukturbildung.

Zwischenbeurteilung

  1. Die Gravodynamik kann im Rahmen bisheriger Physik und Mathematik weder die (gut belegten) Schwarzschildbahnen von Testkörpern in starken Zentralfeldern noch die Thirring-Lense-Effekte rotierender schwerer Massen berechnen, und die ART kann dies nur mit der Ad-hoc-Annahme von „Raumkrümmungen“.

  2. Die Weltpotentialtheorie, die stabil statische NKG-Kosmologie, widerspricht der klassischen und ART-Physik, da weder nach Newton noch in der ART in einem homogen-isotropen All eine statische Kosmologie möglich ist. Recht gibt ihr der Erfolg, da sie die kosmischen Beobachtungen – bei gleichzeitiger Vermeidung der grössten ΛCDM-Probleme – weit besser als ΛCDM erklären kann.

  3. ΛCDM, die ART-Standardkosmologie, ist keine seriöse Theorie, da sie – noch nicht einmal alle – Beobachtungen nur mit einem Allmodell erklären kann, das zu rund 95% aus erfundener Geistermaterie und ‑energie besteht.

Zusammenfassend heisst dies, dass Kepler-Newton und die ART in der Kosmologie auf Geistermaterie und ‑energie angewiesen sind und die NKG auf (mehr oder weniger) neue Physik und Mathematik, insbesondere auf eine Erweiterung der mathematischen Methoden der Physik mit dem Einbezug aktualer Unendlichkeiten im Grossen und Kleinen, auch wenn dies noch nicht in einer in der Mathematik üblichen Form und Strenge geschieht.

Aktuale Unendlichkeiten in der Physik

Bei den aktualen Unendlichkeiten geht es vor allem um ein neues bzw. besseres Verständnis der in der Mathematik schon lange diskutierten Unendlichkeitsproblematik, auf die wir hier nicht eingehen. Neu unterscheiden wir potentielle und aktuale Unendlichkeiten, womit vermutlich erstmals aktuale Unendlichkeiten explizit in die Physik eingeführt werden, obwohl die wichtigste aktual unendliche physikalische Grösse, die Lichtgeschwindigkeit, seit über 100 Jahren als Lichteigengeschwindigkeit bekannt ist. Aber erkannt hatte das bisher meines Wissens niemand. Die Infinitesimalrechnung kennt nur beliebig grosse und kleine Zahlen mit den üblichen Rechenregeln, aber nicht aktual oder echt unendlich grosse oder kleine Zahlen, die (additiv) unveränderlich sind, ausser im Sinne von Grenzwerten, weshalb wohl Poincaré meinte, auf den Begriff der aktualen Unendlichkeit – mindestens im Sinne Cantors – verzichten zu können.
Andererseits kennt man längst eine Zahl für das aktual unendlich Kleine, nämlich die Null. Sie ist aber keine natürliche Zahl. Der naheliegendste Ansatz für das aktual unendlich Grosse ist die Inverse der Null, die in der herkömmlichen Mathematik noch nicht einmal definiert, also irregulär ist. Das war in der Physik bisher nur darum kein Problem, weil aktuale Unendlichkeiten in experimentell überprüfbaren Modellen und Theorien nicht vorkommen können, mindestens sich bisher nicht deutlich zeigten, ausser vielleicht in der Kosmologie, in der die Unendlichkeitsproblematik seit etwa 2500 Jahren (oft primär philosophisch und theologisch) kontrovers diskutiert wird. Auf die für die WPT wichtigsten Aspekte gehen wir darum zuerst ein, danach auch auf die schwierigere Situation in der lokalen Gravodynamik:

Der unendliche Kosmos und die WPT

Für eine aktual unendliche, homogen-isotrope Weltkugel gibt es spätestens seit Nikolaus von Kues (1401-1464) eine Konkretisierung des Unendlichkeitsproblems: Eine solche Kugel besitzt nämlich weder Mitte noch Rand. Deswegen sind alle Punkte gleichwertig, und jeder Punkt darf willkürlich als Mitte gewählt werden. Diese Bedingung kann in der Newtonschen Kosmologie (siehe Kapitel 5 in der Arbeit Weltpotentialtheorie von 2016), die formal zu ΛCDM äquivalent ist, mit einem Allmodell erfüllt werden, in dem sich alle Punkte mit einer Geschwindigkeit v voneinander entfernen, die zu ihrem Abstand r proportional ist; das ist die Hubble-Expansion mit v = Hr, die für genügend grosse r – also insbesondere für kosmische Abstände – einer mit Hc konstant beschleunigten Allexpansion entspricht. Sie kann nur postuliert, aber nicht physikalisch begründet werden.
Nur selten wird beachtet, dass weder die Newton- noch die ART-Kosmologie „von Natur aus“ zur Beschreibung eines aktual unendlich grossen Alls taugen, da sowohl die Poissongleichung wie die ART-Feldgleichungen nur lokal definiert sind und ihre Gültigkeit auf kosmischen Skalen postuliert werden muss, was man seit etwa 100 Jahren, meist ohne sich dessen bewusst zu sein, tut. Der Preis ist hoch und heisst ΛCDM mit erfundener Dunkler Materie und Energie, während die statische WPT-Kosmologie eines aktual unendlichen Alls sogar den Wert der Hubblekonstante H grössenordnungsmässig für das idealisierte WPT-Vollkugelmodell des Alls aus der Alldichte abschätzen kann (siehe z.B. Seite 208 bis 211 im Buch Neue Physik).

Zur Quantifizierung nur schon der einfachen Kosmologie mit homogen-isotroper statischer Vollkugelwelt reicht das bisher Gesagte nicht, weil zur Berechnung von Testkörper- und Lichtbahnen in einem Schwerefeld die spezielle Relativitätstheorie (SRT) zu berücksichtigen ist. Einstein fand oder erriet 1907 eine Methode, das Äquivalenzprinzip, die auch ohne Kenntnis einer speziell relativistischen Gravitationstheorie erlaubt, Teilchen- und Lichtbahnen in Schwerefeldern zu berechnen, indem man die Schwerkräfte im Sinne eines Rechentricks durch äquivalente Fahrstuhl- oder Raketenbeschleunigungen ersetzt, so dass man die Bahnberechnungen allein mit Mitteln der SRT durchführen kann (siehe Kap. 6 bis und mit 6.2 im Buch Neue Physik für lokale und kosmische Anwendungen). Schön ist daran, dass das Äquivalenzprinzip in der Klassik, ART und unserer NKG gilt. Aber nur die NKG kann es zusammen mit dem Machprinzip mit der WPT physikalisch begründen.
Die WPT ist die erste Theorie mit darin enthaltenem Machprinzip, das die (lokale) Trägheit auf alle Massen des Alls, genauer auf die aktual unendliche Massenschale in aktual unendlicher Ferne, zurückführt. Mach meinte aber noch, dass es keinen absoluten Raum geben könne. Er und alle andern „Relativisten“ übersahen bis heute die Auswirkungen eines (möglicherweise) aktual unendlich grossen Alls auf die Physik, wenn man beachtet, dass eine aktual unendliche Grösse (durch Addition) weder vergrössert noch verkleinert werden kann, noch nicht einmal durch eine potentiell unendliche Grösse. Das heisst aber, dass in einem aktual unendlichen NKG-All sogar das potentiell unendliche klassische All Platz hat, weil es gegenüber dem NKG-All potentiell unendlich klein ist.
Auch in der lokalen Physik spielt die Unendlichkeitsfrage eine wichtige Rolle, weil die „wahre“ Lichtgeschwindigkeit, die Eigengeschwindigkeit, aktual und nicht nur potential unendlich gross ist. In der lokalen Physik genügen aber unsere bisherigen Ausführungen übers aktual Unendliche nicht, um in Rechnungen davon Gebrauch machen zu können.

Grundsätzliches zu aktualen Unendlichkeiten

0 als Symbol für das Nichts ist die einzige (nicht natürliche) aktual unendlich kleine Zahl, die wir schon kennen, und ist das Symbol für aktual unendlich gross oder alles; die fette Schreibweise soll auf aktuale Unendlichkeiten hinweisen. Aus obigem ergibt sich das wichtige Begriffspaar nichts und alles oder 0 und . 0 & ∞ sei das Symbol fürs aktual unendliche Paar, wofür man auch 1/∞ & 1/0 schreiben kann, wobei 1 für jede beliebige natürliche (oder auch positive rationale Zahl) steht. Die Null galt „schon immer“ als problematisch, weil man aus nichts nichts Neues (noch nicht einmal eine Eins) schaffen kann, und das aktual Unendliche hielt man oft – ausser für Gott – für unerfass- und unerkannbar, mindestens nicht für im üblichen Sinne quantifizierbar. Intuitiv wird man 0 wohl allgemein als leichter handhabbar ansehen als , ausser wenn als Divisor in einem Bruch auftritt. Das gilt allerdings nicht in der Physik, wenn mit null eine Zeitdauer gemeint ist; in 0 Zeit kann man grundsätzlich nichts messen oder erkennen.
Dem in der neuen Physik und Mathematik wichtigen 0 & ∞-Paar geben wir den Namen Nullallpaar, weil es die Welt formal vom aktual unendlich Kleinen bis Grossen umfasst. Mit Riemanns Zahlenkugel von 1851, einer (inversen) sterographischen Abbildung der komplexen Zahlenebene auf eine Kugel (siehe Anhang A im Buch Neue Physik), versteht man das Nullallpaar besser: Es entspricht den Polen auf der Kugel, wobei der Nordpol ein (im Endlichen liegender) Sammelpunkt aller (aktual) unendlich fernen Punkte der komplexen Zahlenebene ist, wodurch das aktual unendlich Ferne mit einem Blick erfasst werden kann. Weil alle Kugelpunkte gleichwertig sind, kann der Nordpol bzw. jedem beliebigen Kugeloberflächenpunkt zugeordnet werden und 0 dem gegenüber liegenden Punkt. So wird das wegen schierer Ferne oder mangels Zeit Unerkennbare erkennbar, sei es durch eine projektve Abbildung wie hier oder durch die Spur(ab)bildung beim aktual unendlich schnellen Licht.

Das (eigentlich) unendlich schnelle Licht und die SRT

Da wir die Welt so sehen, wie das Licht sie uns zeigt, sind die Lichteigenschaften (möglichst ohne äussere Einflüsse, also im feldfreien Vakuum) besonders wichtig. Experimentalphysik und die beobachtende Astronomie (letztere nicht ohne theoretische „Korrekturen“) haben seit Rømer mit ständig steigender Genauigkeit gezeigt, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum in Inertialsystemen konstant = c ist, und zwar ganz unabhängig von der Lichtquellen- und Empfängergeschwindigkeit und auch von der Relativgeschwindigkeit des Messgerätes zum Lichtwellenmedium, dem früher stofflich angenommenen Äther, wie Michelson und Morley 1887 zeigen konnten. Das war zusammen mit Kaufmanns Elektronenstrahlversuchen ab etwa 1900 in einem Magnetfeld, die c als fundamentale Grenzgeschwindigkeit nahelegten, der Startschuss zur Formulierung der modernen Schul-SRT mit neuer Raumzeit-Struktur. Dass diese gar nicht zwingend nötig ist, merkte Poincaré, der Erfinder der SRT-Raumzeit für Rechenzwecke (1905), zuerst. Dass die SRT aber nicht nur das Rechnen gewaltig erleichtert, sondern dass ihr auch physikalisch und noch mehr mathematisch eine Sonderrolle zukommt, erkannte er nicht, obwohl sie selbst schon viele Hinweise zu ihrer eigenen tieferen Begründung und Erweiterung zur dualen SRT enthält:
  1. Die SRT-Dualität zeigt schon die Schul-SRT mit ihren zwei Lichtgeschwindigkeiten: die in einem Inertialsystem gemessene „Dreiergeschwindigkeit“ c und die Eigen- oder Vierergeschwindigkeit = Eigenweg/Eigenzeit = ∞. Der Eigenweg ist der im Eigensystem, dem Wegsystem, gemessene Lichtlaufweg, und die Eigenzeit ist die von einer auf dem Lichtstrahl „reitenden“ imaginären Uhr gemessene Flugzeit, die für Licht nach SRT immer 0 ist, also aktual unendlich klein, womit die Eigengeschwindigkeit wird. Das heisst, dass die Eigengeschwindigkeit schon in der SRT ist und die Eigenflugzeit 0, auch wenn das meines Wissens bisher niemand gemerkt hat. Darum kann man Licht selbst mangels Zeit nicht erkennen, sondern nur seine Spuren z.B. auf Photoplatten oder unserer Netzhaut.
    Diese Fakten stehen am Anfang meiner Spurentheorie (SpT), die den SRT-Formalismus zwar beibehält, aber nicht mehr mit einer neuen Raumzeitstruktur begründet. Die gemessene Lichtgeschwindigkeit ist neu die Spurengeschwindigkeit, die durch die Spurentstehungszeit, die nicht null sein kann, bestimmt wird. Oben hatten wir schon gesehen, dass durch geeignete Abbildungen einer endlichen Zahl zugeordnet werden kann, die aber wie (additiv) weder vergrössert noch verkleinert werden kann, also eine (universelle) Konstante ist. In der SpT führt die Spur(ab)bildung der aktual unendlichen Licht(eigen)geschwindigkeit zu c, was einer unendlich starken Zeitlupe (für die Eigenzeit) mit dem aus der SRT bekannten Vergrösserungsfaktor 1/√(1-β2) mit β = v/c entspricht. Die SRT-Geschwindigkeitsaddition garantiert weiter, dass sich c beim Verschieben des Messgerätes von einem inertialen Bezugssystem in ein anderes nicht verändert.

  2. Der SRT-Äther ist das feldfreie Vakuum, was seit dem Ende des horror vacui leicht zu erkennen ist, wenn man bedenkt, dass Licht die riesigen Leeren von fernen Galaxien zur Erde (fast) ungestört durchläuft. Dass man das Vakuum in der SRT als Lichtwellenmedium ansehen darf, wissen (darum) wohl viele, aber niemand scheint bisher gemerkt zu haben, dass man einen „Vakuum-Äther“ auch immer als mitgeführten Äther ansehen kann, weil die Relativgeschwindigkeit zwischen verschiedenen Vakua – z.B. dem in einem Interferometer (Luft ist für Licht schon fast ein Vakuum) und dem im nicht rotierenden fast inertialen Sonnenbezugssystem – ganz grundsätzlich nicht gemessen werden kann. Damit entfällt der ursprüngliche Grund, (ad hoc) eine neue Raumzeitstruktur einzuführen. Weil auch die SpT – bei Verwendung von Lokalzeituhren! – ein konstantes c verlangt, ändert sich der (SRT-)Formalismus nicht. Die Verwendung von lokalen Uhren zur Zeitmessung ist aber kein physikalisches Muss, sondern nur der Bequemlichkeit geschuldet, um die physikalischen Gleichungen lorentzkovariant schreiben zu können, was fast alle Rechnungen besonders einfach macht. Anders ist es meistens nur, wenn es um Gleichzeitigkeitsfragen geht, die mit Weltzeituhren, den Lokalzeituhren eines universellen, inertialen Referenzsystems, leichter zu behandeln und zu verstehen sind. Eine gut bekannte Analogie aus dem täglichen Leben ist die Ortszeit, die heute durch Zeitzonen angenähert wird, und die Welt- oder Greenwichzeit. Die Freiheiten der Zeitmessvorschriften bzw. ‑definitionen wurden seit Poincaré ausgiebig diskutiert (siehe Anhang C im Buch Neue Physik; bis Seite 320 ersetze man RT durch SRT). Dies zeigt, dass die grundsätzliche Möglichkeit Weltzeituhren zu benützen, keine Folge der neuen SRT-Begründung ist. Wir reduzieren Poincarés unendlich grosse Wahlfreiheit aber aus primär physikalischen Gründen auf die Lokal- und Weltzeit, die der Lokalzeit eines aus allen Inertialsystemen frei wählbaren Referenzsystems entspricht. In der realen Welt mit Schwerefeldern, die in der SRT nicht berücksichtigt werden, gibt es keine (universellen) Inertialsysteme, womit es auch keine (echte bzw. physikalisch sinnvolle) Wahlfreiheit für die Weltsysteme mehr gibt.

  3. Die Ortszeittransformationen werden in den mir bekannten Lehrbüchern nicht explizit behandelt. Man erhält sie aus den Lorentztransformationen, wenn man β2 mit null annähern darf, aber nicht β = v/c. Sie sind damit im Wesentlichen die in der Makrowelt gültigen Transformationen, während die Lorentztransformationen (fast) nur in der Hochenergiephysik unverzichtbar sind. Die Ortszeittransformationen lassen sich recht anschaulich physikalisch herleiten (siehe Seite 21 unten bis 23 Mitte im Buch Neue Physik), woraus man dann durch „Einfügen“ des SpT-Zeitlupenfaktors die Lorentztransformationen erhält. Noch ein Wort zu den Galileitransformationen: Sie sind in der NKG „nur“ eine Idealisierung für ein All mit potential unendlich kleiner Massen- bzw. Energiedichte.

  4. Zeitdehnung und Längenkontraktion in der SRT: Die Eigenzeitdehnung ist (als Spurentstehungseigenzeit/Lichtlaufeigenzeit) in der SpT ein physikalischer Effekt, während die Längenkontraktion bzw. Eigenwegkürzung ein dem Formalismus geschuldeter Scheineffekt ist, da die Spuren den gleichen Eigenweg zurücklegen müssen wie die (schnelleren) Spurauslöser. Die Eigenflugzeit kann so gegenüber der Spurenzeit formal genau so verkürzt werden, wie wenn die mitfliegenden Uhren überlichtschnell flögen, was sie bei vorliegender Längenkontraktion „in Wahrheit“ ja auch tatsächlich tun.


  5. Fernkräfte lässt der SRT-Formalismus immer dann zu, wenn die aktual unendliche Eigengeschwindigkeit der Licht- oder Schwereausbreitung zuständig ist, also immer dann, wenn es nach SpT zu keiner Spurbildung kommt, was auch der Fall ist, solange ein Elektron in einem Atom nicht seine Bahn bzw. seinen Zustand ändert, und Einsteins spukhafte Fernwirkung wird eine Banalität; etwas mehr dazu findet man im Abschnitt 2.1.2, speziell ab 2.1.2.1 im Buch Neue Physik.


  6. Antiteilchen sind eine zwingende Folge der SpT, weil die (wahre) Eigen- bzw. Vierergeschwindigkeit beliebig viel grösser als die maximale Spurengeschwindigkeit c sein kann. Dies wird durch Stückelbergs Antiteilchendeutung (1941, fast 10 Jahre vor Feynman) mit in der Zeit rückwärts laufenden „normalen“ Teilchen negativer Energie bestätigt und konkretisiert, was im Abschnitt 2.2.3.2 im Buch Neue Physik erklärt wird. Abb. 2.3 zeigt anschaulich, wie nach SpT mit der Stückelbergdeutung echte Überlichtgeschwindigkeiten auf dem Umweg über (scheinbare!) Paarerzeugungen und ‑vernichtungen möglich sind; real sind im genannten Bild nur die gut lokalisierten Beschleunigungen bzw. Wechselwirkungen mit Gammastrahlen. Das löst das SRT-Zwillingsparadoxon, mindestens für hochrelativistische Geschwindigkeiten bzw. Prozesse. Für Fälle, die mangels genügend Beschleunigungsenergie keine Paarerzeugungen zulassen, ist wohl die quantenmechanische Unschärfe zur (vollständigen) Auflösung des Paradoxons beizuziehen, was aber noch näher zu untersuchen ist.

    Inzwischen hat sich gezeigt, dass das viel einfacher ist: Überlichtgeschwindigkeiten (auf Hin- und Rückreisen) sind nämlich auch ohne den Umweg über Antiteilchen möglch (siehe
    weiter unten). Wenn die Überlichtgeschwindigkeit aber so gross sein soll, dass galaktische oder gar intergalaktische Reisen während eines Menschenlebens grundsätzlich möglich werden, geht das nicht ohne das Auftreten von Antiraketen (analog zu den Positronen in oben genannter Abb. 2.3) im Heim- bzw. Ruhesystem.

    Etwas verallgemeinert folgt aus der SpT unter Beachtung von Stückelbergs Antiteilchendeutung auch das CPT-Theorem (siehe Abschnitt 3.5.2.3 im Buch Neue Physik). Deswegen ist die Suche nach einer Erklärung für den Überschuss von Materie gegenüber Antimaterie im All sinnlos, weil es gar keine (echte) Antimaterie gibt.

Lokale Physik und die Gravodynamik

Dank der aktual unendlichen „wahren“ Lichtgeschwindigkeit wird es möglich, nicht nur kosmische, sondern auch lokale „relativistische“ Probleme, wie die Schwarzschildbahnen von Testkörpern in starken Zentralfeldern von schweren Massen und die Thirring-Lense-Effekte rotierender Massen ohne ART bzw. Raumkrümmungen zu behandeln (siehe Seite 273 bis und mit 275 im Buch Neue Physik). Das ist der formale Kern der Gravodynamik, der es erlaubt, die ART mit ihren Krummräumen aufzugeben.

Gavitativ ausgezeichnete lokale Weltbezugssysteme

In Schwerefeldern gibt es keine Inertialsysteme, ausser örtlich und zeitlich infinitesimal kleine wie in ART und Klassik. In Klassik und Gravodynamik zeichnen die Massenverteilungen lokal, in einer gewissen Umgebung wenigstens näherungsweise inertiale Bezugssyste aus, und in der WPT tut das die aktual unendlich angenommene kosmische Massenschale um den momentanen Aufenthaltsort jeder beliebigen freien Testmasse in einem „genügend“ schwachen lokalen Schwerefeld. Die in diesen physikalisch ausgezeichneten, nicht rotierenden Referenzsystemen ruhenden Uhren zeigen die jeweilige gravitativ ausgezeichnete Weltzeit an.
Das nicht rotierende Schwerpunktbezugssystem des Sonnensystems ist im Rahmen unserer heutigen Messgenauigkeiten und bei weggedachtem Schwerefeld schon (fast) ein universelles Inertialsystem, in dem bei Verwendung von Lokalzeituhren die SRT zuständig ist. In diesem Fall sind die SRT-Lokalzeituhren auch gerade die gravitativ ausgezeichneten Weltzeituhren. Auch in sehr vielen anderen Fällen ist es möglich und sinnvoll, die Weltzeit definitorisch mit den Lokalzeituhren zu messen, was in praxi sehr oft gemacht wird, ohne sich dessen bewusst zu sein. In all diesen Fällen – also meistens – sind darum Lokalzeit und Weltzeit identisch.

Mehr unbewusst als bewusst nimmt man in der Klassik auch an, dass das beobachtbare All in einen potentiell unendlichen (völlig leeren, letztlich nur gedachten) euklidischen absoluten Raum eingebettet sei, worin ihr die Gravodynamik im Wesentlichen folgt, aber nicht die ART. Ein so erfolgreiches Konzept hätte man nie ohne Not aufgeben dürfen. Die Gravodynamik tut dies darum auch nicht; sie macht „nur“ die Klassik formal lorentzkovariant, was allerdings nicht einfach ist, wie wir gesehen haben.
Einen zentralen Punkt unserer Neuen Physik, die Einbettung des beobachtbaren Alls in eine aktual unendliche Massenschale, haben wir noch nicht behandelt oder wenigstens kurz skizziert, was wir nun nachholen wollen.

Einbettung des beobachtbaren Alls

Vorbemerkung: In diesem Abschnitt setzen wir immer ein homogen-isotropes All auf genügend grossen Skalen voraus. Die kosmische Isotropie der aktual unendlich angenommenen Massenschale lässt sich am besten über die Isotropie der lokalen Trägheit prüfen, da sie – mindestens in der NKG und nach dem Machprinzip – von den aktual unendlich fernen Massen verursacht wird. Wo für unsere Zwecke immer möglich nutzen wir zur Veranschaulichung homogene Vollkugelmodelle.
Gefüllt seien solche Vollkugeln mit nur gravitativ wechselwirkenden Stäubchen, so dass solche „Staubkugeln“ bis auf Gravitationswirkungen völlig frei expandiere oder implodieren können. Im realen All darf man der aktual oder auch nur potential unendlichen Allgrösse wegen die Galaxien und sogar die Galaxienhaufen als obige Stäubchen ansehen.

Das beobachtbare All ist notwendigerweise immer endlich, aber die Frage, ob das stoffliche All selbst endlich, potential oder gar aktual unendlich sei, wurde seit dem Altertum diskutiert. Aber vermutlich gibt es erst seit Nikolaus von Kues eine physikalisch verwertbare Aussage über ein aktual unendliches Vollkugelall im Unterschied zu einem nur potential unendlichen. Dabei vergesse man nicht, dass noch Poincaré, dieser gescheite Kopf, im Begriff der aktualen Unendlichkeit keinen (mathematischen oder physikalischen) Nutzen gegenüber der potentialen sah, worauf wir hier aber nicht eingehen wollen. Wir wiederholen hier fast nur, was ausführlicher in einem etwas älteren Aufsatz nachzulesen ist (Kapitel 3 und 6, Seite 22 bis 25). Wir sehen uns nun vier immer wirklichkeitstreuere Einbettungsmodelle etwas näher an:


Endliches Vollkugelall im leeren, euklidischen, absoluten Newtonraum, den schon Kepler implizit nutzte.

Letztlich ist es dieses Modell, das der so erfolgreichen klassischen Himmelsmechanik zugrunde liegt, aber auch der Gavodynamik, da sie, anders als die klassische Himmelsmechanik, ganz explizit nur eine lokale Theorie im Einflussbereich „genügend“ starker lokaler Schwerefelder ist. Fürs grundsätzliche Verständnis genügt es, eine homogene Massenkugel als Feldquelle zu betrachten. Weil sie im Aussenraum ein gleiches Feld erzeugt wie ein Massenpunkt gleicher Masse in ihrem Zentrum, genügt es sogar nur einen solchen zu betrachten, dessen Schwerefeld mit 1/r2 abnimmt. Das ist nicht nur graue Theorie, wie man am Sonnensystem sieht, das in sehr guter Näherung als ein System von Massenpunkten modelliert werden kann. Der Mangel dieses klassischen Modells, den schon Newton erkannte, liegt darin, dass der absolute, leere Newtonraum nur postuliert, aber physikalisch nicht begründet werden kann, obwohl klar ist, dass er – mindestens rotatorisch – etwas mit den kosmischen Massen zu tun haben muss, wenn man an Newtons Eimerversuch denkt.
Kern dieses (Ein-)Massenpunktmodells ist seine Zentralsymmetrie.

Versucht man im Rahmen der klassischen Physik das ganze (hier endlich angenommene) All zu modellieren, stösst man auf ein grundsätzliches Problem: Das für kosmische Fragen benützte „Staubkugelall“ kann nicht statisch sein, da es – z.B. ausgehend von einer (momentan statischen) Vollkugel – aufgrund der Schwereanziehung beschleunigt implodieren muss. Damit dieses All wenigstens im tiefen Inneren, in dem der Rand nicht gesehen werden kann, überall homogen-isotrop zu sein scheint, muss die Hubblekinematik bzw. ‑expansion – wider jegliches physikalische Wissen! – postuliert werden. Kinematisch wird so das Weltpostulat zwar erfüllt, gravitativ aber immer noch nicht, da der Kugelmittelpunkt Schwerezentrum und damit ein ausgezeichneter Punkt ist. Letzteres Problem(chen) lässt sich mit einer akrual unendlichen Staubkugel in einem euklidischen Hintergrundraum beheben:


A Aktual unendliches Newton-ART-All mit „schwacher“ Hubble-Kinematik in euklidischem Hintergrundraum
B Aktual unendliches stabil statisches WPT-All in euklidischem Hintergrundraum

A Das Newton-ART-All in einem euklidischen Hintergrundraum – auch im Standard-ΛCDM-All wird Euklidizität angenommen – ermöglicht eine Kosmologie, die das Weltpostulat erfüllt, wenn man den homogen-isotrop verteilten Allstaub zur (beschleunigten) Hubble-Expansion mit Hilfe von dunkler Energie zwingt. In einem solchen All kann nämlich von beliebigen zwei Punkten immer einer als Mitte einer virtuellen Kugel und der andere als Kugeloberflächenpunkt gewählt werden. Die letztlich klassische Rechnung für die Kugelimplosion oder -expansion bleibt gleich wie in obigem endlichem Staubkugelall, weil die homogen-isotrop angenommene Massenschale, die die beliebig wählbare (virtuelle) Kugel umschliesst, keinen Einfluss auf das Innere hat, ganz so, als ob sie gar nicht vorhanden wäre; Klassisch ist dies allgemein bekannt, und in der ART denke man ans Birkhoff-Theorem. Wer mehr zur Rechnung wissen möchte, lese Kapitel 3.2 in obiger Referenz.
Kern dieses Allmodells ist seine Zentralsymmetrie, die bei Annahme nur schon der „schwachen“ Hubbleexpansion zu einer maximalen oder Allsymmetrie erweitert werden kann, die aber auf der Hubbleexpansion und einer relativen statt absoluten Abstandsdefinition und nicht (primär) auf dem hier angenommenen klassischen oder ART-Schwerkraftgesetz beruht; bei „schwacher“ Hubbleexpansion ist H keine Konstante wie in der WPT, sondern eine Funktion der Rotverschiebung z wie in ΛCDM.

B Das aktual unendliche stabil statische WPT-All in einem euklidischen Hintergrundraum ergibt sich aus der Forderung, dass das Schwerkraftgesetz auf kosmischen Skalen selbst schon allsymmetrisch sein soll. Das verlangt eine konstante Bremsbeschleunigung auf Licht und Testmassen, wo immer sich diese im homogen-isotrop angenommenen All befinden. Diese Bremskraft ist gerade die Anziehungskraft des (effektiven) Schwerezentrums, das man aufgrund der aktualen Unendlichkeit immer mit dem momentanen Testmassenaufenthaltspunkt gleich setzen darf. Dies führt zur stabil statischen WPT-Kosmologie, die die Probleme der ΛCDM-Kosmologie vermeidet; etwas mehr findet man im Aufsatz Weltpotentialtheorie im Kapitel 6 auf den Seiten 22 bis 25. In diesem Verweis gibt es aber auf Seite 25 einen bösen Fehler in Gleichung (25):
Die Weltbremsbeschleunigung aW ist auch für Testmassen mit v < c und nicht nur für Licht = Hc (siehe auch weiter unten), was man erhält, wenn man in Gleichung (24) f(0) = 0 und f(>0) = 1 für f(β) verlangt. Das ist zulässig, weil aW ohne f für β = 0 irregulär = 0/0 ist und darum so regularisiert werden darf.
Weiter kann man die kosmische Bremsbeschleunigung Hc an der Kepler-Newton-Gravitation abgleichen. Man erhält so H aus der Alldichte ρ0 mit H2 = (8 pi/3) G ρ0, wenn G die Gravitationskonstante ist. ρ0 entspricht gerade der aus der ART bekannten kritischen Dichte ρkrit, die grössenordnungsmässig etwa zur beobachteten Alldichte passt, was für ein so einfaches Modell optimistisch stimmt. Begnügen darf man sich mit einem so einfachen Modell ganz ohne lokale Strukturen, ganz ohne Weltinseln im Meere des Unendlichen aber nicht, weil wir gelernt haben, dass nicht nur eine endlich, sondern sogar eine potentiell unendlich grosse, im Prinzip beobachtbare Weltenkugel in einem aktual unendlichen All Platz hat.

Weltenkugel in aktual unendlicher Massenschale in euklidischem Hintergrundraum

Zusammenspiel der beobachtbaren Weltenkugel mit aktual unendlicher Massenschale:
  1. Die (lokalen) Weltenkugelmassen tragen in Strenge nichts zur kosmischen Bremskraft und lokalen Trägheit bei. Das ist eine Folge der aktualen Unendlichkeit der Massenschle.
  2. Bei lokalen Schwerebeschleunigungen >> Hc gilt die Gravodynamik.
  3. Bei lokalen Schwerebeschleunigungen << Hc gilt die WPT mit der konstanten Weltbransbeschleunigung Hc.
Nicht abgedeckt ist hier ein grosser Bereich mit lokalen Schwerebeschleunigungen von grössenordnungsmässig etwa Hc. Das ist der Bereich der von uns Ende 2022 eingeführten MOND-Brücke.

MOND-Brücke und Allstruktur

Eine angedachte Ausarbeitung des MOND-Brückenkonzeptes gibt Anlass zur Hoffnung, den Bauplan des beobachtbaren Alls noch weit besser als bisher entschlüsseln zu können. Das gehört aber noch nicht in eine Übersicht des heutigen Standes der NKG.

Immerhin weisen wir auf den (rechnerischen) Hauptvorteil gegenüber den bekannten MOND-Ansätzen, aber auch unseren älteren MOND-Betrachtungen, hin: Heute glauben/hoffen wir, dass man die Himmelsmechanik auch in der MOND-Zone, soweit sie die Gravitation betrifft, bis auf relativistische Korrekturen ganz im Rahmen konservativer Potentialkräfte behandeln kann, wie das in der Kepler- und WPT-Zone der Fall ist. Das (MOND-)Kapitel 8 des Buches Neue Physik zeigt die Mächtigkeit dieses Vorgehens, indem es im Tief-MOND-Bereich fast genau die gleichen Ergebnisse für die Rotationskurven ergibt wie die Standard-MOND-Rechnungen, von denen schon bekannt ist, dass sie in den Tief-MOND-Fällen sehr gut mit den Messungen übereinstimmen. Zudem konnte dank der neuen MOND-Brücke erstmals Milgroms a0/(2π) physikalisch begründet, mindestens plausibel gemacht werden. Weiter ergab sich mit dieser feineren Modellierung auch ein viel besserer Wert für die mittlere Alldichte ρW = ρkrit/(2π2) gegenüber früher ρW = ρkrit (siehe auch weiter unten, speziell Punkt 2 im Nachtrag vom 17. Dez. 2022).

Letztmals inhaltlich bearbeitet am 25. Jan. 2026





Die sechs (alten) Hauptteile:

  1. Neues seit Anfang 2021

  2. Aktueller Stand bis etwa 2021

  3. Präsentationen und Vorträge

  4. Überblick

  5. Aufsätze

  6. Fragen und Antworten



Neues
seit Anfang 2021

27. Dezember 2025:

Das Ende des Zwillingsparadoxons


Beim Zwillingsparadoxon geht es um das experimentell belegte Faktum, dass (Atom-)Uhren nach einer Hin- und Rückreise oder einer Rundreise (nach Herausrechnung allfälliger Schwereeffekte) gegenüber den daheim gebliebenen Uhren nachgehen, also mindestens scheinbar jünger geblieben sind. Das ist ein sehr verwirrender, geradezu esoterischer Befund, dem man aber nach SRT kaum entgehen kann, weil Eigenzeiten, z.B. obige Uhranzeigen, ein Altersmass für Dinge und Lebewesen sind, weswegen es scheint, dass Reisen das Altern verlangsamen könne bzw. dass die Zeit für bewegte und ruhende Zwillinge verschieden schnell vergehe, was ein nicht leicht durchschaubarer Unsinn ist. Leicht zu verstehen ist das nur, wenn man weiss, dass die „wahre“ Geschwindigkeit eines Zuges oder auch von Licht um den Faktor 1/√(1-β2) mit β = v/c grösser ist als das im Heim- bzw. Bahnsystem gemessene v. Für Licht ist die im Bahndammsystem mit Bahndammuhren (lokal) gemessene Geschwindigkeit immer c, wobei zu beachten ist, dass die Bahndammuhren „nur“ ein Mass für die Eigenzeit von Lichtspuren sind, nicht aber des Lichtes selbst, dessen Eigen(flug)zeit immer null ist, so dass seine „wahre“ bzw. Eigengeschwindigkeit unendlich ist. Licht gibt sich nur über seine Spuren (im Bahndammsystem) zu erkennen, während andere (unterlichtschnelle) Dinge sich beim Anhalten auch selbst zu erkennen geben können, so dass man ihre Eigenzeit auf ihren „Taschenuhren“ ablesen kann, deren Zeitanzeige wegen der Zeitdehnung immer kleiner als die der Bahndammuhren ist. Einfacher ist der Uhrenvergleich aber in einem Zug: Dort kann ein Reisender bei einem Blick durchs Fenster immer seine Taschenuhr mit einer momentan gleichortigen Bahndammuhr vergleichen. Zu beachten ist, dass im Zug lokale Zeitmessungen die Eigenzeit angeben, lokale Wegmessungen (der SRT-Längenkontraktion wegen) aber nicht die Eigenweglänge, und im Bahndammsystem ist es (der Zeitdehnung wegen) umgekehrt. Dabei beachte man, dass nach Spurentheorie (SpT) die Zeitdehnung ein physikalischer Effekt ist, die Längenkontraktion aber nur ein Scheineffekt. Die Bahndammuhren kann man auch als Weltzeituhren definieren, die nur im Bahndammsystem auch die Lokalzeit anzeigen. Weltzeituhren sind in der (Schul-)SRT aber verboten, weil bei Verwendung von solchen Uhren die absolute c-Konstanz nicht mehr gilt, die aber in die SRT als Grundpostulat eingeht. Physikalisch lässt sich das nicht begründen, sondern nur mit formal rechnerischen Vorteilen, um die physikalischen Gleichungen lorentzkovariant schreiben zu können. Um das alles im Einzelnen zu verstehen, kommt man kaum darum herum, mindestens das 2. Kapitel, insbesondere den Abschnitt 2.2, in meinem Buche Neue Physik zu lesen.
Kurz: Die Uhr des Heimkehrers zeigt die (Eigen-)Reisezeit an, die für Licht immer null ist (bei Reisebeginn sollen alle Uhren null anzeigen). Die lokale Uhrzeit des daheim Gebliebenen, die man auch als Weltzeit ansehen kann, ist nicht nur ein Eigenzeitmass, sondern – der Weg/Zeit-Kopplung wegen – auch ein Mass für den (Eigen-)Reiseweg ct = 2L. Damit wird die (Eigen-)Geschwindigkeit des Reisenden = (Eigen-)Reiseweg/(Eigen-)Reisezeit, für Licht also unendlich. Das kann man als einen Kernpunkt der dualen Relativitätstheorie (RT) ansehen, nach der Überlichtgeschwindigkeiten – genauer Geschwindigkeiten grösser c – nicht verboten sind wie in der SRT.

Die Überlichtgeschwindigkeiten hatten mich aber bisher daran gehindert, das Zwillingsparadoxon voll zu verstehen, weil ich seit über fünfzig Jahren meinte, Überlichtgeschwindigkeiten seien nur auf dem Umweg über Antiteilchenerzeugungen und -vernichtungen realisierbar, was bei nur kleinen involvierten Beschleunigungsenergien zu Schwierigkeiten führt (siehe z.B. Kapitel 2.2.3.2 im Buch Neue Physik oder auch
hier weiter oben). Dass die Antiteilchensache – ausser quantitativ – nichts mit Zwillingsparadoxon und Überlichtgeschwindigkeiten zu tun hat, erkannte ich erst jetzt:
Ein Video vom 16. Dez. 2025 von Ganteför in „Grenzen des Wissens“ zum Zwillingsparadoxon hat mich nämlich an eine alte Pendenz erinnert, das Ende des Paradoxons im Rahmen der RT – unter Beachtung der Überlichtgeschwindigkeitsfrage – zu erklären. Obwohl nach RT schon ohne jede Rechnung zu erwarten ist, dass Überlichtgeschwindigkeiten mögllch sein sollten und das Zwillingsparadoxon falsch, hatte ich bisher nicht gemerkt, dass man den Effekt der linearen (SRT-)Zeitverschiebung bzw. des „halbrelativistischen“ Dopplereffektes und der relativistischen Zeitdehnung zur Nachrechnung des Zwillingsparadoxons getrennt behandeln kann, ja dass man dies aus didaktischen Gründen zwingend tun muss.

Bei „genügend“ kleinen (konstanten) Geschwindigkeiten v bzw. β = v/c eines Zuges oder einer Rakete in einem Inertialsystem, z.B. auf Einsteins Bahndamm, darf man die relativistische Zeitdehnung vernachlässigen, indem man √(1-β2) = 1 setzt, was bei heutigen Flugzeugen, Raketen und Zügen immer zulässig ist. Die Zeitdifferenz auf der Taschenuhr des reisenden Zwillings und der Bahnhofuhr am Reiseziel kann nun mit der SRT bzw. den Lorentztransformationen (siehe Gleichung 2.8 auf Seite 22 im Buch „Neue Physik“) berechnet werden, wenn bei Abfahrt t = t' = 0 gelte; t' sei des Reisenden Taschenuhrzeit und t die Zeitanzeige momentan gleichortiger Bahndammuhren. Dann gilt bei Ankunft am Zielort t' = t - β (L/c) = t - β t = (1-β) t, wenn L der Reiseweg auf dem Bahndamm ist. Die Abweichung der Bahndamm- und Taschenuhranzeige, t - t' = β t, nimmt also mit zunehmender Reisezeit zu, was aber nichts mit der relativistischen Zeitdehnung zu tun hat! Diese kann – wenn sie grösser 1 ist – den Effekt aber prinzipiell beliebig stark vergrössern.
Nun das grosse Aber: Sobald der Zug oder die Rakete beschleunigt, verliert obige Beziehung für die Zeitverschiebung β t ihre Gültigkeit und die Taschenuhren müssen – sobald der Zug am Ziel anhält, was nicht ohne bremsen möglich ist – neu an den Bahndammuhren gerichtet werden, nach der Heimkehr also an der Uhr des daheim gebliebenen Zwillings. Das ist ähnlich wie bei den bei längeren Flugreisen nötigen Zeitumstellungen.
Nun ein zweites Aber bzw. eine Warnung: Die neue (umgestellte) Taschenuhrenzeit ist kein Mass für die Eigen- bzw. Lokalzeit des daheim gebliebenen Zwillings, sondern ein Mass für den zurückgelegten (Eigen-)Weg des Reisenden, der grösser ist als der „lorentzverkürzte“ Weg, wie er dem Reisenden erschien. Ganz einfach wird die Situation erst wieder nach der Heimkehr des Reisenden: Seine Taschenuhr (ohne Zeitumstellungen) zeigt nun die (Eigen-)Reisezeit des Reisenden an (für Licht also null) und der im Heimsystem gemessene doppelte (Eigen-)Abstand zum Zielort gibt die (Eigen-)Länge des vom Reisenden zurückgelegten Weges an. Das zeigt, dass überlichtschnelle Reisen in der RT nicht verboten sind, und zwar ohne „Antiteilchenbeteiligung“ schon bei beliebig kleinen Zeitverschiebungen, was ich erst jetzt erkannte.

Die Zeitverschiebung t - t' = β t führt bei genügend grossen t zu einem weiteren Problem in der SRT, weil t' für genügend grosse t – selbst bei beliebig kleinen β – negativ werden kann. Das entspricht einem Rückwärtslaufen in der Zeit, was nicht überrascht, wenn man an Stückelbergs Antiteilchendeutung denkt; danach entsprechen Antiteilchen normalen Teilchen, die mit negativer Energie in die Vergangenheit fliegen wie in einem rückwärts laufenden Film. Damit ist auch klar, dass die Antiteilchensache nichts mit der SRT-Zeitdehnung zu tun hat, so wenig wie das Zwillingsparadoxon. Weiter sieht man jetzt, dass Antiteilchen nur dann auftreten, wenn man die Zeit mit Lokalzeituhren misst; in der SRT wird die Zeit per definitionem mit solchen Uhren gemessen, was die absolute c-Konstanz des Lichtes garantiert und damit auch die rechnerisch so nützliche Lorentzkovarianz.

Sozusagen aus alter Gewohnheit ist mir die übliche Vermischung der physikalischen Zeitdehn- mit den SRT-Zeitverschiebungseffekten in die Quere gekommen, um schon früher zu sehen, dass die Zeitdehnung (fast) nichts mit dem Zwillingsparadoxon zu tun hat, was zu unnötigen und falschen Spekulationen im Zusammenhang mit Stückelbergs Antiteilchendeutung bei für Teilchenerzeugungs- und -vernichtugsprozesse zu kleinen Beschleunigungen führte, obwohl ich längst wusste, dass Antiteilchen nur ein (SRT-)Scheineffekt sind. Darum müsste ich eigentlich mein Buch „Neue Physik“ an den paar Stellen, wo es um Überlichtgeschwindigkeiten mit „Antiteilchenbeteiligung“ geht, überarbeiten. In diesem Zusammenhang wirkt sich beim Lesen auch ein anderer Fahler sehr störend aus: Ich hatte kurz vor dem Abgabetermin für das Druck-pdf irrtümlicherweise mit einem Sammelbefehl alle „SRT“ in „RT“ umgeschrieben.

Letztmals bearbeitet am 31. Dezember 2025



17. Dezember 2022:

Neue Physik: Peter Wolffs lang versprochenes Buch, das nicht zu viel verspricht.

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Seit dem 5. Jan. 2023 ist das Buch (ISBN 978-3-033-09593-9) lieferbar.

Die Inhaltsangabe auf dem Buchdeckel:

Die neue Physik oder Schwerweltphysik stellt die ganze Physik in einen einheitlichen, von der Gravitation zusammengehaltenen Rahmen, ohne an den wichtigsten mathematischen Grundlagen, der Lorentzkovarianz und dem quantentheoretischen Formalismus, etwas zu ändern, sondern nur an deren Grenzen und Deutungen.

Neu ist:
  • Die (spezielle) Relativitätstheorie fusst nicht mehr auf einer neuen Raumzeit-Struktur, sondern auf den seltsamen Lichteigenschaften mit einer nicht nur potentiell, sondern aktual unendlich grossen „wahren“ Eigengeschwindigkeit. Damit drängt sich neu eine duale Zeitdefinition mit im Allgemeinen unterschiedlicher Orts- und Weltzeit auf.

  • Die Gravitation besitzt neu zwei Erscheinungsformen, eine lokale himmelsmechanische und eine kosmische mit geschwindigkeitsproportionaler Bremskraft, die zu einer stabil statischen Kosmologie führt.

  • Die allgemeine Relativitätstheorie wird lokal durch die [experimentell] gleichwertige Gravodynamik, eine spezielle Elektrodynamik-Analogie ohne Krummräume, ersetzt und auf kosmischen Skalen durch die Weltpotentialtheorie, die die Beobachtungen besser als jedes Urknallmodell erklärt. Letzteres auch darum, weil MOND (Milgroms Galaxienerklärung) Teil der neuen Gravitation ist.

  • In der Quantenmechanik wird Borns Wahrscheinlichkeitsdeutung der Materiewellen konventionalisiert, was durch die Deutung der Relativitätstheorie als Spurentheorie möglich wird.

  • Die Teilchenphysik ist unvollständig, weil die Massen in der neuen Physik keine freien Parameter sind und im Allgemeinen auch keine Folge des Higgsfeldes. Sie sind „nur noch“ ein Mass für die gesamte in „Teilchen“ lokalisierte Energie.

  • Grund der Lichtablenkung am Sonnenrand ist nicht eine Raumkrümmung, sondern „nur“ des Lichtes Energiemasse.

Muntalin Verlag Wissen


Der letzte Punkt ist eigentlich eine unzulässige Verkürzung; genauer müsste es heissen:

Grund der doppelten Lichtablenkung am Sonnenrand sind nicht Raum(zeit)krümmungen, sondern „nur“ des Lichtes Energiemasse mit relativistischer Weg/Zeit-Kopplung.
Als Buchdeckelargument ist so ein Satz aber völlig unmöglich.


Nachtrag vom 23. Okt. 2025: Im zweiten Punkt ist „mit geschwindigkeitsproportionaler Bremskraft“ falsch. Richtig müsste es heissen „mit konstanter Bremskraft“ (siehe auch weiter unten).

Nachtrag vom 13. Jan. 2026: Viele fragen sich, warum ich nie etwas in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichte. Ich zitiere dazu Klaus Tschira, den Stifter des HITS in Heidelberg; er schrieb 2012 gegen Ende seiner Antwort auf mein Gesuch um Veröffentlichungshilfe:

Zu den Abseiten [des Begutachtungssystems] zählt, dass revolutionäre Ideen wie die Ihre nicht zur breiten Diskussion gestellt werden.

Den ganzen Briefwechsel findet man hier.

Nachdem ich nun ein Buch mit wenig bescheidenem Titel geschrieben habe, muss ich auch etwas zum Autor, also zu mir selber, sagen, ohne nur auf den Werdegang am Ende dieser Netzseite zu verweisen. Ich mache das ziemlich stichwortartig, aber doch so, dass man sieht, wie viel (nicht nur theoretische) Erfahrung hinter diesem Buch steckt.

Die Stationen des Autors:
  1. Jugend und Schule waren eine äusserst schöne Zeit von der wunderbaren Bibliothek daheim bis zum Heuen – sogar zum Bergheuen bis über 2000 Meter über Meer – im Schanfigg. Die ETH-Zeit war zwar hart, aber Leute von der Art eines Eichler oder Mesot (jetziger ETH-Präsident), eine Zumutung für jeden früheren ETH-Absolventen mit Verstand und Anstand, gab es damals in solchen Positionen noch nicht, mindestens kannte ich solche nicht.

  2. Die Assistentenzeit an der Uni Bern und am SIN, dem heutigen PSI (Paul Scherrer Institut), mit vielen Aufenthalten am CERN war äusserst lehrreich, auch wenn man den Niedergang schon erahnen konnte. Nachdem es zu einem Eklat gekommen war, als ich faktisch die Leitung des in Schwierigkeiten geratenen μ-Neutrinomassen-Experimentes, des damals aufwendigsten SIN-Versuches, übernehmen wollte, verliess ich die ETH ohne Promotion, nicht aber ohne ein Meisterstück zurückzulassen: Ich hatte – schon nicht mehr ETH-Assistent – einen schriftlichen Vorschlag für ein Kreuzfeuerprototron an Stelle des damaligen Piotrons zur Krebstherapie gemacht, das etwa 30 bis 40 Jahre später im Wesentlichen, wenn auch viel aufwendiger, als mir vorgeschwebt hatte, am PSI plagiiert und realisiert wurde. Die schon genannten Herren Eichler und Mesot, auch wenn sie nicht selbst die Plagiatoren waren, hatten damit zu tun und spielten eine ganz erbärmliche Rolle.

  3. Die Industriezeit begann ich in der schweizerischen Eisenbahnindustrie als Berechnungs- und Versuchsingenieur und beendete sie als Leiter Forschung und Berechnung, weswegen ich in der Schweiz zu den eher wenigen Leuten gehöre, die sowohl die staatliche wie Industrieforschung (vor heute mehr als 20 Jahren) von Innen kennen. Schwerpunkt meiner Industriearbeit war aber die theoretische Federführung mit Auslegungsrechnungen und vorbereitenden und (Jahre später) nachprüfenden Laufstabilitäts- und Kurvenlaufversuchsfahrten bei der sogenannten Lok 2000, der Re 460, mit engem Kundenkontakt.
    In dieser Zeit und teilweise darüber hinaus betreute ich industrieseitig auch zwei theoretische ETH-Doktorarbeiten am Institut für Mechanik und war bei der einen Korreferent.
    Weil ich das Desaster der damaligen SLM voraussah und zu verhindern/verzögern versuchte, kam es am Ende auch dort zu einem Eklat, in dessen Folge ich bei der ersten Massenentlassung von meinen Vorgesetzten (Vizedirektor und Direktor) mitentlassen wurde, bevor die beiden schon recht bald danach und sehr kurz vor dem Verkauf der Firma zu einem symbolischen Preis durch den übergeordneten Konzern selbst entlassen wurden, der Direktor „im gegenseitigen Einvernehmen“, aber nicht auf seinen Wunsch.

  4. Der Industrieabschied mit einer eigenen Kleinstfirma (Wolff & Partner Bahntechnik GmbH) sah mich vor allem als Schreiber und Anwender von Auslegungs-, Nachweis- und Sicherheitsrechnungen für Eisenbahnfahrzeuge, aber auch als industrieseitigen Versuchsleiter von sicherheits- und komforttechnischen Fahrzeugabnahmefahrten.

  5. Die Grundlagenforschung begann mich spätestens seit der Jahrtausendwende wieder zunehmend zu beschäftigen; naturwissenschaftliche Grundsatzfragen waren schon mein Motiv für das Physikstudium gewesen und hatten mich schon als Gymnasiast interessiert. Diese Arbeiten führten nun zu dem hier vorgestellten Buch Neue Physik.

Letztmals bearbeitet am 17. Dezember 2022



20. September 2022:

MOND: ein Phänomen der NKG


Mit der NKG lässt sich MOND physikalisch begründen, was dank der stabil statischen NKG- bzw. WPT-Kosmologie recht einfach geht, sobald man erkennt, dass die beobachteten MOND-Eigenschaften von Galaxien bei Schwerebeschleunigungen unterhalb von etwa a0 = Hc/(2π) (2π meint 2 mal pi) physikalisch nötig sind, um die Kluft zwischen der bis auf kleine relativistische Effekte klassischen Himmelsmechanik und der hoch relativistischen WPT-Kosmologie mit ihrer Weltbremsbeschleunigung Hc überbrücken zu können; a0 ist Milgroms universeller Beschleunigungsparameter und H ist die Hubblekonstante. Es war auch Milgrom, der merkte, dass a0 etwa Hc/(2π) sein muss und darum wohl etwas mit der Kosmologie zu tun haben muss. Obwohl dies seit wohl über 20 Jahren in MOND-Kreisen allgemein bekannt ist, konnte niemand eine Lösung finden, weil es meines Wissens unter den MOND-Leuten niemanden gibt, der an eine statische Kosmologie glaubt, und ich stolperte zwar vor fast 20 Jahren einmal schon fast darüber, vergass die Sache dann aber wieder und wäre mit meinen damaligen Kenntnissen auch nicht zu einer einigermassen überzeugenden Ausarbeitung der Idee fähig gewesen. Nun skizziere ich die NKG-Schritte zur Beschleunigung in der MOND-Zone, deren Anfang bei a0 liege, wenn man beim Grenzübergang RG von Newton zu MOND vom Beschleunigungsverlauf nur Stetigkeit, aber keine Glattheit verlangt:
Der erste Schritt entspricht einem naheliegenden, physikalisch motivierten Ansatz für den Beschleunigungsverlauf, wenn man damit die Newton- und WPT-Beschleunigung, also (G M)/ RG2 und Hc, miteinander verbinden will. Das Produkt aus den beiden Beschleunigungen ergibt nämlich ein Beschleunigungsquadrat, und die Wurzel daraus liefert, wenn man noch RG durch r ersetzt, einen ersten MOND-Beschleunigungs-Ansatz, der zu 1/r proportional ist, genau wie Milgroms MOND-Ansatz, wenn man ihn als „Zwei-Zonen-Ansatz“ formuliert. Mit Hilfe der Stetigkeitsbedingung am Grenzübergang lässt sich dies verfeinern, so dass man danach die genau gleiche Formel wie Milgrom (in „Zwei-Zonen-Formulierung“) erhält, worauf ich hier nicht näher eingehe; das merkte ich beim Schreiben des letzten Kapitels (über MOND) in meinem Buchentwurf. Damit kann man die 1/r-Proportionalität von MOND in der NKG bereits als physikalisch plausibel betrachten. Der Erfolg des Ansatzes wird daraus eine vollwertige physikalische Begründung machen. Allerdings ist der Ansatz auch so noch stark heuristisch geprägt, weil die Grösse von a0 = Hc/(2π) bisher allein auf einer Anpassung an Beobachtungsdaten fusst. Ganz neu ist es mir nun aber gelungen, diese Grösse physikalisch herzuleiten:

Die Herleitung von a0 = Hc/(2π) beruht auf dem Kräftegleichgewicht einer Testmasse auf einer Kreisbahn um das lokale Massenzentrum. Dieses Gleichgewicht war in MOND schon immer wichtig, weil man daraus die auf Beobachtungen basierende Tully-Fisher-Beziehung und die Formel für die beobachtete Massendiskrepanz zwischen klassisch berechneten Massen und mit MOND berechneten ableiten kann.
In der NKG muss dieses Gleichgewicht auf der Newton-MOND-Genze aber nicht nur für solche beobachtete, nicht oder kaum relativistische Bahnen gelten, sondern auch für (Licht-)Bahnen mit Hubbleradius cT = c/H, was zum genannten Faktor 2π führt, wenn man verlangt, dass sich Testmassen (und Licht) auch in der MOND-Zone auf Kreisen bewegen können, was bedeutet, dass der Faktor 2π auf die von mir neu eingeführte
Kreisbedingung in der MOND-Zone „Hubble-Umfang = 2π mal Hubble-Radius“
zurückzuführen ist. Diese Bedingung ist in der MOND-Zone ein Muss, denn sie löst das meines Erachtens grösste Problem des MOND-Ansatzes von Milgrom: Anders als Newton legt MOND mit Hilfe des Zentrifugal-Schwerkraft-Gleichgewichtes keinen Kreisradius fest; es ist also nicht klar, wie es in der MOND-Zone überhaupt zu stabilen Kreisbahnen kommen kann, obwohl man solche zweifelsohne sieht. Das ist aber noch nicht alles, man erhält damit auch etwas völlig Neues:

Die mittlere Dichte des Weltalls ρW konnte meines Wissens bisher niemand theoretisch herleiten, und die seit bald 100 Jahren bekannte kritische Dichte liegt ein bis zwei Grössenordnungen über dem aus Beobachtungen ermittelten Wert. Die WPT kann zwar wegen der aktualen Unendlichkeit des WPT-Alls grundsätzlich keine sichere Voraussage für ρW machen. Seit aber das All auf den grössten messtechnisch zugänglichen Skalen im Rahmen der Messgenauigkeiten homogen-isotrop zu sein scheint, ist es physikalisch sehr plausibel, dass die gemessene Dichte mit ρW etwa übereinstimmen sollte. Das ist im Rahmen der NKG tatsächlich so, denn das Kräftegleichgewicht auf der Grenze zwischen Newton und MOND ergibt folgende neue MOND-, NKG-, WPT- oder eben
Weltalldichte ρW = ρkrit/(2π)2
Ohne das jetzt seriös überprüft zu haben, scheint das gut zur messtechnisch ermittelten Dichte auf grössten Skalen zu passen.

Zusatzbemerkung: Auf den mehr oder weniger abrupten Sprung des lokalen Schwerezentrums in der Kepler- und MOND-Zone zum effektiven Testmassen-Schwerezentrum in der WPT mit der Bremsbeschleunigung Hc am Ende der MOND-Zone gehe ich hier nicht ein, auch darum, weil ich dazu noch keine feste Meinung habe.

Nachtrag vom 17. Dez. 2022:
Im obigen Text gibt es zwei Fehler:

  1. „NKG-MOND“ stimmt nur im Tief-MOND-Bereich (fast) genau mit Milgroms Formulierung überein, was im MOND-Kapitel des Buches „Neue Physik“ näher ausgeführt wird. Eine seriöse Ausarbeitung des „Flach-MOND-Bereiches“ in der NKG ist noch ausstehend, insbesondere für mehr oder weniger druckstabile Strukturen wie elliptische Galaxien oder grosse Röntgenhaufen; die Fertigstellung des genannten Buches hatte für mich jetzt Priorität.

  2. Die neue Formel für die Alldichte lautet ρW = ρkrit/(2π2), was auch im MOND-Kapitel des Buches „Neue Physik“ näher ausgeführt wird. Diese Dichte entspricht etwa 5% der kritischen Dichte und passt damit recht gut zur baryonischen Dichte des bisher bekannten Weltalls.


Nachtrag – eine Klärung und ein alter Fehler – vom 9. Okt. 2025:
Bisher gab es zwei grundsätzliche offene Fragen neben weniger wichtigen im Zusammenhang mit der MOND-Brücke, was mir beim Schreiben an einem NKG-Überblick für den Anfang dieser Seite (wieder) auffiel. Die erste konnte ich inzwischen klären, und die zweite führte auf einen alten Fehler, der aber – weil ich daraus nie wichtige Folgerungen ableitete – weitgehend folgenlos blieb, ausser dass er das richtige Verstehen der Welt(brems)beschleunigung behinderte:

  1. Klärung: „Der abrupte Sprung“ des absolut definierten lokalen Schwerezentrums in eine beliebige Testmasse bei „genügend“ kleiner lokaler Schwerebeschleunigung ruft nach einer Modellierung, worauf ich hier in einer Zusatzbemerkung am 20. Sept. 2022 hingewiesen hatte.
    Dieser Sprung muss aber nicht modelliert werden, weil die beobachtbare lokale Welt gegenüber der aktual unendlich angenommenen Massenschale als potential unendlich klein angesehen werden darf, so dass es aus Sicht des homogen-isotropen WPT-Alls gar keinen Sprung gibt, und lokal führt die Massenschale zur klassisch unverständlichen MOND-Zone als Übergang von der Kepler- zur WPT- oder Ätherzone (siehe Kapitel 8.2 in Neue Physik); klassisch hat eine homogen-isotrope Massenschale keinen Einfluss auf ihr Inneres.

  2. Ein alter Fehler: Die Weltbremsbeschleunigung aW wurde bisher oft (sogar auf dem Buchdeckel von Neue Physik) als geschwindigkeitsproportional angegeben, obwohl „schon immer“ klar war, dass aW der Allsymmetrie in der WPT-Zone wegen konstant sein muss, und zwar auch für v-schnelle Testmassen mit 0 < v < c, was zum Ausgangs-WPT-Ansatz aW = Hc führt. Die v-Proportionalität kam ins Spiel, weil aW für ruhende Testmassen null und nicht Hc sein muss. Hier kam es nun zu einem groben Fehler, wie man z.B. im Anhang A.3 der Arbeit Kosmische Gravitation sehen kann. Als Ausgangspunkt dient das Potential V(r) = k f r, worin k eine Konstante (Hc) ist und f eine Funktion von Testmassengrössen, z.B. von β = v/c. Danach wird aW als Gradient von V(r) berechnet, was nur stimmt, wenn V konservativ ist. Dies schliesst aber aus, dass f zu β bzw. v proportional ist. Allerdings gibt schon die dritte Gleichung im genannten Anhang ein aW mit einem f(β) an, das den konservativen Charakter von V(r) nicht verletzt und trotzdem die Irregularität von aW für dr = v = 0 – in mit der aW-Gleichung ohne f verträglicher Weise – behebt (fette Grössen stehen für Vektoren):

    aW = -k f(β) dr/dr = -k f(β) v/v mit k = Hc und mit f(0) = 0 und f(>0) = 1

    Für eine ruhende Testmasse muss aW verschwinden, was obiges f(0) = 0 garantiert, ohne den konservativen Charakter zu verletzen, den wir seit ziemlich genau 20 Jahren immer wieder genutzt hatten, wenn oft auch nur implizit. Der Bereich um r = 0 ist aber gross, in dem man f proportional zu β annehmen darf, ohne den konservativ angenommenen Charakter von aW messtechnisch erkennbar zu verletzen. Andererseits wird die v-Proportionalität für v > 0 nicht nur theoretisch ausgeschlossen, sondern auch durch die kosmische Rotverschiebung der Galxien, die in der WPT ja durch die Weltbremsbeschleinigung Hc erklärt wird.
    Zu beachten ist auch, dass die bisherigen Berechnungen im Zusammenhang mit der MOND-Brücke (nur) klassischer oder halbklassischer Natur sind, was zulässig ist, weil die den (MOND-)Beobachtungen zugänglichen Phänomene nicht relativistischer Natur sind und wohl noch lange keine Präzisionsmessungen zulassen. Das ist anders als bei den (rein) kosmischen Phänomenen in der WPT-Zone bis zu höchsten z (Winkel- und Hellemessungen in Abhängigkeit von z), die im Buch Neue Physik voll (speziell) relativistisch behandelt werden (siehe Kapitel 6.2).
    Auch im Kapitel 8 über die MOND-Brücke meines Buches wird der konservative Charakter der WPT-Zone nur implizit durch die Angabe des konservativen WPT-Potentials auf Seite 283 ersichtlich, ohne darauf näher einzugehen, was auch jetzt noch voreilig wäre, da noch nicht alle Folgen der aktualen Unendlichkeit der kosmischen WPT-Massenschale ausreichend bedacht sind. Im Moment nur so viel:
    Es sieht so aus, als wenn eine – teilweise heuristisch motivierte – Ergänzung unseres MOND-Brückenkonzeptes nicht nur zu einem tieferen Verständnis der kosmischen Strukturen führte, sondern auch einige bekannte Probleme von Milgroms MOND-Ansatz lösen würde.

Letztmals inhaltlich bearbeitet am 9. Oktober 2025



28. Juli 2022:

Galaxien, so weit das (JWST-)Auge sieht


Ja, Sie haben richtig gelesen: Galaxien bis zu einer Rotverschiebung z von etwa 20 und noch immer keine Spur der hypothetischen Population III-Sterne, die noch vor den ersten Galaxien entstanden sein sollten. Galaxienentstehungszeiten von weniger als 200, vermutlich sogar von weniger als 100 Millionen Jahren bei ähnlich lange oder sogar länger dauernden vollen Sternumlaufzeiten in einer Galaxie müssten selbst den glühendsten Urknall-Enthusiasten endlich zu denken geben!

Noch eine kleine Rechenhilfe für Leser von Original- oder Sekundärartikeln: Die Zeit t in Millionen Jahren seit dem Urknall erhält man bei bekanntem z aus dem Standard-Urknallmodell mit (ΩΛ, ΩM, ΩK) = (0.7, 0.3, 0) und H0 = 70 km/s pro Mpc mit folgender einfacher Formel: t(z) = 11'177 arsinh(1.527/(1+z)1.5) MJahre.
Für z = 0, also hier und heute, erhält man den aktuellen zeitlichen Abstand zum Urknall, und ein Objekt mit z = 11, etwa der messtechnischen Grenze des Hubble-Teleskops, sandte sein heute hier empfangenes Licht gut 400 Millionen Jahre nach dem Urknall aus und ein Objekt mit z = 20 etwa 180 Millionen Jahre nach dem Urknall.

Nachtrag vom 7. August 2022: Aus Freude über die ersten JWST-Resultate habe ich oben etwas übertrieben: Genauer hätte ich nicht von Galaxien, sondern von Galaxienkandidaten schreiben sollen, denn alle bisher angegebenen z-Werte sind photometrische Werte, und bisher wurde meines Wissens noch keines der hohen z spektroskopisch bestätigt.

Nachtrag vom 1. Mai 2023: Als gesichert gilt heute aufgrund der JWST-Messungen, dass die Morphologie der Galaxien sich mit der Rotverschiebung z bis mindestens etwa z = 5 nicht oder nur unwesentlich ändert. Insbesondere scheint der Anteil der Ellipsen und Scheiben mit z eher zu- als abzunehmen und die irregulären Galaxien nehmen mit z nicht zu, wie man aufgrund der früheren Hubbleteleskop-Messungen zu wissen meinte.

Allerdings wird oft behauptet, dass die fernsten Galaxien verglichen mit denen unserer nächsten Umgebung äusserst klein und leicht seien; der Effekt beträgt für Galaxien mit z etwa zehn etwa zwei Grössenordnungen. Das ist aber nur so, wenn man die Galaxiengrössen aus ihren scheinbaren gemessenen Winkelgrössen mit ΛCDM berechnet. Berechnet man sie mit unserer Weltpotentialtheorie, verschwindet diese riesige Diskrepanz, was einmal mehr zeigt, dass die stabil statische WPT-Kosmologie ΛCDM weit überlegen ist. Zur Diskrepanz von theoretischen scheinbaren Winkeln in WPT und ΛCDM verweise ich auf Abschnitt 6.2.5 in meinem Buch
Neue Physik, insbesondere auf Abb. 6.5 auf Seite 234.

Letztmals bearbeitet am 1. Mai 2023



27. März 2022:

Gravodynamik, die neue lokale Gravitationstheorie


Der Schlüssel zur (SRT-)Begründung der Gravodynamik ist die Sonderrolle, die der Gravitation in der Physik zukommt. Sie erklärt nicht nur den NKG-Schwarzschildfall, sondern neu auch die NKG-Gravomagnetik, was zu einem völlig neuen Weltmodell führt, in dem die lokale Gravitation mit einer an sie angepassten Elektrodynamik, der Gravodynamik, behandelt wird, die die ART-Feldgleichungen mit ihren Raumkrümmungen ablöst.

Zur Erinnerung: Während lokal NKG und ART in äusserst guter Näherung übereinstimmen, schliessen sie sich auf kosmischen Skalen gegenseitig aus. Auf kosmisch-galaktischen Skalen (galaktisch wegen MOND) passt die NKG mit WPT viel besser zu den Beobachtungen als die ART-Kosmologie, obwohl sie nur einen leicht freien Parameter, die mittlere Weltalldichte, hat.

Die (SRT-)Begründung der lokalen Gravitation war bisher nur im Zusammenhang mit der NKG-Schwarzschildmetrik (in meinem Buchentwurf) voll befriedigend, da ich nur sie ohne Bezug auf die ART begründen konnte, aber nicht die Gravomagnetik, die unter anderem den Thirring-Lense-Effekt rotierender Kugelmassen wie der Erde erklärt. Zur Berechnung solcher Effekte geht man – statt von der NKG-Schwarzschildmetrik – von der Gravodynamikmetrik aus, deren erster Teil der äusseren NKG-Schwarzschildmetrik entspricht und deren zweiter Teil zum gravomagnetischen Vektorpotential proportional ist (siehe
weiter unten). Dieser zweite Teil ist doppelt so gross, wie ein direkter Vergleich mit der Elektrodynamik im Sinne Heavisides erwarten liesse. Diesen Faktor 2 übernahm ich bisher aus der ART (siehe Abschnitt 6 über die Karussell-Metrik im Anhang F des Aufsatzes „Kosmische Gravitation“), weil schon bekannt ist, dass NKG und ART lokal in hervorragender Näherung übereinstimmen, was auch aus NKG-Sicht plausibel ist, weil die ART infinitesimal lokal sowohl mit Newton wie mit der SRT übereinstimmt und ausserdem dem Wirkungsprinzip gehorcht; vor allem aber kann die ART alle bisherigen astronomischen Beobachtungen mit Ausnahme der galaktischen und kosmischen hervorragend beschreiben. Andererseits ist dies auch der Grund, dass die ART auf kosmischen Skalen bzw. bei sehr kleinen Schwerefeldern versagen muss, weil dort schon Newton versagt.

Neu ist, dass ich meine diesen gravomagnetischen Faktor 2 – etwa analog zur Erklärung der doppelt so grossen Lichtablenkung am Sonnenrand gegenüber dem klassischen Wert – physikalisch erklären zu können, natürlich ohne Raumkrümmungen und überhaupt ohne Bezug auf die ART. Die Erklärung beruht primär darauf, dass die Gravitation unter den Wechselwirkungen eine – über träge und schwere Masse – alle verbindende Sonderrolle einnimmt und damit auch darauf, dass sie darum nicht in voller Analogie zur Elektrodynamik behandelt werden kann. Weil der dahinter stehende Gedankengang nicht ganz einfach ist, teilen wir ihn in Schritte auf:
  1. Vorbemerkung: Quanteneffekte berücksichtigen wir nicht, insbesondere berücksichtigen wir weder echte noch virtuelle Paarerzeugungen, was bedeutet, dass Licht (in Strenge) nicht mit elektrischen Feldern wechselwirken kann, eben ganz wie in der klassischen Elektrodynamik; zu Paarerzeugungen und Vernichtungen gibt es im SRT-Teil meines Buchentwurfes schon lange eine neue Deutung, ohne am Fromalismus etwas ändern zu müssen.

  2. Alle Wirklichkeit ist schwer besagt, dass allem, was wirkt, allem, das (lokalisierte) Energie besitzt, Schwere zukommt; Wirkung ohne Energie ist undenkbar, und Masse meint „nur“ die innere Gesamtenergie, die ein betrachteter Körper in Form von potentieller (z.B. Selbstenergie) und kinetischer Energie (z.B. Wärme) besitzt. Sie ist aber über ihre Trägheit viel leichter bestimmbar als über die Summe der einzelnen Energieanteile, die oft gar nicht (genau) bekannt sind. Darum kann es auch keine Umwandlungen von Masse in Energie geben, weil es Masse an sich nicht gibt; das ist eine Deutung der Massen-Energie-Äquivalenz, die sich noch nicht allgemein durchgesetzt zu haben scheint.
    Die gesamte äussere, im Weltall auf kosmischen Skalen homogen verteilte Masse bzw. Energie ist Quelle des kosmischen Schwerefeldes mit Weltpotential und damit auch so etwas wie die physikalische Ursache von (kosmischer) Trägheit und absolutem Raum.

  3. Kopplung von Testteilchen und Energiequäntchen an Felder und absoluten Raum: Wir unterscheiden vier Kopplungen mit abnehmendem Gültigkeitsbereich:

    1. Die kinematische Geometriekopplung erlaubt es – wenigstens in Gedankenexperimenten – auch masse- bzw. energielose und damit ideal starre Körper zu betrachten, wie z.B. eine masselose Äquivalenzrakete, was aber zur physikalisch falschen Rindlermetrik mit richtiger Rotverschiebung, aber mit falscher bzw. klassischer Lichtgeschwindigkeit in einem Schwerefeld führt, letztlich Einsteins Fehler von 1907 und 1911, der ihn den richtigen Weg zur Berücksichtigung der SRT in der Gravitation verfehlen liess.
      Scheinkräfte wie Zentrifugal- und Corioliskräfte und damit auch magnetische Felder – genauer die zu ihnen äquivalenten Drehfelder – beruhen auf einer reinen Geometriekopplung an den absoluten Raum, die auch in die Begründung des oben genannten Faktors 2 in der Gravomagnetik eingeht. Der absolute Raum wird in der NKG bzw. WPT mit einem Weltschwerefeld bzw. Potential physikalisch erklärt oder mindestens plausibel gemacht, dessen Quelle die das Weltall auf „genügend“ grossen Skalen mit konstanter Dichte ausfüllende Energie bzw. Masse ist und in der WPT einer unendlichen Massenschale in unendlicher Ferne äquivalent ist.

    2. Die Trägheitskopplung koppelt über die träge Masse bzw. Energie an den absoluten Raum; in der Bewegungsgleichung kommt sie im Term mit der Impulsänderung dp/dτ vor.

    3. Die Schwere- bzw. Energiekopplung koppelt über die schwere Masse bzw. Energie an die lokalen Schwerefelder, deren Quelle alle lokalen schweren Massen bzw. Energien sind, aus denen sich mit der Poissongleichung das lokale Schwerepotential berechnen lässt; in einer Bewegungsgleichung tritt die schwere Masse im (Potential-)Schwerkraftterm auf, zu dem z.B. noch Coulomb-Potentialkraftterme hinzu kommen können (siehe auch nächsten Punkt).

    4. Die Ladungskopplungen koppeln geladene Körper an die entsprechenden (lokalen) Ladungsfelder, eine elektrische Ladung z.B. an elektromagnetische Felder. Eine solche Ladung, z.B. ein Elektron, koppelt über seine Selbstenergie aber auch an lokale Schwerefelder; diese Kopplung ist verglichen mit der elektromagnetischen aber so schwach, dass sie vernachlässigt werden kann, ausser natürlich bei makroskopisch ganz oder fast neutralen Körpern.
      (Elementar-)Ladungen erhalten über ihre innere Energie auch Trägheit bzw. träge Masse und koppeln so an den absoluten Raum, was es ermöglicht, auf einfache Weise Bewegungsgleichungen aufzustellen. Klar auch, dass so gesehen, Neutrini (als wechselwirkende Teilchen) nicht masselos sein können.

  4. Die Meter/Uhren-Kopplung der SRT hat zwei Bedeutungen: Einerseits kann man eine Zeitspanne immer auch als Weg angeben, den Licht im feldfreien Vakuum in dieser Zeit zurücklegt, und umgekehrt. Dies hat nun zur Folge, dass aufgrund dieser Kopplung eine relativistische Zeitkorrektur – z.B. in einem Schwerefeld oder einer Rakete – mit einer gleich grossen Wegkorrektur verbunden ist.

    Während sich Zeitkorrekturen über die zeitliche Impulsänderung dp/dτ auf beliebige Testteilchenbahnen gleich auswirken, gilt das für die zugehörigen Wegkorrekturen über die Potentialänderungen entlang der Bahnen nur für ungeladene Testteilchen und damit auch für reine kinetische Energie wie Licht. Weil die Potentialdifferenz im Schwerefeld einer Quellladung – z.B. eines Elektrons oder Protons – gegenüber der in ihrem Ladungsfeld unmerklich klein ist, haben Wegkorrekturen keinen (messbaren) Einfluss auf geladene Teilchen. Das führt für Licht zur doppelten klassisch erwarteten Lichtgeschwindigkeitsänderung in Schwerefeldern und damit auch zur doppelten klassisch erwarteten Lichtablenkung am Sonnenrand.

    Das gilt im Wesentlichen auch für Ladungen und Licht in Magnetfeldern. Weil Magnetfelder durch (im Allgemeinen) infinitesimal kleine lokale Drehfelder – z.B. rotierende Äquivalenzraketen – simuliert werden können bzw. zu ihnen äquivalent sind (Larmortheorem), wirken sie nicht nur auf Ladungen, sondern auf beliebige Testkörper, also auch auf Licht, und zwar – wenn sie nicht elektrisch geladen sind – nicht nur über Zeit-, sondern auch über Wegkorrekturen, was die Wirkung des gravomagnetischen Vektorpotentials auf nicht geladene Testmassen und damit auch Licht gegenüber geladenen Testkörpern verdoppelt, und zwar wieder weil die Wirkung auf Testladungen des gravomagnetischen Vektorpotentials gegenüber der des elektromagnetischen unmerklich klein ist, was aber für makroskopische Körper im Allgemeinen nicht gilt, ein trivialer Aspekt, auf den wir hier nicht näher eingehen.
Die Meter/Uhren-Kopplung ersetzt in der NKG die letztlich nur ad hoc eingeführten ART-Raumkrümmungen. Die NKG-Rechenmetriken sind Metriken für Lichtbahnen und ungeladene Testkörper. Abschliessend stellen wir die lokale gravodynamische NKG- und ART-Metrik einander gegenüber, wobei zu beachten ist, dass die ART-Metrik als Raumzeitmetrik für ganz beliebige Testkörper und Kopplungen zuständig ist, die NKG-Metrik aber nur für ungeladene Testkörper und Schwere- bzw. Energiekopplungen:

Die eingerahmten Terme wären bei zur Elektrodynamik voll analogen Gravitationsmetriken alle eins. In der NKG werden beide durch die auf geladene und ungeladene Testteilchen ungleich wirkende Meter/Uhren-Kopplung erklärt, während in der ART der Term vor dr2 ad hoc mit der ART-Raumkrümmung erklärt wird; dieser Term ist die lineare Näherung des entsprechenden NKG-Terms, wenn man noch beachtet, dass in der ART das Potential V selbst vorkommt, in der NKG aber nur die Potentialdifferenz ΔV. Der Faktor 2 im Magnetfeldterm folgt in der ART formal aus den linearisierten ART-Feldgleichungen, wenn man eine möglichst grosse Ähnlichkeit zur Elektrodynamik erreichen will. Weil das aber nicht wirklich eindeutig ist, befriedigt es auch seine Vertreter nicht voll, und sie versuchen diesen Faktor 2 physikalisch plausibel zu machen, indem sie den – nur postulierten! – Spin 2 der hypothetischen Gravitonen dafür verantwortlich machen oder machen möchten; siehe dazu
„Gravitomagnetismus“, insbesondere Gleichung (42), die bis auf Vorzeichenkonventionen obigem Linienelement für die ART entspricht, aber auch den letzten Abschnitt auf Seite 12.

Die Quantisierung der Gravitation sollte nun auch kein Problem mehr sein. Aber viel wichtiger: Damit hat man es nicht mehr mit den schwierigen ART-Feldgleichungen zu tun, sondern formal nur noch mit dem gut bekannten (an die Gravitation angepassten) Formalismus der Elektrodynamik, und die ART mit ihren schon fast esoterischen Raumkrümmungen wird – wie es heute aussieht – eine Episode der Wissenschaftsgeschichte. Aber keine Angst: Trotz diesem grössten Schritt in der Gravitation seit Kepler sind noch lange nicht alle Rätsel gelöst.

Schlussbemerkungen:

Einiges sollte sich jeder ehrlich an Wissenschaft und nicht nur an seiner Karriere Interessierte und selbstredend auch einigermassen Befähigte merken: Forschen ist kein Menschenrecht, sondern vermutlich die grösste Gnade, die wir kennen. Hütet euch darum vor Quotenforschern aus politischen oder andern Gründen und noch viel mehr vor Ideologien, Dogmen und Heiligenverehrungen, egal ob christlichen, jüdischen oder andern; erbärmlich, was man heute fast täglich über die CO2-Jahrhundertlüge und die Corona-Pandemielügen selbst in Physikerblättern für ein etwas grösseres Publikum lesen muss. Aber die allergrösste Katastrophe für die Wissenschaft, insbesondere die Grundlagenforschung, seit der Globalisierung durch das Römische Reich und im Anschluss daran durch die katholische Kirche findet heute statt: Es ist die Internationalisierung bzw. faschistische Gleichmacherei mit Einheitssprache und Wahrheit, einer eigentlichen Klonisierung mittels weltweiter Wissenschafterdurchmischung (siehe dazu auch folgenden Absatz weiter unten). Vor 11 Jahren schrieb ich dazu bereits, dass ich ganz grundsätzlich nicht bereit sei, mich dem anglorassistischen und faschistischen Sprachdiktat in den Wissenschaften zu unterwerfen, denn gerade Grundlagenforschung brauche Vielfalt, und globale Wissenschaftskartelle seien ihr Tod, ausser in gewissen vor allem grosstechnischen Belangen, wo es vor allem auf Quantität, sprich Geldmittel, ankomme. Ich füge hinzu: Heute wird eine lingua franca beschworen, die man in der Wissenschaft zwingend brauche, wohl weil sich Einfalt leichter als Vielfalt durch – oft kriminelle – Schafköpfe steuern lässt. Die letzte lingua franca führte zu einem weit über tausendjährigen Tiefschlaf der Wissenschaften etwa seit Roms Globalisierung und dem Aufkommen des Katholizismus, bis Luther mit seiner Bibelübersetzung fürs Volk einen wesentlichen Schritt zur Entkatholisierung bzw. Entglobalisierung tat; wohl kein Zufall, dass Kepler ein Protestant, wohl gar ein Reformierter war und auch der Erste, der die Alten nicht nur kannte, sondern weit über sie hinauskam; nein, das war nicht Kopernikus, der hatte seine Idee von Aristarch und war nicht in der Lage ihn bzw. Ptolemäus zu übertreffen; eher war er ein Luther in der Astronomie, der die Schwächen des damaligen Astronomiepapstes Ptolemäus – sozusagen mit Aristarchs Hilfe – leicht verständlich aufdeckte.

Wissenschaft ist das gewachsene Wissen Hunderter Generationen vieler Kulturen, die man nicht in einer zusammenfassen kann, denn in diesem Falle wäre das Ganze viel weniger als die Summe seiner Teile, denn jede echte Kultur braucht ihre eigenen Pfleger und Entwickler; eigentlich eine Banalität, denn durchschnittliche Wissenschafter sind schon damit völlig überfordert, auch nur eine entwickelte oder Hochkultur nur schon in der Physik zu überblicken.

Nun noch vor allem an die Jüngeren im Falle, dass meine Ideen helfen sollten unser Wissen über die Welt wesentlich zu erweitern: In diesem Falle ist es meine Pflicht, deutlich und mit Dankbarkeit die Heimaterde zu preisen, auf der diese Ideen reifen konnten. Ich verdanke nämlich alles der Kultur, in die ich hineingeboren wurde, und das ist die deutsche Kultur mit ihrem reichen Bücherschatz und ihren Bildungseinrichtungen, insbesondere ihren Hochschulen und teilweise Jahrhunderte alten Universitäten, die uns auch aus noch viel älterer Zeit und dem Wissen fremder Kulturen berichte(t)en und die jetzt von besseren Dorftrotteln und Schafköpfen, die sich für Weise oder mindestens von Gott Auserwählte halten, systematisch zerstört werden. Ja, Sie leben in einer ausserordentlichen Zeit, einer Zeit eines alttestamentarischen, steinzeitlichen kulturellen Völkermordes – das ist weit schlimmer als Massenmord! – wie es ihn wohl in diesem Ausmasse noch nie gab, und die Mehrheit merkt es noch nicht einmal. Tun sie darum alles, um den Aufschwung der Wissenschaft seit Kepler und Galilei, von dem wir alle bis heute profitieren, nicht schon jetzt – und vielleicht für immer – wieder enden zu lassen!

Letztmals bearbeitet am 17. April 2022



23. August 2021:

Röntgengas-Galaxienhaufen eignen sich bisher nicht, um Grvitationstheorien zu prüfen, weil sie neben den Galaxien und dem Röntgengas noch mindestens eine weitere nicht vernachlässigbare, aber unbekannte Materiekomponente besitzen, die man nur im Falle von kollidierenden Haufen (mehr oder weniger direkt) „sehen“ und berücksichtigen kann, z.B. beim berühmten Geschosshaufen. Solche Fälle sind aber sehr selten, und für Überprüfungen sind sich durchdringende Haufen zudem ungeeignet. Das ist zwar alles nicht neu, aber offenbar selbst bekannten Astrophysikern sowohl aus dem ΛCDM- wie dem MOND-Lager nicht wirklich bewusst, sonst hätten mindestens die MOND-Anhänger längst darauf hinweisen müssen.

Auch mir wurde dies erst voll bewusst, als ich eine Entgegnung (siehe
weiter unten) auf einen Video-Rundumschlag Prof. Bartelmanns auf alternative kosmologische Modelle und neue Gravitationstheorien schrieb. Da Bartelmann sicher zu den gegenwärtig kompetentesten Kosmologen – mindestens auf dem Gebiete der Standardkosmologie – zählt, kann und will ich einen solchen Angriff aus seinem Munde nicht einfach ignorieren, obwohl seine Hauptargumente alle falsch sind oder mindestens auf unbelegten Voraussetzungen beruhen, was aber selbst viele Physiker ohne einen Fingerzeig nicht merken.

Letztmals bearbeitet am 29. August 2021



29. Mai 2021:

Die Aufgabe der gravomagnetischen Wellengleichung (siehe
weiter unten) aufgrund der LIGO-VIRGO-Messungen war falsch, denn gravomagnetische Wellen können genau wie elektromagnetische Wellen (auch) als Quadrupolstrahlung (und nicht nur als Dipolstrahlung) auftreten, was vor allem aus der Kernphysik bekannt ist; in der Gravomagnetik ist Dipolstrahlung sogar strikt verboten, und der erste erlaubte Multipolterm führt damit zu Quadrupolstrahlung. Das fiel mir erst jetzt (wieder?) auf, als ich beim Arbeiten an meinem Buchentwurf zum Schluss kam, dass Heavisides Gravitationswellen eine – mindestens fast zwingende – Folge der NKG sein müssten. Sie sind so etwas wie das Pünktchen auf dem i am Ende des langen Weges von Heavisides elektromagnetischer Gravitationsanalogie bis zur NKG, den wir nun kurz skizzieren, damit der Leser den grösseren Zusammenhang sehen kann:
  1. Der naheliegendste Ausgangspunkt für eine Verallgemeinerung der Kepler-Newton-Gravitation ist die Elektrodynamik, was vor Einstein und spätestens nach Hertz wohl ganz allgemein so gesehen wurde; Heaviside erhielt so schon 1893 im Wesentlichen formal die Gravomagnetik mit (c-schnellen) Gravitationswellen.

  2. Probleme der Gravomagnetik: Man erhält damit auf direktem bzw. einfachstem Weg – wie mit wohl jeder einfachen SRT-Version der Gravitation – nicht die richtige Perihelverschiebung, weswegen sich Poincaré wohl nach etwa 1906, mindestens von aussen sichtbar, nie wieder mit einer relativistischen Gravitationstheorie befasste, obwohl er das 1905 in seiner grossen SRT-Arbeit noch ausführlich getan hatte. Später, als man Einsteins ART als wahr oder gar als sakrosankt ansah, geriet Heavisides Elektrodynamikanalogie wohl weitgehend in Vergessenheit, obwohl die Theoretiker nie ganz vergassen, dass es in der ART keine voll überzeugende Herleitung der Gravitationswellen aus den ART-Feldgleichungen gibt.

  3. Lösung der SRT- und Gravomagnetikprobleme: Obwohl Poincaré schon 1905 erkannte, dass in der SRT Längen durch Lichtlaufzeiten definiert werden, erkannte er nicht, dass dies in Schwerefeldern zu Längen- und Zeitverzerrungen, aber auch Lichtgeschwindigkeitsänderungen führt, mindestens konnte er dies nicht richtig berücksichtigen. Das wird erstmals in meiner ersten NKG-Version im Anhang F berücksichtigt und so begründet, auch wenn ich die lokale NKG-Schwarzschildmetrik und kosmische WPT-Metrik im Sinne von Schein- oder Rechenmetriken mit Hilfe von Einsteins Äquivalenzrakete schon einige Jahre früher fand. Wichtige Teile der (tieferen) Begründung liegen aber erst in meinem Buchentwurf vor. Bis hierher spielt die Elektodynamik aber nur eine indirekte Rolle als relativistische Standardtheorie.

    Erst beim Einbau von Drehungen in die NKG-Schwarzschildmetrik mit Hilfe eines Äquivalenzkarussells, mit dem man den Thirring-Lense-Effekt simulieren kann, drängt sich die Elektrodynamik als Vorbild bzw. direkte Analogie bei der Begründung der NKG auf. Während sich bei der Äquivalenzrakete Beschleunigung und Schwerkraft entsprechen, entsprechen sich beim Äquivalenzkarussell der Coriolis- und Thirring-Lense-Effekt. Letzterer beruht in der NKG auf dem gravomagnetischen Moment einer rotierenden Masse, dessen Grösse man aus dem Vergleich mit der Elektrodynamik erhält. Wenn es aber ein solches gravomagnetisches Moment gibt, woran es heute kaum noch Zweifel geben kann, dann muss es auch (fast) zwingend gravomagnetische Wellen geben, die aber auf den ersten Blick Vektorwellen zu sein scheinen, was aber nicht so ist:

    Vorausschicken möchte ich, dass wir bei Wellen immer nur die Fernlösung meinen, die man mit ebenen Wellen annähern darf. Für gravomagnetische Wellen gibt es zwei zwingende Vorgaben: Einerseits können sie keine Monopolanteile enthalten wie schon elektromagnetische Wellen und zusätzlich auch keine Dipolanteile, weil es keine negativen Massen gibt. Damit ist der erste nicht verschwindende Term von gravomagnetischen Wellen der Quadrupolterm, was bedeutet, dass gravomagnetische Fernstrahlung in aller Regel von Quadrupolstrahlung dominiert wird und ganz grundsätzlich keine Vektorstrahlungsanteile enthalten kann. Wer das erstmals klar erkannte und auch deutlich aussprach, weiss ich nicht; Heaviside war es nicht und Poincaré wohl auch nicht.
Weil die obigen Ausführungen zur Art der gravomagnetischen Wellen elementar, zwingend und längst bekannt sind, erstaunt es, dass dies meines Wissens bisher niemanden veranlasste, die Quadrupolstrahlung als ART-Effekt in Zweifel zu ziehen. Eine (grössere) Debatte darüber gab es vermutlich darum nicht, weil zwar einerseits recht allgemein bekannt ist, dass es ohne negative Massen keine gravitativen Dipolwellen geben kann, aber andererseits hatte man wohl gravomagnetische Wellen als mögliche Alternative zur ART-Quadrupolstrahlung längst vergessen oder gar nie in Betracht gezogen; die Multipolentwicklung von elektromagnetischen Wellen, die solche Betrachtungen erst nahelegt oder gar ermöglicht, fand Mie 1908, und die erste „Multipolarbeit“, die den Zusammenhang mit Drehimpuls und Spin leicht verständlich darstellt, erschien vermutlich sogar erst 1950.

Nun noch eine Bemerkung zum Spin von (masselosen) Bosonen: Das ist ein wenig hilfreicher Begriff, da nur der Gesamtdrehimpuls eine Erhaltungsgrösse ist und es keine Rolle spielt, wieviel davon auf den Spin und wieviel auf den Bahndrehimpuls entfällt; der Elektronenspin ist hingegen wesentlich, weil er die (Fermionen-)Halbzahligkeit des Drehimpulses bewirkt. Bei elektro- und gravomagnetischen Wellen kommt es aber nicht auf den Spin an, sondern auf den tiefsten erlaubten Multipolterm der Strahlung.

Letztmals bearbeitet am 1. Juli 2021



25. Januar 2021:

Der WPT-Helligkeitsabstand muss aufgrund eines besseren Verständnisses der WPT-Grundlagen korrigiert werden, was Folgen für den Vergleich mit den Beobachtungen hat, insbesondere mit den Supernova Ia-Helligkeiten und den Messungen der äquivalenten Winkelgrössen von Galaxien. Deutlich merkbar wird der Unterschied aber erst für z-Werte grösser etwa 2. Darum ändert sich beim Vergleich mit den Supernovae eher wenig, da deren höchste z-Werte gerade bei etwa 2 liegen, die allgemein anerkannten wohl sogar unter 1.5, und die äquivalenten Winkelgrössen von Galaxien passen nun sogar merklich besser zur Theorie als vorher, eigentlich so gut, dass kaum noch Raum für eine Grössenzunahme der Galaxien von z ~ 3 bis z = 0 bleibt, was auf einen ziemlich lokalen Energie-Massen-Kreislauf hinweist.

Der Wichtigkeit halber für alle Vergleichsrechnungen stelle ich den alten und neuen Helligkeitsabstand und den Winkelabstand als Funktionen der Rotverschiebung z in der folgenden Tabelle nebeneinander (H ist die Hubblekonstante und c die Lichtgeschwindigkeit):

Gegenüberstellung der alten und neuen Abstandsformeln
A b s t ä n d e ( z ) alt neu
Helligkeitsabstand DH = c/H (1+z) sinh(ln(1+z)) Dies entspricht
dem Leerall- oder Milne-Modell.
DH = c/H (1+z) ln(1+z) Dies entspricht
einem Nulldichte-Modell mit ρ + (3p)/c2 = 0
mit Λ mit negativem Druck.
Winkelabstand DW = c/H sinh(ln(1+z)) DW = c/H sinh(ln(1+z))


Das neue DH fiel natürlich nicht erst jetzt vom Himmel. Es kam schon in der ersten noch etwas saloppen Begründung der WPT bis auf den Faktor (1+z), der der kosmischen Rotverschiebung und Zeitdehnung geschuldet ist, als Eigenlaufzeit der „Lichtspuren“ τ(z) vor. Die Zweifel an DH sind darum sehr alt. Sie tauchten schon bald nach meinem ersten
Vergleich der WPT mit den Supernovamessdaten 2006 auf. Die damaligen Vergleichsrechnungen favorisierten aber – wenn auch keineswegs signifikant – die ursprüngliche Formel vom Dezember 2005. Erst Ende 2015 gab es eine Änderung, als es mir gelang die WPT mittels der NKG besser zu begründen. Diese vertieftere Begründung sprach nun für das neue DH, was mir aber nicht sofort bewusst wurde. Danach wollte ich neue Hellemessungen mit höheren z abwarten, mit denen sich die Güte des neuen DH gegenüber dem alten prüfen lässt; das neue DH wollte ich aber erst hier mitteilen, falls und nachdem es die Prüfung bestanden hatte. Obwohl man die neuen Standardkerzendaten bis zu hohen z, die auf Quasarmessungen beruhen, noch nicht als allgemein anerkannt ansehen kann und ausgerechnet ihre Promotoren eben jetzt teilweise gegenüber ihren älteren Arbeiten Widersprüchliches veröffentlichen, stelle ich die wichtigsten Mess-Modellvergleiche doch schon jetzt vor. Ich hoffe nämlich in absehbarer Zeit ein Buch veröffentlichen zu können, in dem ich in einem Kapitel, an dem ich jetzt schreibe, auch den Helle- und Winkelabstand behandle, und zwar mit dem neuen DH. Das ist natürlich etwas riskant ohne einen Abgleich an allgemein anerkannten Beobachtungsdaten. Darum und weil der Vergleich der WPT mit dem gemessenen Supernova-Hubblediagramm schon vor etwa fünf Jahren wissenschaftspolitische Wellen schlug, was man hier im Teil 5, insbesondere in den Punkten 4 und 5 nachlesen kann, stelle ich nun auch meinen ersten Vergleich der „neuen“ WPT mit einem Quasaren-Hubblediagramm bis z ~ 5 zuerst hier vor. Das neue Hubblediagramm beruht darauf, dass eine italienische Gruppe seit einigen Jahren überzeugt ist, eine Methode gefunden zu haben, mit der man Quasare wie Supernovae Ia als Standardkerzen nutzen kann. In den folgenden zwei Punkten gehe ich auf die neuen Mess-Theorievergleiche mit gemessenen Hubbldiagrammen und äquivalenten Galaxienwinkeln als Funktion von z näher ein:
  1. Modell-Prüfung an gemessenen Hubblediagrammen: Seit wohl etwa zehn Jahren gibt es ernsthafte Anstrengungen Gammablitze und Quasare, die man bis zu sehr hohen z sehen kann, als Standardkerzen zu verwenden. Während man von den Gammablitzen in letzter Zeit eher wenig liest, werden seit etwa fünf Jahren Quasare bis etwa z = 5 als Standardkerzen propagiert. Folgendes Bild links, das ich „Hubble in Trouble“ vom Februar 2019 in Alpha Cephei entnommen habe, gibt einen Überblick:

    Falls die in den roten Sammelpunkten im linken Bild zusammengefassten Quasardaten einigermassen zuverlässig sind, wird die WPT mit altem DH (güne Kurve im rechten Bild) ab etwa z = 2 bis 3 falsifiziert, während die WPT mit neuem DH (rosarote Kurve) gut zu ihnen passt. Ein im Wesentlichen gleiches Hubblediagramm wie hier oben links, in dem auch Gammablitze bis gegen z = 7 berücksichtigt werden, findet man in einer neueren Arbeit vom Juli 2019 von Lusso et al. auf Seite 3, worauf ich hier aber nicht eingehe. Das rechte Bild wäre eine äusserst starke Stütze für die WPT, wenn denn die Abstandsmodule der Quasare vertrauenswürdig wären, was aber leider nicht der Fall zu sein scheint, denn eben jetzt, am 20. bzw. 22. Jan. 2021, nachdem ich das meiste hier schon geschrieben hatte, erschien in arXiv ausgerechnet von den „Erfindern“ der Quasarstandardkerzen völlig Widersprüchliches zu ihren älteren Veröffentlichungen, wie das folgende Bild zeigt.

    Das sieht wie eine verdeckte Rücknahme aller ihrer bisherigen Distanzmodule für Quasare ab etwa z von 2 bis 3 aus, insbesondere wenn man auch die Fehlerbalken ansieht. Da es für die Beurteilung offensichtlich nicht auf Feinheiten ankommt, habe ich die in ihrer Figur 7 auf Seite 8 eingezeichneten Balken symmetrisiert. Sie schreiben zwar, dass die roten Punkte nur der Visualisierung ohne statistische Anwendung – was immer dies bedeuten mag – dienten, aber niemand wählt ohne Not eine Visualisierung, aufgrund derer schon ein kurzer Blick allergrösste Zweifel an seinen gesamten bisherigen und neuen (Quasar-)Veröffentlichungen aufkommen lassen muss. Noch eine Bemerkung zur Einordnung des Hauptunterschiedes zwischen den alten und neuen Quasardaten (ohne Beachtung der Fehlerbalken): Während zu den alten Abstandmodulen sowohl ΛCDM wie die WPT mit neuem DH sehr gut passen, scheint zu den neuen Daten nach kurzer Überprüfung der etwas bekannteren Modelle das altbekannte Einstein-de Sitter-Modell ohne Λ noch am ehesten – wenn auch keineswegs gut – zu passen.

    Der nächst beste Test, nachdem sich die Quasardaten als fragwürdig bis unbrauchbar erwiesen haben, sind Supernovae mit möglichst hohen z. Es scheint, dass momentan eine Supernovazusammenstellung von Scolnic et al. von 2018 am weitesten verbreitet ist mit z-Werten bis gut 2. Im von Messdaten „überfüllten“ Bild mit dem Pantheon-Hubblediagramm aus diesem arXiv-Artikel auf Seite 14 markierte ich einige Punkte ungefähr auf der mittleren Messwertekurve der Abstandmodule; diese Punkte stellen also keine Messdaten dar, sondern ihre etwas unübliche Zusammenfassung. Danach schaute ich, wie gut ΛCDM und die alte und neue WPT-Version dazu passen; die alte Version entspricht dem Leerallmodell bzw. der grünen Kurve im nächsten Bild. In diesem und allen andern Bildern wähle ich H bzw. H0 = 70 (km/s)/Mpc, und für ΛCDM wähle ich jeweils Ωk = 0 und Ωm = 0.3, woraus sich weiter ΩΛ = 0.7 ergibt. Den im Allgemeinen modell- und datensatzabhängigen Parameter für die „wahre“ absolute Helligkeit optimierte ich jeweils für jede Modellkurve mit zugehöriger Hubblemesskurve getrennt; das ist zwingend nötig, wenn man verschiedene Modellkurven mit dem gleichen gemessenen Hubblediagramm vergleichen will, was aber noch immer nicht allgemein beachtet wird, obwohl die Missachtung zu gravierenden Fehlern führen kann und auch schon geführt hat, wie man im Teil 5, speziell in den Punkten 3 und 4, dieser Seite sehen kann. Aber auch die Nobelpreisträger Perlmutter, Riess und Schmidt waren (und sind?) mit solchen Auswertegrundlagen völlig überfordert, obwohl ihre Programme teilweise richtige Resultate lieferten; diesen geradezu skandalösen Nobelpreis hatte ich schon am Bekanntgabetag kritisch kommentiert (siehe weiter unten). Irritierend ist auch, dass Hillebrandt, ein bekannter Supernovaspezialist, der Perlmutter zu kennen scheint, in einem ansonsten guten Video vom 21. Sept. 2021 noch immer von alten, grob falschen Auswertungen ausgeht, wie eine Bildschirmaufnahme belegt, wonach ein leeres Allmodell schon von den Supernovadaten bis z ~ 1 ausgeschlossen werde.

    Aus diesem Bild ergibt sich, dass das alte WPT-Modell ab einem z von etwa 1.5 schlechter als das neue Modell zu den Messdaten passt; das neue Modell – genau wie auch ΛCDM – scheint aber perfekt zu passen, ein recht schönes Resultat für die WPT auch ohne die Quasarmessungen, würde ich meinen. Die Sache mit den Quasaren oben lasse ich vor allem darum stehen, weil sie ein schönes Beispiel dafür ist, wie Forschung an vorderster Front manchmal in praxi abläuft.


  2. Modell-Prüfung an gemessenen äquivalenten Galaxienwinkeln: Die Bilder mit dem alten (links) und neuen (rechts) WPT-Messvergleich mit äquivalenten Galaxienwinkeln favorisieren das neue DH:

    In die Ermittlung der äquivalenten Galaxienwinkel geht die Galaxienhelligkeit ein, weswegen sie – ausser für sehr kleine z – von DH abhängig sind, während die theoretische Winkelkurve davon nicht abhängt. Entsprechende Vergleiche mit dem alten WPT-Modell und weiteren Modellen hatte ich schon 2013 in Anlehnung an eine Arbeit von López-Corredoira gemacht; siehe dazu die Abschnitte 6.5 und 6.6 in Weltpotentialtheorie –– Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell. Schon das alte WPT-Modell erwies sich damals als das beste aller betrachteten Modelle, während man mit ΛCDM die beobachteten äquivalenten Galaxienwinkel noch nicht einmal näherungsweise erhält, wie folgendes Bild zeigt:

    Besonders zu beachten ist, dass es beim Mess-Theorievergleich mit gemessenen Galaxienwinkeln keinen freien Parameter gibt wie beim Mess-Theorievergleich von Standardkerzen, deren absolute Helligkeit modellunabhängig nicht bzw. nur ungefähr bekannt ist, während die wahre Grösse genügend naher Galaxien mit z kleiner etwa 0.1 klassisch, also modellunabhängig und bis auf Messfehler exakt bestimmt werden kann.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die WPT mit dem – von der Theorie geforderten – neuen DH sowohl zu den wohl besten heute verfügbaren Supernova-Daten wie zu den schon vor etwa 10 Jahren ermittelten äquivalenten Galxienwinkeln sehr gut passt, während die alte WPT-Version schlechter zu den Supernovadaten mit z grösser etwa 1.5 passt. Bei den Galaxienwinkeln ist das schlechtere Abschneiden der alten Version weniger deutlich, ausser man geht davon aus, dass es zwischen z etwa 3 bis z = 0 im statistischen Mittel keine Grössenänderung der Galaxien gibt, was auf einen recht lokalen Massen-Energie-Kreislauf hindeutet, den es in einer statischen Kosmologie zwingend geben muss; die bisher gefundenen mutmasslichen Teile eines solchen Kreislaufes – gewisse Supernovaexplosionen mit Elementeverdampfungen, die den Vorläuferstern vollständig zerstören – sind tatsächlich äusserst lokale Ereignisse.

Neu erstellt am 25. Jan. 2021 und letztmals bearbeitet am 27. September 2021




Aktueller Stand
bis etwa 2021

Die Weltpotentialtheorie basierte von Anfang an auf einer völlig neuen kosmischen Gravitationstheorie und hatte auch auf lokalen Skalen eine neue Interpretation ins Spiel gebracht. Bei diesen grundsätzlichen Fragen bin ich seit etwa Ende 2012 schrittchenweise weitergekommen und meine nun (Herbst 2015), kosmische und lokale Gravitation auf ein tragfähiges, gemeinsames Konzept, die Neuklassische Gravitation (NKG), zurückführen zu können. Implizit war fast alles auch schon bisher irgendwo in der WPT zu finden gewesen, auch wenn die Bedeutung der Rindlermetrik bei der Begründung der Theorie noch überschätzt wurde. Jetzt habe ich die schon alte Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“ leicht überarbeitet und einen neuen Anhang F mit einem NKG-Überblick hinzugefügt, der auch für sich allein verständlich sein sollte, mindestens wenn man die WPT schon ein bisschen kennt; man findet diesen Anhang ab Seite 34 in der neuen Version der genannten Arbeit, und hier geben wir einen kurzen NKG-Überblick in Prosa, der allerdings auch einige Kenntnisse über die heutige Standard- bzw. ART-Gravitationstheorie und Kosmologie voraussetzt:

Statik und Quasistatik

Da die Neuklassische Gravitation eine Konkurrenztheorie zur metrischen ART ist und die NKG den ART-Metriken entsprechende Schein- oder Rechenmetriken kennt, stellen wir die wichtigsten statischen und quasistatischen Metriken, die – bis auf Gravitationswellen – alle mehr oder weniger präzisen und direkt überprüfbaren Gravitationserscheinungen abdecken, einander gegenüber:

ART-NKG-Gegenüberstellung
ART NKG Anwendungen ART-NKG-Unterschiede
Friedmannmetrik Konforme WPT-Metrik Kosmologie Siehe ΛCDM-WPT-Vergleich
Schwarzschildmetrik (NKG-)Schwarzschildmetrik Zentralsymmetrische Himmelsmechanik ohne MOND-Zone Noch keine nachweisbar
Kerrmetrik Karussellmetrik Thirring-Lense-Effekt Noch keine nachweisbar

In der ART werden die Metriken aus den Feldgleichungen unter Benützung der angenommenen Symmetrien hergeleitet und in der NKG aus Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907, aus dem SRT-Formalismus, den klassischen Poissonpotentialen und dem Weltpotential, der Magnetmomentanalogie und einer neuen Längendefinition in Schwerefeldern, die auf Potentialdifferenzen der überall vorhandenen Schwerefelder zurückgeführt wird. Weil diese nicht direkt gemessen werden können, muss man Distanzen aber nach wie vor – wie in der SRT – mit Lichtlaufzeiten messen, genau wie das auch die Natur tut, da alle makroskopischen Objekte letztlich auf die Elektrodynamik zurückgeführt werden können, z.B. auch reale „Starrstäbe“. Das führt aber zu Fehlern bei den Längenmessungen, weil Lichtstrahlen von Schwerefeldern beeinflusst werden, und diese „Fehler“ täuschen dann einen gekrümmten Raum vor. D.h. aber, dass in der NKG die Allgemeingültigkeit des SRT-Formalismus „nur“ auf der Messmethode von Zeit- und Längenmessungen, die auf der Elektrodynamik fussen, aber nicht auf einer Neudefinition des Raumzeitbegriffes, gar einer Union von Raum und Zeit beruht, wie vor allem Minkowski dachte und wie sie Poincaré formal erstmals eingeführt hatte. Darum gibt es im Rahmen der NKG auf den ersten Blick keinen zwingenden Grund den SRT-Formalismus auf die Gravitation auszudehnen, insbesondere könnte man meinen, dass die Gravitationswellengeschwindigkeit cg nicht unbedingt der Lichtgeschwindigkeit c zu entsprechen brauche. Denkt man aber daran, dass im Rahmen meiner vor bald 20 Jahren angedachten Spurentheorie, einer unüblichen SRT-Interpretation, weder Lichtstrahlen noch schnelle Teilchen (z.B. Myonen) aus ganz grundsätzlichen Gründen direkt gemessen werden können, sondern nur ihre Spuren (z.B. angeregte Atome) im Messsystem und die Grenzgeschwindigkeit c nur für diese Spuren gilt, dann ist es fast zwingend, dass für die von Gravitationswellen ausgelösten Spuren cg = c gilt; eine kleinere Geschwindigkeit steht aus vielerlei Gründen bei der Gravitation ohnehin nicht zur Debatte, und eine grössere Geschwindigkeit verbietet der in der WPT-Kosmologie so erfolgreich benutzte SRT-Formalismus. Nun noch etwas mehr zu obigen drei Fällen:

Die absolut definierte (ΛCDM-)Friedmannmetrik beschreibt ein expandierendes All und braucht dafür mindestens 6 freie Parameter und teilweise sogar Parameterfunktionen. Statt der Friedmannmetrik kann man in der ART auch eine zur Friedmannmetrik äquivalente absolut definierte, konforme Metrik verwenden, die alternde Weltmodelle mit irgendwelchen zeitlich variablen Naturkonstanten nahelegt; besonders beliebt ist immer wieder eine variable Lichtgeschwindigkeit, aber eine Vereinfachung bzw. Verringerung der freien Parameter haben solche Modelle bisher nicht gebracht (siehe Abschnitt 4.1 in der Arbeit Weltpotentialtheorie). Ganz anders die stabil statische WPT-Kosmologie mit der „nur“ (testmassen-)relativ definierten, konformen WPT-Metrik: Sie braucht nur einen einzigen, nur leicht freien Parameter, die mittlere Dichte des Weltalls, und beschreibt die Beobachtungen – bis auf die Kräuselungen der Hintergrundstrahlung (HS) auf Mikrokelvinskalen – gesamthaft gesehen trotzdem weit besser als die Standardkosmologie (siehe den plakativen ΛCDM-WPT-Vergleich). Bei angenommener Richtigkeit der einparametrigen WPT ist es auch kein Wunder, dass man mit ΛCDM die HS-Anisotropien recht gut beschreiben kann, weil es dafür in ΛCDM die nach WPT überzähligen Dichteparameter für DM und DE gibt, während drei der übrigen ΛCDM-Parameter (kosmische „Saitenlänge“, Schwankungsamplitude und Spektralindex) physikalisch naheliegende Parameter für die approximative Beschreibung ziemlich beliebiger Kräuselungen sind, und die optische Streutiefe ist bezüglich der HS nicht nur in Urknall-, sondern auch in Müdlichtmodellen zu beachten, wo die HS rotverschobenes und nachthermalisiertes Galaxiensternenlicht ist.

Schwarzschild- und NKG-Schwarzschildmetrik sind formal fast identisch, aber in die NKG-Schwarzschildmetrik gehen nur Potentialdifferenzen und nicht die Potentiale selbst ein wie bei der (ART-)Schwarzschildmetrik (siehe Anhang C.3 meiner „WPT/NKG-Arbeit“). Das führt z.B. zu einer ganz leicht unterschiedlichen gravitativen Frequenzverschiebung in zentralsymmetrischen Schwerefeldern, was trotz der Kleinheit des Unterschiedes mindestens grundsätzlich irgendwann überprüfbar werden sollte.

Die Karussellmetrik besitzt kein klassisches Vorbild wie die Schwarzschildmetrik mit dem klassischen Massenpunktfeld, von dem man ausgehen kann, aber immerhin die Analogie des magnetischen Momentes einer rotierenden Ladungsverteilung; mehr findet man dazu im Anhang F.6 meiner „ WPT/NKG-Arbeit“.


Die MONDsche Galaxiendynamik ist einerseits ein Glanzstück von NKG und WPT und andererseits noch ein theoretischer Schwachpunkt:
  • Bei lokalen Schwerebeschleunigungen kleiner etwa Hc beginnt die kosmische Bremsbeschleunigung Hc wichtig zu werden und schliesslich zu dominieren. Weil sie sich im Sinne von Faradays Feldlinienkonzept an den lokalen newtonschen Feldlinien ausrichtet und sie verstärkt, kann sie DM vortäuschen und erklärt so mit ein bisschen Heuristik die beobachtete MONDsche Galaxiendynamik (flache Rotationskurven und Tully-Fisher samt MONDscher Massendiskrepanzbeziehung) ohne DM; mehr zu MOND findet man im Abschnitt 6.8 der Arbeit Weltpotentialtheorie.

  • Die MONDsche Galaxiendynamik müsste theoretisch aus einer Überlagerung der Weltbremsbeschleunigung mit den lokalen Feldern folgen, in zentralsymmetrischen Fällen also aus einer Überlagerung der WPT-Metrik mit der NKG-Schwarzschildmetrik, was aber in der NKG viel schwieriger ist als in der ART und bei Newton, weil das Weltpotential kein klassisches, konservatives Potential ist wie ein Poissonpotential.
Der grösste Erfolg der WPT ist aber vermutlich die Erklärung der mehr oder weniger sicher nachgewiesenen beschleunigten Expansion des Alls im Rahmen der Standardkosmologie als Trugbild „müden“ Lichts im Sinne von Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907. Die WPT kann darum – bei bekanntem H – die etwa richtige Grösse von Λ angeben, die man im Rahmen von Supernovadatenauswertungen mit der Standardkosmologie bei angenommener Richtigkeit der WPT erhalten muss!
Aber auch H kann bis auf ein bis zwei Grössenordnungen korrekt aus der mittleren Dichte des bekannten Alls berechnet werden, weil H in der WPT kein Mass für die Expansionsgeschwindigkeit, sondern für die (scheinbare) Expansionsbeschleunigung bzw. (wahre) Weltbremsbeschleunigung Hc ist.

Dynamik

Bis hierher ging es nur um statische oder quasistatische Schwerefelder. D.h. eine von der Lichtgeschwindigkeit c verschiedene Gravitationsgeschwindigkeit cg würde sich in allen bisher betrachteten Fällen nicht ohne weiteres zu erkennen geben. Das ist erst bei den bei Binärpulsaren indirekt nachgewiesenen Gravitationswellen anders, denn in sie geht cg ganz direkt ein. Im Rahmen der ersten Version der NKG hielt ich es allerdings fälschlicherweise für einen sehr unwahrscheinlichen, erklärungsbedürftigen Zufall, wenn cg = c sein sollte; ich erwartete damals eher, dass cg > c sei oder dass man gar mit Newton in guter Näherung cg = ∞ setzen dürfe, was auch den bisherigen Misserfolg beim versuchten direkten Nachweis von Gravitationswellen erklären würde, z.B. den (mindestens noch) nicht gefundenen Gravitationswellenhintergrund mit Pulsarzeitmessungen, den man von sich umkreisenden superschweren Galaxienkernen erwartet. Erst LIGO löste wieder ein Umdenken aus:

Ergänzungen nach ersten LIGO-Veröffentlichungen:
  1. Mein Sofortkommentar vom 12. Februar 2016: Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Frühling, aber alles, was bisher bekannt wurde, deutet auf ein echtes Gravitationswellensignal hin. Aufgrund der vorliegenden Informationen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich cg = c als richtig herausstellen wird, was aber kein grundsätzliches Problem für die NKG ist; cg erhält man, sobald man Gravitationswellensignale misst, die man elektromagnetisch detektierten Ereignissen – z.B. Supernovae – zuordnen kann.

  2. Am Ende meines Vortrags über die Kernpunkte der WPT an der DPG-Frühjahrstagung 2016 in Hamburg am „ Kosmologienachmittag“ des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie wagte ich (nur mündlich) eine wohl nicht ganz uninteressante Prognose:
    In der NKG erwarte ich bei Gravitationswellen in Schwerefeldern keine Zeitverzögerung wie bei Licht, weil Gravitationswellen so wenig mit Schwerefeldern wechselwirken werden wie Licht mit elektromagnetischen Feldern.
    Wenn das richtig ist, wird man auf elektromagnetische Signale vom LIGO-Binärkollaps noch über 50 Millionen Jahre warten müssen.

    Neu daran ist, dass ich seit etwa ein bis zwei Tagen nach den LIGO-Veröffentlichungen zu wissen meine, warum im schwerefeldfreien SRT-Raum sehr wahrscheinlich cg = c sein muss. Mehr dazu findet man ganz am Schluss im Anhang F.7.3 „Zur Gravitationswellenfrage nach dem LIGO-Ereignis Teil I“ in der neuesten Version der Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“, auf die ich hier schon weiter oben verwies.
Nachtrag vom 20. Mai 2016:

Inzwischen halte ich die oben gemachte Prognose für falsch, weil sich Gravitationswellen aufgrund des für die WPT – und damit auch die NKG – zentralen Äquivalenzprinzips zwischen Energie und träger Masse in Schwerefeldern gleich verhalten sollten wie Lichtwellen (siehe auch Anhang F.7.4 in der „ WPT/NKG-Arbeit“). Ich ziehe deswegen nun aber ein modifiziertes Äquivalenzprinzip zwischen Energie und träger Masse in Betracht: Neu soll nur noch lokalisierbaren Energiedichten träge Masse zukommen, also zwar Gravitationswellen, aber nicht gravitativer Bindungsenergie, was es der NKG weiterhin erlauben sollte, das fundamentale Nichtlinearitätsproblem der ART zu vermeiden.

Zur Art der NKG-Gravitationswellen

NKG-Gravitationswellen sind sehr wahrscheinlich Vektor- und nicht Tensorwellen, also Spin 1- und nicht Spin 2-Wellen wie in der ART, da ich bisher keinen Grund sehen kann, warum sich Gravitationswellen von Lichtwellen in der NKG diesbezüglich unterscheiden sollten, da die ART-Feldgleichungen in der NKG ja abgelehnt werden; Vektorgravitationswellen wurden schon 1893 von Heaviside vorhergesagt.
Diese Frage wird sich wohl schon sehr bald klären lassen, insbesondere seit es Gerüchte gibt, dass mindestens ein Gravitationswellensignal mit optischer Identifizierung gemessen worden sei, was die genaue Richtung des Gravitationswellensignals ergibt. Weil es Gravitationswellenrichtungen relativ zum Interferometerempfänger gibt, für die ein Empfänger blind ist und diese Richtungen für Vektor- und Tensorwellen deutlich verschieden sind, kann man so auf einfache Weise feststellen, ob man es mit einer Vektor- oder Tensorwelle zu tun hat.

Nachtrag vom 28. Sept. 2017:

In der
Arbeit der LIGO-VIRGO-Kooperationen vom 27. Sept. 2017 wird überzeugend dargelegt, dass die detektierten Gravitationswellen Tensorwellen sind, was meine NKG mindestens dann widerlegte, wenn die NKG wirklich und zwingend Vektorwellen vorhersagte. Allerdings war ich da sicher insofern voreilig, als es für eine solche Prognose natürlich nicht genügt, bisher keinen Grund zu sehen, warum sich Gravitationswellen in dieser Hinsicht von Lichtwellen unterscheiden sollten, wie ich das hier oben tat.
Seit zwei Jahren gibt es sogar einen starken Hinweis, der mir aber erst jetzt wieder richtig bewusst wurde, dass meine alten Überlegungen zur Art der Gravitationswellen in der NKG tatsächlich falsch sein könnten, weil nämlich die NKG-Schwarzschildmetrik besser mit der ART-Schwarzschildmetrik übereinstimmt als die zentralsymmetrische Metrik der bekannten gravomagnetischen ART-Näherung, die auf Vektorgravitationswellen führt, was sich nun als falsch herausgestellt hat; lange Zeit hatte ich fälschlicherweise gedacht, dass die Gravomagnetik die Gravitation vielleicht besser beschreiben könnte als die ART.
Weiter weise ich darauf hin, dass diese Fragen nur die NKG, aber nicht die WPT betreffen, auch wenn die WPT ohne NKG nicht als fundamentale, universelle Theorie angesehen werden kann.

Nachtrag vom 29. Mai 2021:

Die LIGO-VIRGO-Polarisationsmessungen widerlegen Heavisides gravomagnetischen Schwerewellen nicht, weil diese primär Quadrupol- bzw. Tensor- und nicht Vektorwellen sind, wie ich damals fälschlicherweise glaubte: Dazu verweise ich auf „Neues“ oben auf dieser Seite.

Nachtrag vom 17. April 2022:

Einige Zeilen weiter oben schrieb ich, dass ich lange Zeit fälschlicherweise gedacht hätte, dass die Gravomagnetik die Gravitation vielleicht besser beschreiben könnte als die ART. Das war nicht falsch, sondern goldrichtig, wie sich jetzt gezeigt hat. Dazu verweise ich auf „Neues“ oben auf dieser Seite.

Neu erstellt am 10. Dez. 2015 und letztmals bearbeitet am 6. Juni 2021; einige der folgenden Teile der Seite sind (ver)alt(et) bzw. etwas überholt.





Präsentationen und Vorträge

Mein WPT-Lehrplakat war bisher an fünf Konferenzen zu sehen: an der Herbsttagung 2010 der AG in Bonn, der Frühjahrstagung der DPG 2011 in Karlsruhe, der Herbsttagung 2011 der AG in Heidelberg, der Forschungskonferenz Das dunkle Universum 2011 in Heidelberg und der SPG-Tagung 2012 an der ETH Hönggerberg, wo ich es zusammen mit einem neuen WPT-Basis-Plakat vorstellte. An der Frühjahrstagung der DPG 2011 hielt ich einen Vortrag, der WPT-, Kepler/Newton- und ART-Gravitation – getrennt nach lokalen und kosmischen Skalen – miteinander vergleicht, und an der Frühjahrstagung der DPG 2016 stellte ich – ausgehend von der Newtonschen (ΛCDM-)Kosmologie – in einem Vortrag die Kernpunkte der WPT vor und zeigte auf einem Plakat, dass die Beobachtungen besser zur WPT als zu ΛCDM passen.

Die wichtigste all dieser Konferenzen war die Forschungskonferenz in Heidelberg, die sich primär mit Dunkler Materie (DM) und Energie (DE) befasste, aber auch mit modifizierten Gravitationstheorien, zu denen auch die WPT gehört:


In der Höhle des Löwen, im dunklen Universum in Heidelberg
und

der obskure DE-Nobelpreis 2011

Vom 4. bis 7. Oktober 2011 fand in Heidelberg im Rahmen des Forschungsförderprogrammes TRR33 eine Konferenz über das dunkle Universum statt, an der ich das WPT-Lehrplakat an einer sogenannt „hochkarätigen“ Forschungskonferenz erstmals ganz offiziell präsentieren durfte, obwohl ich den Einreichetermin verpasst hatte.

Während dieser Konferenz wurden die Gewinner des Nobelpreises 2011, mit dem die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums und der dunklen Energie gewürdigt werden sollte, bekannt gegeben. Am Nachmittag des Bekanntgabetages hielt Bruno Leibundgut von der ESO, der viele Jahre prominentes Mitglied der einen Supernovagruppe war, die (über Riess und Schmidt) den Nobelpreis erhalten hatte, einen Vortrag zur Situation der Supernovamessungen; seine erste Folie zeigte ein brandneues Dankesschreiben von Brian Schmidt, dem frisch gebackenen Nobelpreisträger. Diesen Vortrag nahm ich dann während der anschliessenden Diskussion zum Anlass, den „DE-Nobelpreis“ mit Verweis auf mein WPT-Lehrplakat kritisch zu kommentieren:

Während besonders heute männiglich meint, dass die Supernovabeobachtungsdaten der bisher beste Beweis für eine beschleunigte Expansion des Alls seien, sind sie wohl in Wahrheit der bisher beste Beweis für ein statisches All mit Lichtermüdung auf der Basis gravitativer Rotverschiebung und Zeitdilatation, der denkbar besten Basis für eine Lichtermüdungstheorie überhaupt.
Dieser Kommentar blieb bis heute unwiderlegt und unwidersprochen, obwohl ich ihn in Gegenwart der internationalen „DM- und DE-Prominenz“ gemacht hatte. Schlimmer ist aber: Leibundgut – aber sehr wahrscheinlich auch Riess und Schmidt und damit noch viele andere – kannten die Grundidee meiner neuen Kosmologie seit Mitte Dezember 2005, weswegen Goobar und Leibundgut in einer Arbeit (Seite 53, Figur 3) vom 7. Februar 2011 bei mit Supernovadatenauswertungen wenig vertrauten Leuten den grob falschen Eindruck erweckten, dass die Supernovamessdaten mit der WPT-Theoriekurve unverträglich seien, ohne aber die WPT direkt zu nennen oder zu zitieren; so etwas nenne ich ein Plagiat 2. Art. Noch deutlicher wurde Ruth Durrer von der Uni Genf in einer Arbeit vom 29. März 2011 mit der suggestiven Figur 1 auf Seite 5. Da sich Ruth Durrer und Bruno Leibundgut gut kennen und die Veröffentlichungszeiten untereinander und im Hinblick auf die Nobelpreisvergabe im Herbst gut abgestimmt zu sein scheinen, ist eine Absprache wahrscheinlich, um den früheren Gruppenkollegen Leibundguts den Weg zum Nobelpreis frei zu machen, da es für (noch) umstrittene Theorien keine Nobelpreise gibt. Meine fachliche Stellungnahme zur Goobar/Leibundgut-Arbeit findet man auf Seite 35 meines neuen WPT-Übersichtsartikels; diese Antwort korrigiert auch den falschen Eindruck, den Ruth Durrer mit ihrer Figur 1 zu erwecken wusste (siehe dazu aber auch Punkt 3 unter „Fragen und Antworten“). Besonders brisant: Mindestens Ruth Durrer erweckte diesen falschen Eindruck nachweislich wider besseres Wissen!


Erste „offizielle“ Zweifel an DM und DE an einer Tagung in Neapel Anfang 2017
mit

diskussionsbereiter Basis und (noch?) dogmatischer Nomenklatura

Dies ist vermutlich die erste Konferenz, an der vor allem Vertreter der Standardkosmologie teilnahmen und an der in Prof. Binneys Tagungsrückblick trotzdem ernsthaft die Frage aufgeworfen wurde, ob DM (und DE) vielleicht doch nur Illusionen seien. Die Konferenz „Helles und dunkles Universum“ fand vom 29. Januar bis am 2. Februar 2017 in Neapel statt: Obwohl ich weder ein Plakat präsentierte, noch einen Vortrag hielt und mich nicht einmal vorgängig anmeldete, denke ich doch, dass ich meine Anliegen vorbringen konnte und dass sie gehört wurden, nicht zuletzt weil McGaugh mit seinen überzeugenden Ausführungen die Bereitschaft stark erhöht hatte, neue Physik in Betracht zu ziehen. Nun meine Hauptargumente:
  1. Mein sinngemässer Kommentar in der Diskussion nach dem Vortrag „Erweiterte Gravitationstheorien“ von A. Silvestri: Jedermann vergisst das Hauptproblem: Die MONDsche Galaxiendynamik ist nicht ein Beweis oder Hinweis für DM, sondern sie falsifiziert mit allergrösster Sicherheit die ART und entzieht damit allen hier betrachteten Theorien und/oder Modellen die Grundlage.

  2. Meine Kommentare im Rahmen der allgemeinen Schlussdiskussion am Donnerstagmorgen:

    1. Ziemlich am Anfang der Diskussion nannte ich drei Punkte für ein stabil statisches Müdlichtuniversum:
      1. Wenn es eine für Licht konstante, gravitative universelle Bremsbeschleunigung geben sollte, dann erhält man die kosmische Rotverschiebung und Zeitdehnung als Gravitationseffekt.
      2. Das widerlegte, altbekannte Steady-State-Modell ist nicht statisch; es expandiert.
      3. Ein konstant beschleunigt expandierendes, homogen-isotropes Universum entspricht im Sinne von Einsteins Äquivalenzprinzip ungefähr einem stabil statischen All mit konstanter, gravitativer Bremsbeschleunigung.

    2. Schliesslich konnte ich noch folgenden Schlusskommentar anbringen (der Diskussionsleiter gab mir nur dank der Hilfe des Vorredners widerwillig eine Minute, nachdem er mich zuvor bewusst übergangen hatte):
      Wie die MONDsche Galaxiendynamik und McGaugh's Ausführungen deutlich zeigen, besitzt das Standardmodell zu viele freie Parameter. Mein Müdlichtmodell (WPT) kann die wichtigsten Beobachtungen allein mit der Schwerkraft besser oder ähnlich gut wie ΛCDM erklären und braucht dazu nur einen einzigen leicht freien Parameter: die mittlere Dichte des Weltalls.
Soweit ich es beurteilen kann, hat mindestens eine starke Mehrheit der Nomenklatura zwar begriffen, dass die ART sehr wohl falsch sein könnte, aber ein stabil statisches Müdlichtuniversum löst so etwas wie einen pawlowschen Abwehrreflex aus, der jedes vernünftige Denken blockiert. Das ist bei der Basis, dem Physikerfussvolk, zwar anders, aber mittels Sprach- und Wahrheitsdiktat über die gleichgeschalteten Wissenschaftsmedien (arXiv, Elsevier, Springer, ...) und der „Klonisierung“ mittels permanenter weltweiter Wissenschafterdurchmischung (Bologna, Erasmus, ...) hat die zentral gesteuerte Nomenklatura das Wissenschafterfussvolk fest im Griff, nicht zuletzt natürlich mittels der sehr effizienten, aber menschenverachtenden, weltweit eingesetzten Zeitstellenpeitsche. All dies läuft ausgerechnet unter den euphemistischen Namen der Forschungs- und/oder Pressefreiheit, die es ermöglichen, alle sonst üblichen Kontrollsysteme auszuhebeln und sich selbst der Gerichtsbarkeit zu entziehen und das Diskriminierungsverbot (z.B. Diskriminierung aufgrund der Muttersprache oder einer fehlenden Staats/Instituts-Anstellung) mit Füssen zu treten.


DPG-Frühjahrstagung 2019 mit Simplicissimus an der TU München

Am 19. März 2019 hielt ich einen Kurzvortrag am Ende der Kosmologie-Nachmittagssitzung (siehe
hier); der Leiter (Giulini) und sein Vize des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie (GR) demonstrierten ihr Desinteresse durch Abwesenheit; man hatte das Feld Ruth Durrer von der Uni Genf überlassen, meiner bekannten Hauptgegnerin in der Schweiz, die am Morgen den Plenarvortrag ?Testing General Relativity with Cosmological Observations? gehalten hatte, wo sie lobenswerterweise erstmals klar festhielt bzw. endlich eingestand (siehe dazu Punkt 3 unter „Fragen und Antworten“), dass DM und DE annahmeunabhängig durch Beobachtungen nicht belegt, sondern nur „postuliert“ seien. Man erwartete wohl von ihr, dass sie mich ein für alle Male in die Schranken weise, was sie aber gar nicht erst versuchte. Sie verliess den Hörsaal aber kommentarlos mit versteinerter Miene sofort nach meinem Vortrag. Die Moderation besorgte ein DPG-Helfer.

Meine Vortragsfolien findet man hier oder als Video hier; dieser Vortrag enthält den vermutlich bisher leichtest und schnellst verständlichen Zugang zu NKG und WPT, mindestens für Leute, denen es nicht um Feinheiten und mathematische Strenge geht, sondern primär um die Kernideen und Resultate; er setzt aber relativ gutes kosmologisches Grundwissen voraus. Zuerst sah es kurz so aus, als ob niemand eine Frage stellen oder einen Einwand erheben würde, dann meldete sich aber der DPG-Simplicissimus (Simpl.) nach meiner Erinnerung mit folgender Frage:

Simpl. Kann Ihre Theorie etwas, was die ART nicht kann?
Ich verstand ihn anfänglich nicht ganz, weil ich versuchte etwas Sinnvolles aus seiner Frage herauszulesen, was man nicht schon weitgehend dem Titel meines Vortrags entnehmen kann, was allenfalls bei lokalen Skalen der Fall sein könnte. Danach wies ich aber auf die Folie mit den scheinbaren, kosmischen Galaxienwinkeln als Funktion der Rotverschiebung hin, wo man sofort sieht, dass die Beobachtungsdaten in der WPT weit besser zu den Theoriewerten passen als in ΛCDM.
Simpl. fragt nach der Beschriftung der Ordinate; die inhaltliche Aussage der Folie interessiert ihn ganz offensichtlich nicht.
Ich kann die Beschriftung in der Projektion – seltsamerweise anders als in den oben anklickbaren Folien – auch nicht lesen, nehme aber (richtigerweise) an, dass es sich um Bogensekunden handle, weise aber (fälschlicherweise) nicht darauf hin, dass dies in dieser Graphik, wo es ausschliesslich um den Vergleich von Mess- und Theoriewerten geht, eh völlig irrelevant ist.

Moderator schliesst Sitzung.

Ich spreche Simpl. nun direkt an, worauf ich sehr bald merke, dass er so etwas wie ein inoffizieller DPG-Vertreter ist. Nun kam es zu einem etwas längeren Disput, an den ich mich aber nur ungefähr und sinngemäss erinnere; ich versuche kurz zusammenzufassen:

Ich Kennen Sie die Newtonsche Kosmologie?
Simpl. Ja, natürlich; danach spricht er von einer Verbindung von Mikro- und Makrokosmos, die es bei mir offensichtlich nicht gebe.
Ich Was meinen Sie damit?
Simpl. In der Standardphysik gilt das 1/r2-Gesetz von der Quantenelektrodynamik bis zur Kosmologie, während es bei Ihnen plötzlich ein divergierendes r-Gesetz für ein Weltpotential gibt.
Ich Bei mir gibt es das 1/r2-Gesetz natürlich auch; das findet man schliesslich schon bei Kepler in Form eines ?vorweggenommenen? Gaußsatzes; dazu muss man nicht die Teilchenphysik bemühen.
Simpl. Dies Gesetz stammt von Newton, nicht von Kepler, oder können Sie sagen, wo man bei Kepler den Gaußsatz findet?
Ich Die Seite kann ich jetzt nicht nennen, aber das findet man im Mars-Teil; inzwischen habe ich nachgeschaut: Man findet es ab Mitte Seite 223 im Kapitel 33 der Caspar-Übersetzung von 1929. Es ist für heutige Leser darum nicht leicht verständlich, weil Kepler es dort auf eine vermeintlich nötige, vom Sonnenäquator ausgehende „Tangentialkraft“ auf die Planeten anwendet, weil das moderne (lokale) Trägheitsgesetz zu Lebzeiten Keplers noch nicht bekannt war und Kepler hierin noch von Aristoteles ausging.
Simpl. beharrt darauf, dass bei mir die Mikrophysik mit dem 1/r2-Gesetz fehle.
Ich Denken Sie doch an die (lokale) NKG-Schwarzschildmetrik.
Simpl. wiederholt seinen Einwand gegen das divergierende r-Gesetz des kosmischen Potentials.
Ich In der Newtonschen Kosmologie gibt es sogar ein divergierendes r2-Potential; Sie haben doch behauptet, die Newtonsche Kosmologie zu kennen; wollte wegen Inkompetenz meines Gesprächspartners eigentlich schon gehen.
Simpl. Werden Sie nicht persönlich, ich tue das ja auch nicht. Zur Sache: Ein solches Potential braucht man in der Newtonschen Kosmologie nicht.
Ich weise auf die Lehrbücher von Goenner und Rebhan hin.
Simpl. wird kurz unsicher, lenkt ab und meint nun sinngemäss, dass bei mir die lokale und kosmische Physik keine gemeinsame Basis wie in der ART hätten.
Ich Gemeinsame Basis ist in der heute vorgestellten Begründung der NKG Einsteins Äquivalenzprinzip von 1907, das lokal zur NKG-Schwarzschildmetrik und kosmisch zur WPT-Metrik führt; aufgrund des Äquivalenzprinzips gibt es zu einem kosmischen Modell mit konstant beschleunigter Ausdehnung ein äquivalentes Gravitationsmodell mit konstanter Schwerebremsbeschleunigung.
Simpl. akzeptiert dieses Argument nicht; er scheint noch nicht einmal Einsteins Äquivalenzprinzip in seiner einfachsten Form von 1907 zu kennen bzw. zu verstehen, und er fragt nochmals nach, ob mein Modell wirklich statisch sei; er hat offenbar während des Vortrags nicht zugehört bzw. nichts verstanden.
Ich breche das Gespräch wegen Zwecklosigkeit ab, sage aber noch, er solle seinen Vorgesetzten ausrichten, dass es eine masslose Unverschämtheit sei, mich für 12 Minuten, die keine Vertiefungen zulassen, für eine derart wichtige, ja revolutionäre, nicht schon allgemein bekannte Sache hierher kommen zu lassen.

Ich füge jetzt hinzu: Die Repression in den Wissenschaften ist heute schon weit schlimmer als zu Zeiten Keplers und Galileis (bez. DPG siehe auch Punkt 4 unter „Fragen und Antworten“), und sogar Galileis Simplicio ist auferstanden.







Überblick

Für Fachkundige gibt es einen kurzen Übersichtsvortrag zu WPT und NKG als
Video.


Eine ausführliche, jeweils (fast) aktuelle Einführung in die WPT findet man im Aufsatz
Weltpotentialtheorie
Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell


Eine erste kurze Einführung in die Thematik findet man in der
Grundsatzkritik an der Standardkosmologie
Sie setzt aber Grundkenntnisse der Materie voraus.



Die klassische Gravitation ist sowohl nach Newton wie nach Einstein eine lokale Theorie, die für eine unendlich ausgedehnte Welt keine wohl definierten Aussagen ohne Zusatzannahmen über die Art der Unendlichkeit des Kosmos machen kann. Eine wichtige, oft wohl unausgesprochen für richtig angesehene Annahme besagt, dass eine isotrope, unendlich mächtige und ausgedehnte Massenschale, die jeden endlichen, prinzipiell wenigstens beobachtbaren, um den Beobachter zentrierten Teil des Alls hypothetisch umschliesst, kein Schwerefeld in ihrem Innern erzeugt; für endliche (und potential unendliche), isotrope Massenschalen gilt dies in Strenge für Newton und die ART (Birkhofftheorem). D.h. aber, dass die bekannten Schwerefelder – wenigstens bei einer im ganz Grossen isotropen Welt – nach Newton und ART nur von den lokalen Massen- und Energieverteilungen abhängen.

Das einstein/machsche Prinzip (siehe z.B. Wikipedia) besagt allerdings, dass die nach Newton letztlich nur axiomatisch postulierte Trägheit sozusagen durch die Gesamtheit aller Massen – also auch der unendlich fernen Massen – induziert wird, was aber bekanntlich auch bei der ART nicht stimmt, wenn man z.B. ans Gödel-Universum denkt.

Das mach/newtonsche Prinzip nenne ich ein etwas abgewandeltes einstein/machsches Prinzip, demgemäss nur obige unendliche Massenschale für die Trägheit verantwortlich ist, dass aber endliche Massenverteilungen diesbezüglich in Strenge vernachlässigt werden dürfen. Der Vorteil: Eine aktual unendliche Massenschale kann – anders als eine endliche – Newtons absoluten Raumbegriff physikalisch begründen, mindestens plausibel machen. Etwas weiter gedacht: Auf genügend grossen Skalen bzw. aus genügend grossem Abstand betrachtet – wie in der Kosmologie – sollte es danach nur noch auf die aktual unendliche Massenschale ankommen, aber nicht mehr auf die im Allgemeinen anisotropen und inhomogenen, endlichen, lokalen Energie/Massen-Verteilungen. D.h. in der Kosmologie sollte der Einfluss einer aktual unendlich angenommenen Massenschale mit Dichte ρ rein und völlig unverfälscht in Erscheinung treten, während er lokal und „grosslokal“ nur zu mehr oder weniger grossen Korrekturen der klassischen Himmelsmechanik führen sollte, die für ρ gegen 0 verschwinden:

Der Kern der modifizierten, kosmischen Gravitation: In einem ideal homogen/isotropen, aktual unendlich ausgedehnten All – einer aktual unendlichen Massenschale ohne Hohlraum – tritt nach WPT die bekannte lokale Kepler/Newton-Gravitation als dissipative Weltbeschleunigung in Erscheinung, die Testkörper bremst. Auf Licht wirkt diese Bremskraft konstant, da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum lokal konstant=c ist. Als Quelle dieser kosmischen Gravitation kann man obige aktual unendliche, isotrope Massenschale ansehen, die den endlichen Teil des Alls umschliesst, der mindestens im Prinzip beobachtet werden kann. Darum haben die lokalen Massen in einem endlichen Umkreis um den Beobachter keinen direkten Einfluss auf die Weltbeschleunigung, sondern nur einen indirekten, indem sie – stark vereinfachend gesagt – die Weltbeschleunigung an den lokal bedingten Schwerefeldlinien ausrichten können, falls diese dazu stark genug sind, was die Galaxiendynamik „MOND-artig“ macht. Die für Licht im Vakuum konstante Welt(brems)beschleunigung Hc in einem allsymmetrisch angenommenen All (Allsymmetrie meint maximale Symmetrie) ist die Basis der WPT-Kosmologie (mehr in Kosmische Gravitation):

Der Kern der stabil statischen WPT-Kosmologie: Die Hubble-Expansion der Urknalltheorien ist eine reale, beschleunigte Expansion, während man in der WPT – im Sinne eines Rechentricks – nur so tut bzw. tun darf, als ob man sich vom Lichtsender konstant beschleunigt entfernte, während in Wahrheit das Licht auf dem Wege zu uns mit obiger, konstanter, gravitativer Weltbeschleunigung gebremst wird; dieser Rechentrick ist durch das originale Äquivalenzprinzip von 1907 gerechtfertigt, bekannter als Einsteins Fahrstuhl- oder Äquivalenzraketen-Gedankenexperiment (siehe erstes Bild im Wikipedia-Artikel dazu). Das alles ist eine moderne Version des Weltmodellstreites Aristoteles/Ptolemäus gegen Aristarch/Kopernikus (siehe Rotverschiebung in der WPT und WPT-Lehrplakat):

    Nicht das Weltall expandiert beschleunigt, sondern Licht wird im All gravitativ „gebremst“ bzw. „müde“.

Deswegen kann man die seit 1998 beobachtete beschleunigte Expansion als den bisher stärksten und praktisch ganz direkten Beleg für die WPT-Kosmologie ansehen, denn bei Richtigkeit der WPT muss man bei Auswertungen der Supernovae-Daten mittels der (heute euklidisch angenommenen) Standardkosmologie eine solche beschleunigte Expansion zwingend finden, obwohl sie aus Standardsicht physikalisch völlig unverständlich ist. Die Einführung der dunklen Energie (DE) hat dem Un- bzw. Missverstehen nur einen Namen gegeben und die Beobachtungsdaten auch in der Urknalltheorie wenigstens „fitbar“ gemacht; das ist aber definitiv keine Wissenschaft mehr! ––– Das ist aber noch nicht alles:

Die Grösse der Hubble-Konstante H kann die WPT auf die mittlere Dichte ρ des Alls zurückführen, die allerdings ganz prinzipiell nicht direkt gemessen werden kann. Aus physikalischer Plausibilität darf man aber erwarten/hoffen, dass die Dichte ρ0, die man auf den grössten noch messtechnisch erfassbaren Skalen erhält, grössenordnungsmässig etwa mit ρ übereinstimmen wird; es gilt dann H2 = (8 pi/3) G ρ ~ (8 pi/3) G ρ0, wenn G die Gravitationskonstante ist (mehr in Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 5.6). H gibt in der WPT eben nicht die Hubblegeschwindigkeit Hr an, die in einer statischen Kosmologie null ist, sondern die Weltbremsbeschleunigung für Licht Hc, die das Licht auf seinen kosmischen Wegen rötet bzw. ermüdet, was eine beschleunigte Expansion des Alls vortäuscht, die die Standardkosmologie zwingt eine hypothetische dunkle Energie einzuführen:

Die Grösse der kosmologischen Konstante Λ bzw. der dunklen Energie, dieses Artefaktes der Urknallkosmologie, muss sich in der Standardkosmologie – bei Richtigkeit der WPT – als Λ ~ (3/c2) H2 ergeben, während die Abschätzung von Λ mit den üblichen Vakuumenergieüberlegungen – je nach Autoren bzw. Modellen – den „gemessenen“ Wert um etwa 60 bis 120 Grössenordnungen verfehlt. Für H können die Friedmannmodelle ganz prinzipiell überhaupt keinen Wert angeben, noch nicht einmal für das Vorzeichen! Damit dient letztlich auch die (Friedmann-)Raumzeit – wie schon die Dunkelmaterie (DM) – primär nur als Lieferant freier Parameter, um die Standardkosmologie mit den Beobachtungsdaten in Übereinstimmung bringen zu können; ganz anders in der WPT:

Die WPT-Raumzeit entspricht einer SRT-Version von Newtons absoluter Raum-Zeit, die ein inertiales Poincaré/Minkowski-Ruhesystem auszeichnet, das zur Hintergrundstrahlung und zu den fernen Galaxien und Quasaren in Ruhe ist. Aber auch physikalisch ist auf genügend grossen Skalen Ruhe vor Bewegung durch eine gravitative Weltbremsbeschleunigung ausgezeichnet, die einerseits zu einem stabil statischen All führt und andererseits die kosmische Rotverschiebung samt gravitativer Zeitdilatation verursacht (mehr in Rotverschiebung in der WPT und in Kosmische Gravitation). Die WPT kann aber noch mehr:

Die „MOND-artige“ Galaxiendynamik mit den flachen Rotationskurven im Aussenbereich konnte bisher nur phänomenologisch, aber nicht physikalisch erklärt werden. Die WPT kann aber sofort – schon ohne jede eigentliche Rechnung – die korrekte Grössenordnung von Milgroms universeller „MOND-Konstante“ a0 angeben: Bei Schwerebeschleunigungen kleiner etwa a0~Hc muss es nämlich in der WPT – z.B. in der Galaxiendynamik – zwingend zu Abweichungen von Kepler/Newton kommen, woraus man dann durch einen physikalisch plausiblen Einbezug der Weltbremsbeschleunigung in die Himmelsmechanik – leider nicht ganz „heuristikfrei“ – auch die „restliche“ MOND-Artigkeit der Galaxiendynamik (flache Rotationskurven und Tully/Fisher) erhält (mehr in Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 5, speziell 5.3).

Die Hintergrundstrahlung ist in der WPT primär rotverschobenes und nachthermalisiertes Sternenlicht, denn in einem statischen All gibt es für eine Schwarzkörperthermalisierung immer genug Zeit und die mittlere freie Weglänge ist gemessen an den lokalen Strukturen genügend gross, so dass diese Strukturen sehr gut „ausgemittelt“ werden, was zu einer grossen Homogenität der Hintergrundstrahlung führen muss. Die verbleibenden Inhomogenitäten sollten nach WPT mit den primär für die Thermalisierung verantwortlichen Materieverteilungen im All korreliert sein, wobei die bereits bekannten „Vordergrundeffekte“, wie der Sunjajew-Seldowitsch-Effekt, natürlich weiterhin zu beachten sind. Zu beachten ist auch, dass ein Planckspektrum in der WPT wie in den Expansionstheorien – aber anders als in den herkömmlichen Lichtermüdungstheorien – für alle Zeiten ein solches bleibt (siehe auch Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 4). Aber auch das ist noch nicht alles:

Die theoretische Helligkeits/Rotverschiebungs-Beziehung der WPT kann die bisher vorliegenden Supernovae Ia-Beobachtungsdaten korrekt beschreiben (siehe Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 2), obwohl sie nur von der mittleren Dichte ρ des Alls abhängt, die zwar nicht direkt messbar ist, aber – aus H bestimmt – mit obiger „grosslokaler“ Dichte ρ0 auf ein bis zwei Grössenordnungen übereinstimmt.

Solch präzise Aussagen – ohne echt freie Parameter – übersteigen die Möglichkeiten der Standardkosmologie und aller mir bekannten Alternativen, aber auch der Standard-Himmelsmechanik auf galaktischen und grösseren Skalen bei weitem.

Die WPT muss aus Konsistenzgründen allerdings noch einige Zusatzannahmen machen (siehe dazu auch Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 6), die nicht den Kern der Theorie betreffen:
  1. „Überdichte“ Massen: In einem statischen All kann es keine echten schwarzen Löcher geben, weil diese dann alles – bis auf den Hawking-Effekt – schon längst verschlungen hätten. Das ist nicht im Widerspruch zu den Beobachtungen, da man „überdichte“ Massen mit einem Radius, der „genügend“ wenig über dem Schwarzschildradius liegt, bisher nicht von „echten“ schwarzen Löchern unterscheiden kann; ob deshalb die ART in der Nähe von Singularitäten aufgegeben werden muss – wie schon bei sehr kleinen Feldstärken – oder ob sie diesbezüglich „nur“ noch nicht ausreichend gut verstanden ist, kann noch offen bleiben: Schon Berechnungen mit der „richtigeren“ Kerrmetrik an Stelle der einfachen Schwarzschildmetrik sind eine hochkomplexe Sache.

  2. Ein Massen/Elemente-Kreislauf ist in einem statischen All zwingend erforderlich.

  3. Urknällchen statt Urknall: Etwas spekulativ – aber weit weniger spekulativ als Inflation, DM und DE – könnten die Materiestrahlen aus aktiven Galaxienkernen ein wesentlicher Teil eines Massen/Elemente-Kreislaufes sein, indem sie aufbereitete Materie, wie man sie von der primordialen bzw. Urkernsynthese der Standardkosmologie her kennt, über kosmisch grosse Distanzen (bis Mpc) verspritzen. Die Aufbereitung oder Urkern(neu)synthese „alter“, metallreicher Materie könnte z.B. – zugegeben noch recht spekulativ – beim Absturz von (alter) Akkretionsscheibenmaterie auf die Oberfläche von „überdichten“ Galaxienkernen in vielen „Urknällchen“ stattfinden, aus denen dann einzelne, in genügender Anzahl einen Strahl bildende Spritzer aufbereiteter Materie herausschiessen.






Aufsätze



  1. Weltpotentialtheorie
    Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell,
    Peter Wolff, 30. Juli 2016

    Dieser Aufsatz gibt eine ausführliche Einführung in die WPT, die laufend dem neuesten Stand angepasst wird. Um den Zugang zur WPT zu erleichtern, geht er von der Newtonschen Kosmologie in der Darstellung von Heckmann aus, mit der sich die Friedmanngleichungen viel einfacher als mit der ART herleiten lassen; auch ist dieser Zugang zur Friedmannkosmologie physikalisch viel verständlicher und instruktiver als der Zugang über die ART und weist so den Weg zur WPT.
    Ursprünglich handelte es sich um eine Ausarbeitung und Erweiterung der Erläuterungen „Kosmologie ohne Urknall und dunkle Kräfte“ zu einem Lehrplakat vom 4. Nov. 2011 bzw. 14. Sept. 2010. Eine vertiefte und erweiterte Version vom 10. Juni 2012 hatte ich am 6. März 2012 mit neuem Titel bei den Annalen der Physik eingereicht; den auf das Wesentliche gekürzten Briefwechsel mit den Annalen samt kurzem Kommentar findet man in „Die WPT und die Annalen der Physik“ (21. Mai 2012). Der damalige Chefredaktor Fuchs der Annalen war offensichtlich völlig überfordert. Eine wesentliche, weitere Vertiefung erfolgte etwa ein Jahr später mit zwei neuen Kapiteln zur theoretischen und beobachteten Winkel-Rotverschiebungsbeziehung von (rechnerisch ermittelten) Standardgalaxienscheiben. Zum ΛCDM- und WPT-Vergleich mit den wichtigsten Beobachtungen gibt es einen plakativen Überblick.

  2. Kosmische Gravitation
        oder
    Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie, Peter Wolff, 6. Version, 20. Juni 2016 (Vorläuferversionen gab es am 4. Mai 2011, 11. Juli 2009, 13. Nov. 2008, Sommer 2008 und im August 2007)

    Diese Grundsatzarbeit zeigt, wie sich die bekannte, lokale Gravitation unter Allsymmetrie, wie sie bei Gültigkeit des Weltpostulats auf kosmischen Skalen gilt, manifestieren muss: nämlich als dissipative Welt(brems)beschleunigung. In den Anhängen wird dann aus der für Licht konstanten Weltbremsbeschleunigung Hc mittels Einsteins Äquivalenzrakete die WPT-Kosmologie mit einer (Schein-)Metrik hergeleitet, die den Vergleich mit der metrisch formulierten Standardkosmologie erleichert. Dieser Artikel widmet sich vor allem den Kerngedanken der WPT-Kosmologie und ihrer physikalischen Grundlegung. Im neuen Anhang F von Ende 2015 wird die Neuklassische Gravitation (NKG) erstmals vorgestellt. Sie ist eine noch nicht voll ausgearbeitete Kunkurrenztheorie zur ART und bildet für die neue kosmische Gravitation der WPT und die lokalen Gravitationserscheinungen eine gemeinsame Grundlage; die kosmische WPT-Gravitation ist mit der ART nämlich nicht verträglich, während man mittels lokaler Gravitationserscheinungen im Rahmen der heutigen Messgenauigkeiten ART und NKG (noch) nicht unterscheiden kann.

  3. Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie
        oder
    Weltgravitation: Ursache von müdem Licht und MOND, Peter Wolff, 9. Feb. 2009 (11. Dez. 2008)

    Dies ist ein kurzer Artikel, der den Stand der Weltpotentialtheorie (WPT) von Ende 2008 beschreibt. Um kurz bleiben zu können – Artikel in den CR sollten 6 Seiten in der Regel nicht überschreiten (war schon zu Zeiten von Poincaré so) – bezieht er sich teilweise auf die ausführlichere Grundsatzarbeit „Kosmische Gravitation“ vom 13. Nov. 2008 und die inzwischen etwas überholte WPT-Hauptarbeit „Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie: “ vom 6. Okt. 2007, die noch weitgehend halbklassisch argumentiert. Die französische Version dieser Arbeit reichte ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR) ein:

  4. Cosmologie sans Big Bang ni matière noire
        ou
    Gravitation cosmique : base de la lumière fatiguée et de MOND, Peter Wolff, 10 fév. 2009 (11 déc. 2008)

    Dies ist die französische Version obiger Arbeit, die ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR) eingereicht hatte. Vom 15. Dez. 2008 bis am 23. Jan. 2009 wurde sie in der Schweiz – vermutlich primär am (ehemaligen) Astronomieinstitut der Uni Basel – begutachtet und dann ausschliesslich mit der Begründung abgelehnt, dass die Urknalltheorie heute ja durch Beobachtungen belegt sei und eine Lichtermüdungstheorie schon darum falsch sein müsse. Mehr dazu findet man in „Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie und die Comptes rendus Physique“.
    Darauf bat ich die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz um Unterstützung beim Zugang zu arXiv, was diese nach Einholung eines Alibigutachtens ablehnte; mehr findet man in „Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz“.

  5. Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
        oder
    Das Unendliche und die Schwerkraft, Peter Wolff, 6. Okt. 2007 (März 2006, April 2005, März 2003)

    Dies ist die heute überholte, noch weitgehend halbklassisch argumentierende, frühere Hauptarbeit über die WPT, die den Stand der WPT bis etwa 2008 wiedergibt. Einige Teile, wie z.B. der Vergleich von Supernovabeobachtungsdaten mit der Theorie, sind aber bis heute von Interesse, da dort mehr Beispiele explizit vorgeführt werden als in den neueren Arbeiten. Auch andere, für die Theorie nicht zentral wichtige Teile werden ausführlicher behandelt als in neueren Aufsätzen.

  6. Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
     
    Die Standardtheorie im Vergleich mit der Weltpotentialtheorie

        am Beispiel der
    Kosmologischen Rotverschiebung, Peter Wolff, 13. Juli 2006 (31. Dez. 2005)

    Diese Arbeit markiert den Durchbruch von einem interessanten und revolutionären Konzept zu einer quantitativ überprüfbaren Theorie, auch wenn die damaligen Rechnungen noch halbklassischer und etwas hemdsärmeliger Natur waren, was der Akzeptanz vor allem bei Theoretikern natürlich nicht zuträglich war; heute ist der Kerngehalt dieser Arbeit in alle meine neueren Arbeiten eingeflossen. Diese Arbeit veranlasste mich dann beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ein Forschungsgesuch einzureichen, um die WPT ohne finanzielle Sorgen und Nöte weiterentwickeln zu können oder um auf diesem Wege wenigstens zu einer seriösen Begutachtung und damit auch zu einer ernsthaften Diskussion der WPT zu kommen. Was ich seither mit dem SNF erlebte, spottet jeder Beschreibung. Dabei hätte jedermann erkennen müssen, dass es sich da – wenn auch erst in einem „fortgeschrittenen Embryonalzustand“ – um eine Arbeit mit Paradigmawechselpotential handelt, wenn sie sich auch nur einigermassen als richtig herausstellen sollte. Wenn das kein Grund für nähere Abklärungen, eben für Forschungsförderung ist, dann gibt es keinen!






Antworten auf Fragen und Kritiken zur WPT und zu meiner Person



Die wichtigsten mir bisher bekannt gewordenen Fragen, Einwände/Angriffe und Missverständnisse beantworte ich zuerst; zuletzt gehe ich noch auf persönliche Angriffe ein:

  1. Die kosmische Lichtermüdung der WPT ist Folge der gravitativen Rotverschiebung und Zeitdilatation, die vom lichtstrahlrelativen, für Licht konstanten, kosmischen Schwerefeld der WPT verursacht wird. Das hat nichts mit den allgemein bekannten Müdlichttheorien zu tun, weswegen auch die altbekannten Argumente gegen solche Theorien (siehe z.B. Wiki) im Falle der WPT nicht greifen. In Populärwissenschafterkreisen bekannte Leute, wie Lesch und Gaßner, verstehen das aber nicht, wie man in einem aufwendig produzierten Video sieht, das seit Oktober 2015 im Netz ist. Gaßners Kernaussage lautet:

    Das [die kosmische Zeitdehnung] ist ein Effekt, den ausnahmslos nur die allgemeine Relativitätstheorie erklären kann [siehe etwa Minute 36].
    Das ist falsch, weil dafür bereits Einsteins originales Äquivalenzprinzip von 1907 und der Formalismus der speziellen Relativitätstheorie reichen, natürlich zusammen mit der gravitativen kosmischen WPT-Bremsbeschleunigung Hc; immerhin scheinen selbst Gaßner und seine Auftraggeber den Glauben an die dunkle Energie (DE) zu verlieren, wie man in einem neueren Video sieht, das sie Mitte März 2016 ins Netz stellten; an der kaum weniger absurden Idee der Dunklen Materie (DM) halten sie aber fest.
    Wer das fundamentale, für Licht konstante, immer „bremsende“, kosmische Schwerefeld der WPT, das nicht nur die kosmische Rotverschiebung, sondern auch die kosmische Zeitdehnung ohne Expansion, DM und DE korrekt erklären kann, richtig verstehen will, kommt kaum darum herum die folgende Arbeit zu lesen (allen, denen diese Arbeit zu lang und/oder zu schwierig ist, empfehle ich die Verweise im nächsten Punkt):

    Kosmische Gravitation
        oder
    Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie



  2. Die (auf Licht) konstante kosmische Weltbremsbeschleunigung: Manche Leute meinen, das könne es nicht geben, weil in „klassischer Potentialsicht“ Kraft (und Potential) in einem homogen/isotropen Universum zwingend null (bzw. konstant) sein müssten. Das ist aber nur für ein endliches oder potential unendliches (Vollkugel-)Modell des Universums richtig; für ein aktual unendliches Weltall gilt dies nicht. Dazu verweise ich auf die drei ersten Kapitel der Arbeit Weltpotentialtheorie, insbesondere auf die Erklärung der aktualen gegenüber der (nur) potentialen Unendlichkeit in der Mitte von Seite 4 und das Kapitel 3 „Vom NM-Vollkugel- zum WPT-Horizontkugelmodell“. Dies sollte man schon mit bescheidenen Vorkenntnissen verstehen können. Hilfreich fürs Verständnis dürfte aber auch ein Lehrdisput sein, dem eine echte Diskussion in dsp zugrunde liegt.


  3. Standardmodell-„Beweise“ gegen „alternative“ Theorien scheinen seit einiger Zeit Hochkonjunktur zu haben. Ich gehe hier nur auf diejenigen von Prof. Bartelmann ein, weil er als kompetenter Kosmologe bekannt und anerkannt ist und zudem erst 2019 ein gutes Lehrbuch über das Standardmodell veröffentlichte. Sein Video vom 13. Juni 2021, auf das ich aber erst mehr als zwei Monate später stiess, entspricht allerdings mehr einer billigen ΛCDM-Werbung als einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema; ein späteres, wenig aufgerufenes Video vom 27. Juli 2021 kann das auch nicht wieder gut machen, vor allem weil Bartelmann auch in diesem Video so tut, als kennte er gar keine Alternative zur dunklen Energie (DE) und Newton/ART, die eine Kosmologie ohne Dunkle Materie (DM) ermöglicht; das ist unseriös. Ich fasse die drei Hauptaussagen Bartelmanns im ersten Video samt meinen Einwänden zusammen:

    1. Zur DM-Existenz: Dass sich der Kosmos seit der Rekombination bis heute um etwa einen Faktor 1000 ausdehnte, ist (nach Bartelmann) durch Messungen gesichertes Wissen (etwa ab Minute 9). Die Strukturen (Inhomogenitäten) zur Zeit der Rekombination sieht man in der Hintergrundstrahlung, die auf 10 zu einer Million (10-5) homogen ist, während unsere heutige (gut sichtbare) kosmische Umgebung etwa 100 mal weniger homogen ist, als sie nach einer Ausdehnung um (nur) einen Faktor 1000 (seit der Rekombination) sein sollte. Das ist für Bartelmann das stärkste Argument für Dunkle Materie, denn die (zu) grossen lokalen Strukturen kann man nach ihm bzw. ΛCDM nur mit riesigen Mengen dunkler, nicht elektromagnetisch wechselwirkender, also grundsätzlich unsichtbarer, exotischer Materie erklären.

      Einwand: Dunkle Materie ist nur ein Muss für Urknalltheorien. In Bartelmanns Beweisführung für die DM oben wird aber ein Expansionsmodell (implizit und letztlich ohne jeden Beleg!) vorausgesetzt; die gemessene kosmische Rotverschiebung ist kein Beleg dafür, wie die bisher unwiderlegte WPT zeigt. Zur Problematik Dunkler Materie schrieb ich schon 2007 einen kleinen Überblick.

    2. Verriss von Milgroms MOND-Ansatz: Im Wesentlichen handelt es sich um zwei (falsche) Argumente:

      1. Es ist kein Wunder, dass der MOND-Ansatz die ungefähr konstanten Rotationskurven von Galaxien ohne Dunkle Materie erklären kann, denn genau dafür wurde er ja gemacht.

        Einwand: Doch, es ist ein Wunder, denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass MOND nur einen einzigen zusätzlichen universellen Parameter braucht, um die Rotationskurvenkonstanz zu erklären. Kein Wunder ist es hingegen, dass man mit fallangepassten Dunkelmaterieverteilungen sowohl die beobachtete Galaxien- wie Haufendynamik „erklären“ kann.

        Nimmt man zur Erklärung der Galaxiendynamik aber die WPT, läuft Bartelmanns Argument vollends ins Leere, da die WPT ganz im Gegensatz zu MOND von Hause aus ein kosmologisches Modell ist, das ursprünglich dafür gemacht wurde, die kosmische Rotverschiebung und Zeitdehnung ohne Expansion zu erklären, und es war lange fraglich, ob die WPT ohne Dunkle Materie auskommt; zur Zeit der „Rohideengeburt“ etwa 1968 gab es die Begriffe dunkle Energie und Materie noch gar nicht, und die ungefähre Rotationskurvenkonstanz im Aussenbereich von Galaxien war auch noch unbekannt.

      2. Schon im Falle von (grossen) Galaxienhaufen, dem ersten „echten“ MOND-Test, muss auch MOND unsichtbare Materie annehmen, was für einen Ansatz, der antrat, um die Dunkle Materie überflüssig zu machen, tödlich ist.

        Einwand: Die Notwendigkeit dieser Annahme spricht für MOND, denn bei (gossen) Galaxienhaufen gibt es ganz im Gegensatz zu Galaxien und kleinen Haufen starke Hinweise auf „echte“, bisher (noch) unsichtbare Materie; auch das Haufengas wurde erst lange nach Zwickys Hinweis auf unsichtbare Materie im Coma-Haufen gefunden. Besonders beweiskräftig sind die Beobachtungen des berühmten Geschosshaufens, auch wenn bisher keine Aussage möglich ist, ob es sich dabei um normale oder exotische Materie handelt. Bei Zugrundelegung des (weiter unten widerlegten) Standardmodelles ist die Wahrscheinlichkeit aber ziemlich gross, dass es sich um die gesuchte Dunkle Materie handeln könnte, bei Zugrundelegung einer statischen Kosmologie liegt diese Wahrscheinlichkeit aber nahe bei null, mindestens wenn man schwarze Löcher nicht zur von ΛCDM geforderten DM zählt.

        Kurz: Nach heutigem Wissensstand muss jede „gute“ Gravitationstheorie in Röntgengas-Haufen (noch) unsichtbare Materie „finden“ bzw. annehmen; die Menge wird modell- bzw. theorieabhängig sein.

    3. Verallgemeinerung/Modifizierung der (ART-)Kosmologie: Dazu muss man nach Bartelmann bzw. Lovelock weitere Felder oder gar Dimensionen annehmen, ohne dass man danach (z.B. mit Bekensteins relativistischem MOND-Ansatz) auch nur schon auf DM in Haufen verzichten könnte.

      Einwand: Die Notwendigkeit von DM, DE und Inflation in ΛCDM widerlegt Newton samt ART. Dagegen kann auch das Verwirrspiel mit der „ART-metrischen“ Lovelock-Gravitation nicht helfen, da diese zusammen mit Newton/ART auf kosmischen Skalen auch falsifiziert ist, mindestens wenn man derart absurde Annahmen wie die eben genannten nicht zuliesse. Lässt man aber solche zu, gibt es auch keinen Grund mehr, Geister und Engel zur Erklärung physikalischer Erscheinungen auszuschliessen.
      Bartelmann weiss das alles (mindestens implizit) auch, wie man in einem Video vom 18.08.2019 sieht, das sehr empfehlenswert ist, weil es die Probleme der heutigen Schulkosmologie samt „Lösungen“ sehr schön und übersichtlich darstellt, und zwar ganz unaufgeregt und ganz ohne deus ex machina namens Lovelock, auch wenn er es schon damals dem Hörer überliess, die Absurdität der ΛCDM-Lösungen selbständig zu erkennen; ob er inzwischen die Meinung geändert hat oder von der Inquisition „bearbeitet“ wurde, weiss ich nicht.

    Abschliessend halte ich fest, dass die WPT, eine gravitative, nicht „ART-metrische“, SRT-relativistische Müdlichttheorie, eine stabil statische Kosmologie ohne Dunkle Materie ergibt. Bartelmann tut so, als hätte er davon noch nie etwas gehört, was mit Sicherheit falsch ist.

    Nachtrag vom 5. April 2022: In einem Video (abgeholt am 23. März) auf der Seite des Physikalischen Instituts der Universität Heidelberg, hält Bartelmann klar fest (etwa ab Minute 51), dass das Standardmodell zwar alle Beobachtungen „erklären“ könne, dass dies aber noch lange nicht heisse, dass es auch richtig sein müsse. Da es auf drei Annahmen (ART, Kugelsymmetrie hier und überall) basiere, müsse man aber eine aufgeben, wenn man das Standardmodell durch ein anderes ersetzen wolle; allerdings wieder kein Wort, dass es einen solchen (erstaunlich erfolgreichen) Ansatz mit Aufgabe (und nicht nur Modifikation) der ART schon seit über zehn Jahren gibt.
    Ganz neu – falls nicht jemand einen ernsthaften Einwand finden sollte – ist mir nun ein ganz grosser Durchbruch gelungen, der die ART lokal – die ART war letztlich immer nur eine lokale Theorie – durch eine gravomagnetische NKG-Theorie ersetzt (siehe weiter oben), die sich aber wohl noch sehr, sehr lange experimentell-beobachtungstechnisch nicht von der ART unterscheiden lassen wird, mindestens mit reinen Schwerkraftexperimenten mit neutralen, gänzlich ungeladenen Körpern.
    Auf kosmischen Skalen ändert sich in der NKG nichts; dort gilt die Weltpotentialtheorie mit einer Weltmetrik für Lichtbahnen, letztlich eine Müdlichttheorie, die weder Expansion, noch dunkle Energie und Materie kennt und mit den Beobachtungen hervorragend übereinstimmt; siehe zu Letzterem einen schon älteren Plakatvergleich, und die seither verbesserte Übereinstimmung mit den (Pantheon-)Supernovadaten und den scheinbaren „äquivalenten“ Galaxienwinkeln sieht man weiter oben. Diese Verbesserungen waren aufgrund eines besseren Verständnisses der NKG möglich, das letztlich auch den jetzigen Durchbruch finden half.


  4. Die akustischen ΛCDM-Weltschwingungen, die nach ΛCDM einen wichtigen Beitrag zur Erklärung der Maxima des Leistungsspektrums der Hintergrundstrahlung (HS) liefern, gibt es mindestens in gleicher Form in der WPT nicht. Andererseits kann die WPT aber die hohe Isotropie/Homogenität der HS ganz natürlich ohne Inflation, diese hochspekulative Ad-hoc-Annahme der Standardkosmologie, ganz einfach durch Thermalisierung erklären, für die es in einem stabil statischen All genug Zeit gibt. Es ist aber absurd, sich mit Kräuselungen des HS-Sees auf Mikrokelvinskalen zu befassen, bevor man die hohe Isotropie/Homogenität nicht ohne an den Haaren herbeigezogene Ad-hoc-Annahmen verstehen kann. Zudem ist zu bedenken, dass das theoretische HS-Leistungsspektrum nicht nur von den „üblichen“ ΛCDM-Parametern abhängt, sondern auch noch von vielen versteckten Parametern, die man vor allem beim Abziehen der vielen Mikrowellenvordergründe braucht, die den direkten, ungestörten Blick auf die HS in den meisten Richtungen verdecken. Noch schwieriger ist die Beurteilung des Strukturdichtespektrums, das man nur in unserer nächsten Umgebung theorie- bzw. modellunabhängig erhält.


  5. Über die kosmische WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung folgert Ruth Durrer von der Uni Genf in astro-ph-1103.5331v1 vom 29. März 2011 auf Seite 4 unten aus den Supernova Ia-Beobachtungsdaten sinngemäss:

    Falls die Fehlerabschätzungen der Supernova Ia-Beobachtungen vertrauenswürdig sind, kann die Allgeometrie nicht friedmannsch sein oder die Helligkeitsdistanz muss von der Beschleunigung der Allexpansion dominiert sein, die einer positiven, kosmologischen Konstante Λ in den Friedmanngleichungen entspricht.

    Das sieht auf den ersten Blick ganz nach einer Falsifizierung der WPT aus, denn die WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung entspricht gerade der entsprechenden Beziehung in einem völlig leeren, hyperbolischen Friedmannmodell, also in einem All mit einer (nach Durrer) falsifizierten Friedmanngeometrie. Um dies zu belegen, vergleicht sie das leere, hyperbolische Modell mit dem Konkordanzmodell, das heute recht allgemein dafür anerkannt ist, dass es die bisherigen Supernovabeobachtungen korrekt beschreiben kann. Diesen Vergleich führte ich – mit gegenteiligem Ergebnis – schon im Dezember 2005 erstmals durch.

    Das genannte Modell der Friedmannkosmologie ohne Masse M und dunkle Energie bzw. Λ ((ΩΛ, ΩM, ΩK) = (0, 0, 1)) ist, wie schon gesagt, völlig leer. Weil man aber weiss, dass das All nicht leer ist, muss dieses Friedmannmodell im Rahmen der Standardkosmologie ausgeschlossen werden. Es ist nur darum interessant, weil es für die Supernovadaten die gleiche Theoriekurve wie die statische WPT-Kosmologie und wie das alte SRT-Modell von Milne liefert, von dem schon lange bekannt ist, dass es die Supernovadaten erstaunlich gut beschreiben kann (siehe dazu auch den nächsten Punkt), ohne dass man das – ohne Kenntnis der WPT – physikalisch hätte verstehen können. Die anfangs zitierte Aussage von Ruth Durrer ist aber weder auf das WPT- noch das Milne-Modell anwendbar, wie sie selbst schreibt, da die Aussage nur bei gleich angenommener Hubblekonstante im Konkordanzmodell und im leeren hyperbolischen Modell gelte; eine analoge, sich gleich auswirkende Einschränkung gilt auch für die absolute Helligkeit, wie man im zweitletzten Absatz von Abschnitt 5.1.4 des in einigen Teilen nicht mehr aktuellen, früheren WPT-Hauptaufsatzes nachlesen kann: Weil H und die absolute Helligkeit von Supernovae nicht genau und vor allem auch nicht modellunabhängig bekannt sind, ist die Helligkeit modellunabhängig nur bis auf eine (natürlich nicht beliebig grosse) Konstante bekannt.

    Nochmals zum Kern der Sache: In der eben angegebenen Referenz im Abschnitt 5.2 kann sich jeder selber ein Bild über die Verträglichkeit der Beobachtungsdaten mit der WPT-Theoriekurve machen, mindestens bis etwa zum Wissensstand von 2007; grundsätzlich hat sich daran bis heute nichts geändert.

    Weil es eine ähnlich irrige Aussage von Ariel Goobar und Bruno Leibundgut gibt, verweise ich noch auf Abschnitt 6.4, Seite 33 in der Arbeit Weltpotentialtheorie, wo ich darauf etwas näher eingehe.


  6. Obige, irrige Milne/WPT-Falsifizierung hat die DPG mit dem Faktenblatt Physik Konkret Nr. 20 vom April 2014 in verdeckt hinterhältiger Weise in den potentiell interessierten Kreisen „werbewirksam“ verbreitet. Der DPG-Autor Dominik J. Schwarz, Professor an der Uni Bielefeld, schrieb mir dazu in einem E-Brief vom 17. Juni 2014:

    Sehr geehrter Herr Wolff,

    auch wenn es Sie sehr enttäuscht, die Natur hat sich gegen das Milne-Modell entschieden. Die Daten von Riess et al., die Sie in Ihrer Darstellung heranziehen, liefern kein Gegenargument gegen die in Physik Konkret gezeigte Abbildung. Das Milne-Modell konnte bis vor wenigen Jahren durch SN Daten alleine nicht ausgeschlossen werden. Neuere Daten, wie die von SNLS, sind hier aber eindeutig. Diese neuen Einschränkungen kommen sowohl durch eine deutlich größere Anzahl an beobachteten SNe zustande, als auch durch eine Reduktion der systematischen Fehler durch Fortschritte bei der Photometrie von SNe.

    Ich kann gut verstehen, dass man nicht glücklich sind [recte: ist], wenn einem die Natur zeigt, dass die eigene Idee nicht funktioniert. Jedoch werden wissenschaftliche Fragen üblicherweise nicht vor Gericht entschieden.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Dominik Schwarz

    Auf meine sachlichen Gegenargumente vom nächsten Tag erhielt ich keine Antwort mehr: Schwarz hatte seinen Fehler offensichtlich erkannt, war aber ein schlechter Verlierer, genau wie die DPG.

    Als ich versuchte gerichtlich eine Gegendarstellung zu erzwingen, argumentierte der Anwalt der DPG sinngemäss damit, dass man im genannten Faktenblatt nur Meinungsäusserungen, aber keine (falschen) Tatsachenbehauptungen finde; eine Gegendarstellung könne aber nur beim Vorliegen (falscher) Tatsachenbehauptungen verlangt werden. Die entscheidende Passage dazu im endgültigen, nicht weiterziehbaren Abweisungsbeschluss des Landgerichtes Bonn lautete:

    Die vom Kläger begehrte Gegendarstellung ist auch in der abgeänderten Form unzulässig. Sie beschränkt sich nach wie vor nicht auf die Richtigstellung unrichtiger Tatsachen. Auch wenn der Kläger im Kern darlegen will, dass das in der "Physik konkret" veröffentlichte Diagramm unrichtig ist, weil Mess- und Solldaten nicht zusammen passen, geht die beabsichtigte Gegendarstellung weit darüber hinaus. Allein durch Streichung des letzten und von der Kammer im Hinweisbeschluss vom 07.05.2015 beanstandeten Absatzes erlangt die Gegendarstellung noch keinen zulässigen Inhalt. Allein die im rechten Blickfeld oben durch Fettdruck hervorgehobene Aussage "Die Weltpotentialtheorie (WPT), die die Dunkle Energie und beschleunigte Expansion, ja überhaupt die Expansion als Trugbild müden Lichts erklärt, ist – anders als Abb. 1 (verdeckt) behauptet – bisher unwiderlegt" beschränkt sich nicht auf die Widerlegung unrichtiger Tatsachenbehauptungen, sondern hat vornehmlich bewertenden Charakter hinsichtlich der vom Kläger vertretenen Theorie. Dasselbe gilt für die Wiedergabe des Inhaltes eines Schreibens des DPG-Autors Schwarz an den Kläger vom 17.06.2014. Auch hier steht der bewertende Aspekt im Vordergrund. Es geht gerade nicht um die blosse Richtigstellung von Tatsachen. Eine solche mag in dem vom Kläger vorgelegten Text zwar auch vorhanden sein. Unter der Berücksichtigung des Gesamtinhaltes bleibt es jedoch bei der Unzulässigkeit der beantragten Gegendarstellung.
    Eine reine Richtigstellung ohne nachvollziehbaren Bezug auf den Gesamtzusammenhang und auf die Tatsache, dass Schwarz sehr wohl bekannt war, dass bei Falsifizierung des Milnemodelles mit Supernovadaten auch das WPT-Modell falsifiziert wird, hätten nur wenige Leser die Bedeutung der Richtigstellung richtig einordnen können. Die eigentliche falsche Tatsachenbehauptung und den Grund, warum es dazu kam, habe ich in einem eigenen „Faktenblatt“, das Bestandteil der Berufungsbegründung war, meines Erachtens leicht und allgemeinverständlich erklärt; inzwischen gibt es einen Nature-Netzartikel von Nielsen, Guffanti und Sarkar, der meine Milne/WPT-Residuenberechnung in Bild 2 unabhängig bestätigt (siehe untere Graphik von Fig. 3). Damit ist das kritisierte DPG-Faktenblatt definitiv widerlegt und ebenso die Fig. 3 in der schon weiter oben erwähnten Goobar/Leibundgut-Arbeit von 2011. Neuerdings (Jan. 2020) findet man die Tatsache, dass die Supernovadaten sowohl zum Standardmodell wie zum Milnemodell (und damit auch zur WPT) passen, sogar in der Populärzeitschrift Spektrum der Wissenschaft in einem Kosmologieaufsatz (mit spekulativen negativen Massen) von Gabriel Chardin; ich verweise speziell auf die Abbildung auf Seite 69 im Heft 1.20. Ich hatte dies im Dezember 2005 erstmals erkannt; die WPT-Supernovakurve entspricht der Milne-Kurve.
    Neues von der Supernovafront: Die Milne-Kurve entspricht nur bis zu einem z von etwa 1.5 der WPT. Dazu verweise ich auf „Neues“ oben auf dieser Seite.

    Nochmals zum Gerichtsurteil: Die Behauptung des Landgerichtes Bonn, dass sich eine Gegendarstellung auf „die blosse Richtigstellung von Tatsachen“ zu beschränken habe, wurde vom Gericht frei erfunden: Im NRW-Pressegesetz findet man dazu nämlich nur folgende zwei Sätze:
    Überschreitet die Gegendarstellung nicht den Umfang des beanstandeten Textes, so gilt sie als angemessen. Die Gegendarstellung muss sich auf tatsächliche Angaben beschränken und darf keinen strafbaren Inhalt haben.
    Bei den vom Gericht kritisierten Teilen der Gegendarstellung handelt es sich, wie vom Gesetz verlangt, um tatsächliche Angaben, die zudem für die richtige Einordnung der falschen Tatsachenbehauptung in den Gesamtzusammenhang unverzichtbar sind.

    Meine Gegner müssen politisch sehr einflussreich sein, gelang es ihnen doch einen besonders skrupellosen Journalisten von „ZEIT Wissen“ gegen mich einzuspannen:


  7. Max Rauners Lügenpamphlet in „ZEIT Wissen“ sollte wohl die WPT durch Diffamierung ihres Autors treffen und erschien auch gerade zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort, in einer nicht wissenschaftlich, sondern nur politisch/gesellschaftlich ausgerichteten Zeitschrift, um so versuchen zu können, das Landgericht Bonn zu meinen Ungunsten zu beeinflussen: Wer will schon einem öffentlich gebrandmarkten Spinner – als solcher wurde ich von Rauner beschimpft (siehe Anfang der Begründung in meiner Klageschrift auf Seite 2) – Gelegenheit zu einer Gegendarstellung geben?

    Mein Versuch, eine Gegendarstellung zu Rauners Pamphlet zu erzwingen, scheiterte schon formal, weil mein Anwalt – beim Landgericht ist in Deutschland ein Anwalt zwingend vorgeschrieben – die absolute Klagefrist von drei Monaten verpasst hatte; auch hatte ich in meiner ursprünglichen Gegendarstellung die strengen, die Presse übermässig begünstigenden Vorgaben für eine Gegendarstellung vermutlich unzureichend eingehalten. Zuvor hatte ich die Klage selbst beim Amtsgericht Hamburg eingereicht, das sich aber für nicht zuständig erklärte.


  8. Was bleibt nach Aufgabe der ART-Feldgleichungen? Lokal wird die ART mit ihren komplizierten Feldgleichungen in der NKG durch eine viel einfachere gravomagnetische SRT-Theorie ersetzt, die aus einer Analogie im Sinne Heavisides zur Elektrodynamik entstand. Sie beruht darum auf dem gut bekannten – allerdings an die Gravitation angepassten – Formalismus der Elektrodynamik ohne Raumkrümmungen (siehe weiter oben).
    Weil die ART – wie auch Newton – letztlich lokale Theorien sind, war ihre Anwendung auf die Kosmologie schon immer ein hoch riskantes Pokerspiel.


  9. Zu meiner Person: Statt sich inhaltlich mit der WPT zu beschäftigen, wie es sich in den Wissenschaften gehörte, wunderten sich manche Leute während der AG-Tagung in Bonn 2010 darüber, dass ich noch keine Artikel in einer astronomischen Zeitschrift veröffentlicht hatte. Bis etwa 2006 gab es keinen Grund etwas zu veröffentlichen. Seit 2009 werde ich aber teils durch das faschistisch/rassistische, globale Sprachdiktat und teilweise durch den Dogmatismus der entscheidenden Leute im Bereiche der Astronomie und die globale Verfilzung an einer Veröffentlichung gehindert, obwohl oder gerade weil meine neue Kosmologie seit Ende 2008 mindestens so gut begründet ist, dass eine öffentliche Diskussion zur unabhängigen Überprüfung ihrer Tragfähigkeit allererste Priorität in Astronomie und Physik haben müsste; von der Diskriminierung „ungeliebter Theorien“ können aber selbst bekannte Professoren ein Liedchen singen; schliesslich geht es um Milliardenbeträge von öffentlichen Fördergeldern, und in solchen Fällen muss die Wahrheitssuche in der Politik bekanntlich hintanstehen; dafür hatten schon die Päpste eine global agierende Inquisition eingeführt.

    Weil – mangels verlässlicher Informationen und vor allem mangels Argumenten gegen die WPT – auch Falschinformationen über meine Person in Umlauf gesetzt wurden, habe ich jetzt einen kurzen Lebenslauf vom staatlich bestallten Teilchenphysiker bis zum frei schaffenden Kosmologen aufgeschrieben:
    Werdegang vom Kinderfernrohr bis zur Kosmologie

Letztmals bearbeitet: 7. April 2022


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