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Weltpotentialtheorie (WPT)

Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie


und


Neuklassische Gravitation (NKG)


Peter Wolff

wolff@wolff.ch




Vorbemerkung: Momentan aktualisiere ich die Seite schrittweise, insbesondere fügte ich im Dezember 2015 den ersten Teil neu ein, und den Teil 5 habe ich seit Ende Mai 2016 überarbeitet: Darin findet man neu in den Punkten 4 und 5 die Angriffe der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) und der Zweimonatszeitschrift „ZEIT Wissen“ von 2014 und 2015 auf die WPT und meine Person mit nachweislich krass falschen Tatsachenbehauptungen.

Aus Zeit- und Kostengründen warte ich noch mit der Aktualisierung der französischen und italienischen Seitenversionen.
Der WPT-Kern in drei Sätzen: Die WPT ergibt ein stabil statisches Müdlichtuniversum mit nur einem leicht freien Parameter, der mittleren Alldichte ρ, in dem kosmische Rotverschiebung und Zeitdilatation von einer konstanten, universellen, Licht „bremsenden“ bzw. „rötenden“ Schwerebeschleunigung Hc verursacht werden. Das WPT-All ist im Sinne von Einsteins Äquivalenzprinzip ungefähr äquivalent zum konstant Hc-beschleunigt expandierenden ΛCDM-Universum mit Λ ~ (3/c2) H2 ~ (3/c2) (8 pi/3) G ρ und erklärt die Beobachtungen besser. Schwache lokale Schwerebeschleunigungen < ~Hc werden von der Weltbeschleunigung Hc dominiert und – in lockerer Anlehnung an Faradays Feldlinienkonzept – gerade so verstärkt, dass sie die MONDsche Galaxiendynamik ohne Dunkle Materie erklären können.
Aktueller Lesetipp für näher Interessierte: Weltpotentialtheorie (WPT)


Die fünf Hauptteile:

  1. Aktueller Stand

  2. Präsentationen und Vorträge

  3. Überblick

  4. Aufsätze

  5. Fragen und Antworten



Aktueller Stand

Die Weltpotentialtheorie basierte von Anfang an auf einer völlig neuen kosmischen Gravitationstheorie und hatte auch auf lokalen Skalen eine neue Interpretation ins Spiel gebracht. Bei diesen grundsätzlichen Fragen bin ich seit etwa Ende 2012 schrittchenweise weitergekommen und meine nun (Herbst 2015), kosmische und lokale Gravitation auf ein tragfähiges, gemeinsames Konzept, die Neuklassische Gravitation (NKG), zurückführen zu können. Implizit war fast alles auch schon bisher irgendwo in der WPT zu finden gewesen, auch wenn die Bedeutung der Rindlermetrik bei der Begründung der Theorie noch überschätzt wurde. Jetzt habe ich die schon alte Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“ leicht überarbeitet und einen neuen Anhang F mit einem NKG-Überblick hinzugefügt, der auch für sich allein verständlich sein sollte, mindestens wenn man die WPT schon ein bisschen kennt; man findet diesen Anhang ab Seite 34 in der neuen Version der genannten Arbeit, und hier geben wir einen kurzen NKG-Überblick in Prosa, der allerdings auch einige Kenntnisse über die heutige Standard- bzw. ART-Gravitationstheorie und Kosmologie voraussetzt:

Statik und Quasistatik

Da die Neuklassische Gravitation eine Konkurrenztheorie zur metrischen ART ist und die NKG den ART-Metriken entsprechende Schein- oder Rechenmetriken kennt, stellen wir die wichtigsten statischen und quasistatischen Metriken, die – bis auf Gravitationswellen – alle mehr oder weniger präzisen und direkt überprüfbaren Gravitationserscheinungen abdecken, einander gegenüber:

ART-NKG-Gegenüberstellung
ART NKG Anwendungen ART-NKG-Unterschiede
Friedmannmetrik Konforme WPT-Metrik Kosmologie Siehe ΛCDM-WPT-Vergleich
Schwarzschildmetrik (NKG-)Schwarzschildmetrik Zentralsymmetrische Himmelsmechanik ohne MOND-Zone Noch keine nachweisbar
Kerrmetrik Karussellmetrik Thirring-Lense-Effekt Noch keine nachweisbar

In der ART werden die Metriken aus den Feldgleichungen unter Benützung der angenommenen Symmetrien hergeleitet und in der NKG aus Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907, aus dem SRT-Formalismus, den klassischen Poissonpotentialen und dem Weltpotential, der Magnetmomentanalogie und einer neuen Längendefinition in Schwerefeldern, die auf Potentialdifferenzen der überall vorhandenen Schwerefelder zurückgeführt wird. Weil diese nicht direkt gemessen werden können, muss man Distanzen aber nach wie vor – wie in der SRT – mit Lichtlaufzeiten messen, genau wie das auch die Natur tut, da alle makroskopischen Objekte letztlich auf die Elektrodynamik zurückgeführt werden können, z.B. auch reale „Starrstäbe“. Das führt aber zu Fehlern bei den Längenmessungen, weil Lichtstrahlen von Schwerefeldern beeinflusst werden, und diese „Fehler“ täuschen dann einen gekrümmten Raum vor. D.h. aber, dass in der NKG die Allgemeingültigkeit des SRT-Formalismus „nur“ auf der Messmethode von Zeit- und Längenmessungen, die auf der Elektrodynamik fussen, aber nicht auf einer Neudefinition des Raumzeitbegriffes, gar einer Union von Raum und Zeit beruht, wie vor allem Minkowski dachte und wie sie Poincaré formal erstmals eingeführt hatte. Darum gibt es im Rahmen der NKG auch keinen zwingenden Grund den SRT-Formalismus auf die Gravitation auszudehnen; man kann in der Gravitation sozusagen bei Newton bleiben, wie das insbesondere die Newtonsche Kosmologie schon lange nahelegte. Dann gibt es aber auch keinen Grund für die Annahme, dass „reine“ Gravitationsobjekte wie Gravitationswellen durch Schwerefelder beeinflusst werden könnten; auch Licht wird von elektromagnetischen Feldern bekanntlich nicht beeinflusst. Und dann braucht auch die Gravitationsausbreitungsgeschwindigkeit cg nicht mehr unbedingt der Lichtgeschwindigkeit c zu entsprechen (siehe aber auch den Dynamikabschnitt unten, speziell die Nachträge nach dem ersten LIGO-Ereignis). Nun noch etwas mehr zu obigen drei Fällen:

Die absolut definierte (ΛCDM-)Friedmannmetrik beschreibt ein expandierendes All und braucht dafür mindestens 6 freie Parameter und teilweise sogar Parameterfunktionen. Statt der Friedmannmetrik kann man in der ART auch eine zur Friedmannmetrik äquivalente absolut definierte, konforme Metrik verwenden, die alternde Weltmodelle mit irgendwelchen zeitlich variablen Naturkonstanten nahelegt; besonders beliebt ist immer wieder eine variable Lichtgeschwindigkeit, aber eine Vereinfachung bzw. Verringerung der freien Parameter haben solche Modelle bisher nicht gebracht (siehe Abschnitt 4.1 in der Arbeit Weltpotentialtheorie). Ganz anders die stabil statische WPT-Kosmologie mit der „nur“ (testmassen-)relativ definierten, konformen WPT-Metrik: Sie braucht nur einen einzigen, nur leicht freien Parameter, die mittlere Dichte des Weltalls, und beschreibt die Beobachtungen – bis auf die Kräuselungen der Hintergrundstrahlung (HS) auf Mikrokelvinskalen – gesamthaft gesehen trotzdem weit besser als die Standardkosmologie (siehe den plakativen ΛCDM-WPT-Vergleich). Bei angenommener Richtigkeit der einparametrigen WPT ist es auch kein Wunder, dass man mit ΛCDM die HS-Anisotropien recht gut beschreiben kann, weil es dafür in ΛCDM die nach WPT überzähligen Dichteparameter für DM und DE gibt, während drei der übrigen ΛCDM-Parameter (kosmische „Saitenlänge“, Schwankungsamplitude und Spektralindex) physikalisch naheliegende Parameter für die approximative Beschreibung ziemlich beliebiger Kräuselungen sind, und die optische Streutiefe ist bezüglich der HS nicht nur in Urknall-, sondern auch in Müdlichtmodellen zu beachten, wo die HS rotverschobenes und nachthermalisiertes Galaxiensternenlicht ist.

Schwarzschild- und NKG-Schwarzschildmetrik sind formal fast identisch, aber in die NKG-Schwarzschildmetrik gehen nur Potentialdifferenzen und nicht die Potentiale selbst ein wie bei der (ART-)Schwarzschildmetrik (siehe Anhang C.3 meiner „WPT/NKG-Arbeit“). Das führt z.B. zu einer ganz leicht unterschiedlichen gravitativen Frequenzverschiebung in zentralsymmetrischen Schwerefeldern, was trotz der Kleinheit des Unterschiedes mindestens grundsätzlich irgendwann überprüfbar werden sollte.

Im Falle der Karussellmetrik gibt es kein klassisches Vorbild wie im Falle des Punktmassenfeldes, von dem man ausgehen kann, aber immerhin die Analogie des magnetischen Momentes einer rotierenden Ladungsverteilung; mehr findet man dazu im Anhang F.6 meiner „WPT/NKG-Arbeit“.


Die MONDsche Galaxiendynamik ist einerseits ein Glanzstück von NKG und WPT und andererseits noch ein theoretischer Schwachpunkt:
  • Bei lokalen Schwerebeschleunigungen kleiner etwa Hc beginnt die kosmische Bremsbeschleunigung Hc wichtig zu werden und schliesslich zu dominieren. Weil sie sich im Sinne von Faradays Feldlinienkonzept an den lokalen newtonschen Feldlinien ausrichtet und sie verstärkt, kann sie DM vortäuschen und erklärt so mit ein bisschen Heuristik die beobachtete MONDsche Galaxiendynamik (flache Rotationskurven und Tully-Fisher samt MONDscher Massendiskrepanzbeziehung) ohne DM; mehr zu MOND findet man im Abschnitt 6.8 der Arbeit Weltpotentialtheorie.

  • Die MONDsche Galaxiendynamik müsste theoretisch aus einer Überlagerung der Weltbremsbeschleunigung mit den lokalen Feldern folgen, in zentralsymmetrischen Fällen also aus einer Überlagerung der WPT-Metrik mit der NKG-Schwarzschildmetrik, was aber in der NKG viel schwieriger ist als in der ART und bei Newton, weil das Weltpotential kein klassisches, konservatives Potential ist wie ein Poissonpotential.
Der grösste Erfolg der WPT ist aber vermutlich die Erklärung der mehr oder weniger sicher nachgewiesenen beschleunigten Expansion des Alls im Rahmen der Standardkosmologie als Trugbild „müden“ Lichts im Sinne von Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907. Die WPT kann darum – bei bekanntem H – die etwa richtige Grösse von Λ angeben, die man im Rahmen von Supernovadatenauswertungen mit der Standardkosmologie bei angenommener Richtigkeit der WPT erhalten muss!
Aber auch H kann bis auf ein bis zwei Grössenordnungen korrekt aus der mittleren Dichte des bekannten Alls berechnet werden, weil H in der WPT kein Mass für die Expansionsgeschwindigkeit, sondern für die (scheinbare) Expansionsbeschleunigung bzw. (wahre) Weltbremsbeschleunigung Hc ist.

Dynamik

Bis hierher ging es nur um statische oder quasistatische Schwerefelder. D.h. eine von der Lichtgeschwindigkeit c verschiedene Gravitationsgeschwindigkeit cg würde sich in allen bisher betrachteten Fällen nicht ohne weiteres zu erkennen geben. Das ist erst bei den vermeintlich oder wirklich bei Binärpulsaren indirekt nachgewiesenen Gravitationswellen anders, denn in sie geht cg ganz direkt ein. Im Rahmen der heutigen Version der NKG wäre es allerdings ein sehr unwahrscheinlicher, erklärungsbedürftiger Zufall, wenn cg = c sein sollte; man würde wohl eher erwarten, dass cg > c ist oder dass man gar mit Newton in guter Näherung cg = ∞ setzen dürfte. Das würde auch sofort den bisherigen Misserfolg beim versuchten direkten Nachweis von Gravitationswellen erklären, z.B. den (mindestens noch) nicht gefundenen Gravitationswellenhintergrund mit Pulsarzeitmessungen, den man von sich umkreisenden superschweren Galaxienkernen erwartet.

Ergänzungen nach ersten LIGO-Veröffentlichungen:
  1. Mein Sofortkommentar vom 12. Februar 2016: Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Frühling, aber alles, was bisher bekannt wurde, deutet auf ein echtes Gravitationswellensignal hin. Aufgrund der vorliegenden Informationen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich cg = c als richtig herausstellen wird, was aber kein grundsätzliches Problem für die NKG ist; cg erhält man, sobald man Gravitationswellensignale misst, die man elektromagnetisch detektierten Ereignissen – z.B. Supernovae – zuordnen kann.

  2. Am Ende meines Vortrags über die Kernpunkte der WPT an der DPG-Frühjahrstagung 2016 in Hamburg am „ Kosmologienachmittag“ des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie wagte ich (nur mündlich) eine wohl nicht ganz uninteressante Prognose:
    In der NKG erwarte ich bei Gravitationswellen in Schwerefeldern keine Zeitverzögerung wie bei Licht, weil Gravitationswellen so wenig mit Schwerefeldern wechselwirken werden wie Licht mit elektromagnetischen Feldern.
    Wenn das richtig ist, wird man auf elektromagnetische Signale vom LIGO-Binärkollaps noch über 50 Millionen Jahre warten müssen.

    Neu daran ist, dass ich seit etwa ein bis zwei Tagen nach den LIGO-Veröffentlichungen zu wissen meine, warum im schwerefeldfreien SRT-Raum sehr wahrscheinlich cg = c sein muss. Mehr dazu findet man ganz am Schluss im Anhang F.7.3 „Zur Gravitationswellenfrage nach dem LIGO-Ereignis Teil I“ in der neuesten Version der Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“, auf die ich hier schon weiter oben verwies.
Nachtrag vom 20. Mai 2016:

Inzwischen halte ich die oben gemachte Prognose für falsch, weil sich Gravitationswellen aufgrund des für die WPT – und damit auch die NKG – zentralen Äquivalenzprinzips zwischen Energie und träger Masse in Schwerefeldern gleich verhalten sollten wie Lichtwellen (siehe auch Anhang F.7.4 in der „ WPT/NKG-Arbeit“). Ich ziehe deswegen nun aber ein modifiziertes Äquivalenzprinzip zwischen Energie und träger Masse in Betracht: Neu soll nur noch lokalisierbaren Energiedichten träge Masse zukommen, also zwar Gravitationswellen, aber nicht gravitativer Bindungsenergie, was es der NKG weiterhin erlauben sollte, das fundamentale Nichtlinearitätsproblem der ART zu vermeiden.

Neu erstellt am 10. Dez. 2015 und letztmals bearbeitet am 21. April 2017; einige der weiteren Teile der Seite mit Ausnahme des nächsten und letzten sind (ver)alt(et).





Präsentationen und Vorträge

Mein WPT-Lehrplakat war bisher an fünf Konferenzen zu sehen: an der Herbsttagung 2010 der AG in Bonn, der Frühjahrstagung der DPG 2011 in Karlsruhe, der Herbsttagung 2011 der AG in Heidelberg, der Forschungskonferenz Das dunkle Universum 2011 in Heidelberg und der SPG-Tagung 2012 an der ETH Hönggerberg, wo ich es zusammen mit einem neuen WPT-Basis-Plakat vorstellte. An der Frühjahrstagung der DPG 2011 hielt ich einen Vortrag, der WPT-, Kepler/Newton- und ART-Gravitation – getrennt nach lokalen und kosmischen Skalen – miteinander vergleicht, und an der Frühjahrstagung der DPG 2016 stellte ich – ausgehend von der Newtonschen (ΛCDM-)Kosmologie – in einem Vortrag die Kernpunkte der WPT vor und zeigte auf einem Plakat, dass die Beobachtungen besser zur WPT als zu ΛCDM passen.

Die wichtigste all dieser Konferenzen war die Forschungskonferenz in Heidelberg, die sich primär mit Dunkler Materie (DM) und Energie (DE) befasste, aber auch mit modifizierten Gravitationstheorien, zu denen auch die WPT gehört:


In der Höhle des Löwen, im dunklen Universum in Heidelberg
und

der obskure DE-Nobelpreis 2011

Vom 4. bis 7. Oktober 2011 fand in Heidelberg im Rahmen des Forschungsförderprogrammes TRR33 eine Konferenz über das dunkle Universum statt, an der ich das WPT-Lehrplakat an einer sogenannt „hochkarätigen“ Forschungskonferenz erstmals ganz offiziell präsentieren durfte, obwohl ich den Einreichetermin verpasst hatte.

Während dieser Konferenz wurden die Gewinner des Nobelpreises 2011, mit dem die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums und der dunklen Energie gewürdigt werden sollte, bekannt gegeben. Am Nachmittag des Bekanntgabetages hielt Bruno Leibundgut von der ESO, der viele Jahre prominentes Mitglied der einen Supernovagruppe war, die (über Riess und Schmidt) den Nobelpreis erhalten hatte, einen Vortrag zur Situation der Supernovamessungen; seine erste Folie zeigte ein brandneues Dankesschreiben von Brian Schmidt, dem frisch gebackenen Nobelpreisträger. Diesen Vortrag nahm ich dann während der anschliessenden Diskussion zum Anlass, den „DE-Nobelpreis“ mit Verweis auf mein WPT-Lehrplakat kritisch zu kommentieren:

Während besonders heute männiglich meint, dass die Supernovabeobachtungsdaten der bisher beste Beweis für eine beschleunigte Expansion des Alls seien, sind sie wohl in Wahrheit der bisher beste Beweis für ein statisches All mit Lichtermüdung auf der Basis gravitativer Rotverschiebung und Zeitdilatation, der denkbar besten Basis für eine Lichtermüdungstheorie überhaupt.
Dieser Kommentar blieb bis heute unwiderlegt und unwidersprochen, obwohl ich ihn in Gegenwart der internationalen „DM- und DE-Prominenz“ gemacht hatte. Schlimmer ist aber: Leibundgut – aber sehr wahrscheinlich auch Riess und Schmidt und damit noch viele andere – kannten die Grundidee meiner neuen Kosmologie seit Mitte Dezember 2005, weswegen Goobar und Leibundgut in einer Arbeit (Seite 53, Figur 3) vom 7. Februar 2011 bei mit Supernovadatenauswertungen wenig vertrauten Leuten den grob falschen Eindruck erweckten, dass die Supernovamessdaten mit der WPT-Theoriekurve unverträglich seien, ohne aber die WPT direkt zu nennen oder zu zitieren; so etwas nenne ich ein Plagiat 2. Art. Noch deutlicher wurde Ruth Durrer von der Uni Genf in einer Arbeit vom 29. März 2011 mit der suggestiven Figur 1 auf Seite 5. Da sich Ruth Durrer und Bruno Leibundgut gut kennen und die Veröffentlichungszeiten untereinander und im Hinblick auf die Nobelpreisvergabe im Herbst gut abgestimmt zu sein scheinen, ist eine Absprache wahrscheinlich, um den früheren Gruppenkollegen Leibundguts den Weg zum Nobelpreis frei zu machen, da es für (noch) umstrittene Theorien keine Nobelpreise gibt. Meine fachliche Stellungnahme zur Goobar/Leibundgut-Arbeit findet man auf Seite 35 meines neuen WPT-Übersichtsartikels; diese Antwort korrigiert auch den falschen Eindruck, den Ruth Durrer mit ihrer Figur 1 zu erwecken wusste (siehe dazu aber auch Punkt 3 unter „Fragen und Antworten“). Besonders brisant: Mindestens Ruth Durrer erweckte diesen falschen Eindruck nachweislich wider besseres Wissen!


Erste „offizielle“ Zweifel an DM und DE an einer Tagung in Neapel Anfang 2017
mit

diskussionsbereiter Basis und (noch?) dogmatischer Nomenklatura

Dies ist vermutlich die erste Konferenz, an der vor allem Vertreter der Standardkosmologie teilnahmen und an der in Prof. Binneys Tagungsrückblick trotzdem ernsthaft die Frage aufgeworfen wurde, ob DM (und DE) vielleicht doch nur Illusionen seien. Die Konferenz „Helles und dunkles Universum“ fand vom 29. Januar bis am 2. Februar 2017 in Neapel statt: Obwohl ich weder ein Plakat präsentierte, noch einen Vortrag hielt und mich nicht einmal vorgängig anmeldete, denke ich doch, dass ich meine Anliegen vorbringen konnte und dass sie gehört wurden, nicht zuletzt weil McGaugh mit seinen überzeugenden Ausführungen die Bereitschaft stark erhöht hatte, neue Physik in Betracht zu ziehen. Nun meine Hauptargumente:
  1. Mein sinngemässer Kommentar in der Diskussion nach dem Vortrag „Erweiterte Gravitationstheorien“ von A. Silvestri: Jedermann vergisst das Hauptproblem: Die MONDsche Galaxiendynamik ist nicht ein Beweis oder Hinweis für DM, sondern sie falsifiziert mit allergrösster Sicherheit die ART und entzieht damit allen hier betrachteten Theorien und/oder Modellen die Grundlage.

  2. Meine Kommentare im Rahmen der allgemeinen Schlussdiskussion am Donnerstagmorgen:

    1. Ziemlich am Anfang der Diskussion nannte ich drei Punkte für ein stabil statisches Müdlichtuniversum:
      1. Wenn es eine für Licht konstante, gravitative universelle Bremsbeschleunigung geben sollte, dann erhält man die kosmische Rotverschiebung und Zeitdehnung als Gravitationseffekt.
      2. Das widerlegte, altbekannte Steady-State-Modell ist nicht statisch; es expandiert.
      3. Ein konstant beschleunigt expandierendes, homogen-isotropes Universum entspricht im Sinne von Einsteins Äquivalenzprinzip ungefähr einem stabil statischen All mit konstanter, gravitativer Bremsbeschleunigung.

    2. Schliesslich konnte ich noch folgenden Schlusskommentar anbringen (der Diskussionsleiter gab mir nur dank der Hilfe des Vorredners widerwillig eine Minute, nachdem er mich zuvor bewusst übergangen hatte):
      Wie die MONDsche Galaxiendynamik und McGaugh's Ausführungen deutlich zeigen, besitzt das Standardmodell zu viele freie Parameter. Mein Müdlichtmodell (WPT) kann die wichtigsten Beobachtungen allein mit der Schwerkraft besser oder ähnlich gut wie ΛCDM erklären und braucht dazu nur einen einzigen leicht freien Parameter: die mittlere Dichte des Weltalls.
Soweit ich es beurteilen kann, hat mindestens eine starke Mehrheit der Nomenklatura zwar begriffen, dass die ART sehr wohl falsch sein könnte, aber ein stabil statisches Müdlichtuniversum löst so etwas wie einen pawlowschen Abwehrreflex aus, der jedes vernünftige Denken blockiert. Das ist bei der Basis, dem Physikerfussvolk, zwar anders, aber mittels Sprach- und Wahrheitsdiktat über die gleichgeschalteten Wissenschaftsmedien (arXiv, Elsevier, Springer, ...) und der „Klonisierung“ mittels permanenter weltweiter Wissenschafterdurchmischung (Bologna, Erasmus, ...) hat die zentral gesteuerte Nomenklatura das Wissenschafterfussvolk fest im Griff, nicht zuletzt natürlich mittels der sehr effizienten, aber menschenverachtenden, weltweit eingesetzten Zeitstellenpeitsche. All dies läuft ausgerechnet unter den euphemistischen Namen der Forschungs- und/oder Pressefreiheit, die es ermöglichen, alle sonst üblichen Kontrollsysteme auszuhebeln und sich selbst der Gerichtsbarkeit zu entziehen und das Diskriminierungsverbot (z.B. Diskriminierung aufgrund der Muttersprache oder einer fehlenden Staats/Instituts-Anstellung) mit Füssen zu treten.







Überblick

Eine ausführliche, jeweils (fast) aktuelle Einführung in die WPT findet man im Aufsatz
Weltpotentialtheorie
Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell


Eine erste kurze Einführung in die Thematik findet man in der
Grundsatzkritik an der Standardkosmologie
Sie setzt aber Grundkenntnisse der Materie voraus.



Die klassische Gravitation ist sowohl nach Newton wie nach Einstein eine lokale Theorie, die für eine unendlich ausgedehnte Welt keine wohl definierten Aussagen ohne Zusatzannahmen über die Art der Unendlichkeit des Kosmos machen kann. Eine wichtige, oft wohl unausgesprochen für richtig angesehene Annahme besagt, dass eine isotrope, unendlich mächtige und ausgedehnte Massenschale, die jeden endlichen, prinzipiell wenigstens beobachtbaren, um den Beobachter zentrierten Teil des Alls hypothetisch umschliesst, kein Schwerefeld in ihrem Innern erzeugt; für endliche (und potential unendliche), isotrope Massenschalen gilt dies in Strenge für Newton und die ART (Birkhofftheorem). D.h. aber, dass die bekannten Schwerefelder – wenigstens bei einer im ganz Grossen isotropen Welt – nach Newton und ART nur von den lokalen Massen- und Energieverteilungen abhängen.

Das einstein/machsche Prinzip (siehe z.B. Wikipedia) besagt allerdings, dass die nach Newton letztlich nur axiomatisch postulierte Trägheit sozusagen durch die Gesamtheit aller Massen – also auch der unendlich fernen Massen – induziert wird, was aber bekanntlich auch bei der ART nicht stimmt, wenn man z.B. ans Gödel-Universum denkt.

Das mach/newtonsche Prinzip nenne ich ein etwas abgewandeltes einstein/machsches Prinzip, demgemäss nur obige unendliche Massenschale für die Trägheit verantwortlich ist, dass aber endliche Massenverteilungen diesbezüglich in Strenge vernachlässigt werden dürfen. Der Vorteil: Eine aktual unendliche Massenschale kann – anders als eine endliche – Newtons absoluten Raumbegriff physikalisch begründen, mindestens plausibel machen. Etwas weiter gedacht: Auf genügend grossen Skalen bzw. aus genügend grossem Abstand betrachtet – wie in der Kosmologie – sollte es danach nur noch auf die aktual unendliche Massenschale ankommen, aber nicht mehr auf die im Allgemeinen anisotropen und inhomogenen, endlichen, lokalen Energie/Massen-Verteilungen. D.h. in der Kosmologie sollte der Einfluss einer aktual unendlich angenommenen Massenschale mit Dichte ρ rein und völlig unverfälscht in Erscheinung treten, während er lokal und „grosslokal“ nur zu mehr oder weniger grossen Korrekturen der klassischen Himmelsmechanik führen sollte, die für ρ gegen 0 verschwinden:

Der Kern der modifizierten, kosmischen Gravitation: In einem ideal homogen/isotropen, aktual unendlich ausgedehnten All – einer aktual unendlichen Massenschale ohne Hohlraum – tritt nach WPT die bekannte lokale Kepler/Newton-Gravitation als dissipative Weltbeschleunigung in Erscheinung, die Testkörper bremst. Auf Licht wirkt diese Bremskraft konstant, da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum lokal konstant=c ist. Als Quelle dieser kosmischen Gravitation kann man obige aktual unendliche, isotrope Massenschale ansehen, die den endlichen Teil des Alls umschliesst, der mindestens im Prinzip beobachtet werden kann. Darum haben die lokalen Massen in einem endlichen Umkreis um den Beobachter keinen direkten Einfluss auf die Weltbeschleunigung, sondern nur einen indirekten, indem sie – stark vereinfachend gesagt – die Weltbeschleunigung an den lokal bedingten Schwerefeldlinien ausrichten können, falls diese dazu stark genug sind, was die Galaxiendynamik „MOND-artig“ macht. Die für Licht im Vakuum konstante Welt(brems)beschleunigung Hc in einem allsymmetrisch angenommenen All (Allsymmetrie meint maximale Symmetrie) ist die Basis der WPT-Kosmologie (mehr in Kosmische Gravitation):

Der Kern der stabil statischen WPT-Kosmologie: Die Hubble-Expansion der Urknalltheorien ist eine reale, beschleunigte Expansion, während man in der WPT – im Sinne eines Rechentricks – nur so tut bzw. tun darf, als ob man sich vom Lichtsender konstant beschleunigt entfernte, während in Wahrheit das Licht auf dem Wege zu uns mit obiger, konstanter, gravitativer Weltbeschleunigung gebremst wird; dieser Rechentrick ist durch das originale Äquivalenzprinzip von 1907 gerechtfertigt, bekannter als Einsteins Fahrstuhl- oder Äquivalenzraketen-Gedankenexperiment (siehe z.B. „Kabine, Schwerkraft und Rakete: Das Äquivalenzprinzip“ in Einstein Online von Markus Pössel). Das alles ist eine moderne Version des Weltmodellstreites Aristoteles/Ptolemäus gegen Aristarch/Kopernikus (siehe Rotverschiebung in der WPT und WPT-Lehrplakat):

    Nicht das Weltall expandiert beschleunigt, sondern Licht wird im All gravitativ „gebremst“ bzw. „müde“.

Deswegen kann man die seit 1998 beobachtete beschleunigte Expansion als den bisher stärksten und praktisch ganz direkten Beleg für die WPT-Kosmologie ansehen, denn bei Richtigkeit der WPT muss man bei Auswertungen der Supernovae-Daten mittels der (heute euklidisch angenommenen) Standardkosmologie eine solche beschleunigte Expansion zwingend finden, obwohl sie aus Standardsicht physikalisch völlig unverständlich ist. Die Einführung der dunklen Energie (DE) hat dem Un- bzw. Missverstehen nur einen Namen gegeben und die Beobachtungsdaten auch in der Urknalltheorie wenigstens „fitbar“ gemacht; das ist aber definitiv keine Wissenschaft mehr! ––– Das ist aber noch nicht alles:

Die Grösse der Hubble-Konstante H kann die WPT auf die mittlere Dichte ρ des Alls zurückführen, die allerdings ganz prinzipiell nicht direkt gemessen werden kann. Aus physikalischer Plausibilität darf man aber erwarten/hoffen, dass die Dichte ρ0, die man auf den grössten noch messtechnisch erfassbaren Skalen erhält, grössenordnungsmässig etwa mit ρ übereinstimmen wird; es gilt dann H2 = (8 pi/3) G ρ ~ (8 pi/3) G ρ0, wenn G die Gravitationskonstante ist (mehr in Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 5.6). H gibt in der WPT eben nicht die Hubblegeschwindigkeit Hr an, die in einer statischen Kosmologie null ist, sondern die Weltbremsbeschleunigung für Licht Hc, die das Licht auf seinen kosmischen Wegen rötet bzw. ermüdet, was eine beschleunigte Expansion des Alls vortäuscht, die die Standardkosmologie zwingt eine hypothetische dunkle Energie einzuführen:

Die Grösse der kosmologischen Konstante Λ bzw. der dunklen Energie, dieses Artefaktes der Urknallkosmologie, muss sich in der Standardkosmologie – bei Richtigkeit der WPT – als Λ ~ (3/c2) H2 ergeben, während die Abschätzung von Λ mit den üblichen Vakuumenergieüberlegungen – je nach Autoren bzw. Modellen – den „gemessenen“ Wert um etwa 60 bis 120 Grössenordnungen verfehlt. Für H können die Friedmannmodelle ganz prinzipiell überhaupt keinen Wert angeben, noch nicht einmal für das Vorzeichen! Damit dient letztlich auch die (Friedmann-)Raumzeit – wie schon die Dunkelmaterie (DM) – primär nur als Lieferant freier Parameter, um die Standardkosmologie mit den Beobachtungsdaten in Übereinstimmung bringen zu können; ganz anders in der WPT:

Die WPT-Raumzeit entspricht einer SRT-Version von Newtons absoluter Raum-Zeit, die ein inertiales Poincaré/Minkowski-Ruhesystem auszeichnet, das zur Hintergrundstrahlung und zu den fernen Galaxien und Quasaren in Ruhe ist. Aber auch physikalisch ist auf genügend grossen Skalen Ruhe vor Bewegung durch eine gravitative Weltbremsbeschleunigung ausgezeichnet, die einerseits zu einem stabil statischen All führt und andererseits die kosmische Rotverschiebung samt gravitativer Zeitdilatation verursacht (mehr in Rotverschiebung in der WPT und in Kosmische Gravitation). Die WPT kann aber noch mehr:

Die „MOND-artige“ Galaxiendynamik mit den flachen Rotationskurven im Aussenbereich konnte bisher nur phänomenologisch, aber nicht physikalisch erklärt werden. Die WPT kann aber sofort – schon ohne jede eigentliche Rechnung – die korrekte Grössenordnung von Milgroms universeller „MOND-Konstante“ a0 angeben: Bei Schwerebeschleunigungen kleiner etwa a0~Hc muss es nämlich in der WPT – z.B. in der Galaxiendynamik – zwingend zu Abweichungen von Kepler/Newton kommen, woraus man dann durch einen physikalisch plausiblen Einbezug der Weltbremsbeschleunigung in die Himmelsmechanik – leider nicht ganz „heuristikfrei“ – auch die „restliche“ MOND-Artigkeit der Galaxiendynamik (flache Rotationskurven und Tully/Fisher) erhält (mehr in Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 5, speziell 5.3).

Die Hintergrundstrahlung ist in der WPT primär rotverschobenes und nachthermalisiertes Sternenlicht, denn in einem statischen All gibt es für eine Schwarzkörperthermalisierung immer genug Zeit und die mittlere freie Weglänge ist gemessen an den lokalen Strukturen genügend gross, so dass diese Strukturen sehr gut „ausgemittelt“ werden, was zu einer grossen Homogenität der Hintergrundstrahlung führen muss. Die verbleibenden Inhomogenitäten sollten nach WPT mit den primär für die Thermalisierung verantwortlichen Materieverteilungen im All korreliert sein, wobei die bereits bekannten „Vordergrundeffekte“, wie der Sunjajew-Seldowitsch-Effekt, natürlich weiterhin zu beachten sind. Zu beachten ist auch, dass ein Planckspektrum in der WPT wie in den Expansionstheorien – aber anders als in den herkömmlichen Lichtermüdungstheorien – für alle Zeiten ein solches bleibt (siehe auch Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 4). Aber auch das ist noch nicht alles:

Die theoretische Helligkeits/Rotverschiebungs-Beziehung der WPT kann die bisher vorliegenden Supernovae Ia-Beobachtungsdaten korrekt beschreiben (siehe Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 2), obwohl sie nur von der mittleren Dichte ρ des Alls abhängt, die zwar nicht direkt messbar ist, aber – aus H bestimmt – mit obiger „grosslokaler“ Dichte ρ0 auf ein bis zwei Grössenordnungen übereinstimmt.

Solch präzise Aussagen – ohne echt freie Parameter – übersteigen die Möglichkeiten der Standardkosmologie und aller mir bekannten Alternativen, aber auch der Standard-Himmelsmechanik auf galaktischen und grösseren Skalen bei weitem.

Die WPT muss aus Konsistenzgründen allerdings noch einige Zusatzannahmen machen (siehe dazu auch Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 6), die nicht den Kern der Theorie betreffen:
  1. „Überdichte“ Massen: In einem statischen All kann es keine echten schwarzen Löcher geben, weil diese dann alles – bis auf den Hawking-Effekt – schon längst verschlungen hätten. Das ist nicht im Widerspruch zu den Beobachtungen, da man „überdichte“ Massen mit einem Radius, der „genügend“ wenig über dem Schwarzschildradius liegt, bisher nicht von „echten“ schwarzen Löchern unterscheiden kann; ob deshalb die ART in der Nähe von Singularitäten aufgegeben werden muss – wie schon bei sehr kleinen Feldstärken – oder ob sie diesbezüglich „nur“ noch nicht ausreichend gut verstanden ist, kann noch offen bleiben: Schon Berechnungen mit der „richtigeren“ Kerrmetrik an Stelle der einfachen Schwarzschildmetrik sind eine hochkomplexe Sache.

  2. Ein Massen/Elemente-Kreislauf ist in einem statischen All zwingend erforderlich.

  3. Urknällchen statt Urknall: Etwas spekulativ – aber weit weniger spekulativ als Inflation, DM und DE – könnten die Materiestrahlen aus aktiven Galaxienkernen ein wesentlicher Teil eines Massen/Elemente-Kreislaufes sein, indem sie aufbereitete Materie, wie man sie von der primordialen bzw. Urkernsynthese der Standardkosmologie her kennt, über kosmisch grosse Distanzen (bis Mpc) verspritzen. Die Aufbereitung oder Urkern(neu)synthese „alter“, metallreicher Materie könnte z.B. – zugegeben noch recht spekulativ – beim Absturz von (alter) Akkretionsscheibenmaterie auf die Oberfläche von „überdichten“ Galaxienkernen in vielen „Urknällchen“ stattfinden, aus denen dann einzelne, in genügender Anzahl einen Strahl bildende Spritzer aufbereiteter Materie herausschiessen.






Aufsätze



  1. Weltpotentialtheorie
    Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell,
    Peter Wolff, 30. Juli 2016

    Dieser Aufsatz gibt eine ausführliche Einführung in die WPT, die laufend dem neuesten Stand angepasst wird. Um den Zugang zur WPT zu erleichtern, geht er von der Newtonschen Kosmologie in der Darstellung von Heckmann aus, mit der sich die Friedmanngleichungen viel einfacher als mit der ART herleiten lassen; auch ist dieser Zugang zur Friedmannkosmologie physikalisch viel verständlicher und instruktiver als der Zugang über die ART und weist so den Weg zur WPT.
    Ursprünglich handelte es sich um eine Ausarbeitung und Erweiterung der Erläuterungen „Kosmologie ohne Urknall und dunkle Kräfte“ zu einem Lehrplakat vom 4. Nov. 2011 bzw. 14. Sept. 2010. Eine vertiefte und erweiterte Version vom 10. Juni 2012 hatte ich am 6. März 2012 mit neuem Titel bei den Annalen der Physik eingereicht; den auf das Wesentliche gekürzten Briefwechsel mit den Annalen samt kurzem Kommentar findet man in „Die WPT und die Annalen der Physik“ (21. Mai 2012). Der damalige Chefredaktor Fuchs der Annalen war offensichtlich völlig überfordert. Eine wesentliche, weitere Vertiefung erfolgte etwa ein Jahr später mit zwei neuen Kapiteln zur theoretischen und beobachteten Winkel-Rotverschiebungsbeziehung von (rechnerisch ermittelten) Standardgalaxienscheiben. Zum ΛCDM- und WPT-Vergleich mit den wichtigsten Beobachtungen gibt es einen plakativen Überblick.

  2. Kosmische Gravitation
        oder
    Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie, Peter Wolff, 6. Version, 20. Juni 2016 (Vorläuferversionen gab es am 4. Mai 2011, 11. Juli 2009, 13. Nov. 2008, Sommer 2008 und im August 2007)

    Diese Grundsatzarbeit zeigt, wie sich die bekannte, lokale Gravitation unter Allsymmetrie, wie sie bei Gültigkeit des Weltpostulats auf kosmischen Skalen gilt, manifestieren muss: nämlich als dissipative Welt(brems)beschleunigung. In den Anhängen wird dann aus der für Licht konstanten Weltbremsbeschleunigung Hc mittels Einsteins Äquivalenzrakete die WPT-Kosmologie mit einer (Schein-)Metrik hergeleitet, die den Vergleich mit der metrisch formulierten Standardkosmologie erleichert. Dieser Artikel widmet sich vor allem den Kerngedanken der WPT-Kosmologie und ihrer physikalischen Grundlegung. Im neuen Anhang F von Ende 2015 wird die Neuklassische Gravitation (NKG) erstmals vorgestellt. Sie ist eine noch nicht voll ausgearbeitete Kunkurrenztheorie zur ART und bildet für die neue kosmische Gravitation der WPT und die lokalen Gravitationserscheinungen eine gemeinsame Grundlage; die kosmische WPT-Gravitation ist mit der ART nämlich nicht verträglich, während man mittels lokaler Gravitationserscheinungen im Rahmen der heutigen Messgenauigkeiten ART und NKG (noch) nicht unterscheiden kann.

  3. Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie
        oder
    Weltgravitation: Ursache von müdem Licht und MOND, Peter Wolff, 9. Feb. 2009 (11. Dez. 2008)

    Dies ist ein kurzer Artikel, der den Stand der Weltpotentialtheorie (WPT) von Ende 2008 beschreibt. Um kurz bleiben zu können – Artikel in den CR sollten 6 Seiten in der Regel nicht überschreiten (war schon zu Zeiten von Poincaré so) – bezieht er sich teilweise auf die ausführlichere Grundsatzarbeit „Kosmische Gravitation“ vom 13. Nov. 2008 und die inzwischen etwas überholte WPT-Hauptarbeit „Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie: “ vom 6. Okt. 2007, die noch weitgehend halbklassisch argumentiert. Die französische Version dieser Arbeit reichte ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR) ein:

  4. Cosmologie sans Big Bang ni matière noire
        ou
    Gravitation cosmique : base de la lumière fatiguée et de MOND, Peter Wolff, 10 fév. 2009 (11 déc. 2008)

    Dies ist die französische Version obiger Arbeit, die ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR) eingereicht hatte. Vom 15. Dez. 2008 bis am 23. Jan. 2009 wurde sie in der Schweiz – vermutlich primär am (ehemaligen) Astronomieinstitut der Uni Basel – begutachtet und dann ausschliesslich mit der Begründung abgelehnt, dass die Urknalltheorie heute ja durch Beobachtungen belegt sei und eine Lichtermüdungstheorie schon darum falsch sein müsse. Mehr dazu findet man in „Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie und die Comptes rendus Physique“.
    Darauf bat ich die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz um Unterstützung beim Zugang zu arXiv, was diese nach Einholung eines Alibigutachtens ablehnte; mehr findet man in „Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz“.

  5. Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
        oder
    Das Unendliche und die Schwerkraft, Peter Wolff, 6. Okt. 2007 (März 2006, April 2005, März 2003)

    Dies ist die heute überholte, noch weitgehend halbklassisch argumentierende, frühere Hauptarbeit über die WPT, die den Stand der WPT bis etwa 2008 wiedergibt. Einige Teile, wie z.B. der Vergleich von Supernovabeobachtungsdaten mit der Theorie, sind aber bis heute von Interesse, da dort mehr Beispiele explizit vorgeführt werden als in den neueren Arbeiten. Auch andere, für die Theorie nicht zentral wichtige Teile werden ausführlicher behandelt als in neueren Aufsätzen.

  6. Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
     
    Die Standardtheorie im Vergleich mit der Weltpotentialtheorie

        am Beispiel der
    Kosmologischen Rotverschiebung, Peter Wolff, 13. Juli 2006 (31. Dez. 2005)

    Diese Arbeit markiert den Durchbruch von einem interessanten und revolutionären Konzept zu einer quantitativ überprüfbaren Theorie, auch wenn die damaligen Rechnungen noch halbklassischer und etwas hemdsärmeliger Natur waren, was der Akzeptanz vor allem bei Theoretikern natürlich nicht zuträglich war; heute ist der Kerngehalt dieser Arbeit in alle meine neueren Arbeiten eingeflossen. Diese Arbeit veranlasste mich dann beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ein Forschungsgesuch einzureichen, um die WPT ohne finanzielle Sorgen und Nöte weiterentwickeln zu können oder um auf diesem Wege wenigstens zu einer seriösen Begutachtung und damit auch zu einer ernsthaften Diskussion der WPT zu kommen. Was ich seither mit dem SNF erlebte, spottet jeder Beschreibung. Dabei hätte jedermann erkennen müssen, dass es sich da – wenn auch erst in einem „fortgeschrittenen Embryonalzustand“ – um eine Arbeit mit Paradigmawechselpotential handelt, wenn sie sich auch nur einigermassen als richtig herausstellen sollte. Wenn das kein Grund für nähere Abklärungen, eben für Forschungsförderung ist, dann gibt es keinen!






Antworten auf Fragen und Kritiken zur WPT und zu meiner Person



Die wichtigsten mir bisher bekannt gewordenen Fragen, Einwände/Angriffe und Missverständnisse beantworte ich zuerst; zuletzt gehe ich noch auf persönliche Angriffe ein:

  1. Die kosmische Lichtermüdung der WPT ist Folge der gravitativen Rotverschiebung und Zeitdilatation, die vom lichtstrahlrelativen, für Licht konstanten, kosmischen Schwerefeld der WPT verursacht wird. Das hat nichts mit den allgemein bekannten Müdlichttheorien zu tun, weswegen auch die altbekannten Argumente gegen solche Theorien (siehe z.B. Wiki) im Falle der WPT nicht greifen. In Populärwissenschafterkreisen bekannte Leute, wie Lesch und Gaßner, verstehen das aber nicht, wie man in einem aufwendig produzierten Video sieht, das seit Oktober 2015 im Netz ist. Gaßners Kernaussage lautet:

    Das [die kosmische Zeitdehnung] ist ein Effekt, den ausnahmslos nur die allgemeine Relativitätstheorie erklären kann.
    Das ist falsch, weil dafür bereits Einsteins originales Äquivalenzprinzip von 1907 und der Formalismus der speziellen Relativitätstheorie reichen, natürlich zusammen mit der gravitativen kosmischen WPT-Bremsbeschleunigung Hc; immerhin scheinen selbst Gaßner und seine Auftraggeber den Glauben an die dunkle Energie (DE) zu verlieren, wie man in einem neueren Video sieht, das sie Mitte März 2016 ins Netz stellten; an der kaum weniger absurden Idee der Dunklen Materie (DM) halten sie aber fest.
    Wer das fundamentale, für Licht konstante, immer „bremsende“, kosmische Schwerefeld der WPT, das nicht nur die kosmische Rotverschiebung, sondern auch die kosmische Zeitdehnung ohne Expansion, DM und DE korrekt erklären kann, richtig verstehen will, kommt kaum darum herum die folgende Arbeit zu lesen (allen, denen diese Arbeit zu lang und/oder zu schwierig ist, empfehle ich die Verweise im nächsten Punkt):

    Kosmische Gravitation
        oder
    Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie


  2. Die (auf Licht) konstante kosmische Weltbremsbeschleunigung: Manche Leute meinen, das könne es nicht geben, weil in „klassischer Potentialsicht“ Kraft (und Potential) in einem homogen/isotropen Universum zwingend null (bzw. konstant) sein müssten. Das ist aber nur für ein endliches oder potential unendliches (Vollkugel-)Modell des Universums richtig; für ein aktual unendliches Weltall gilt dies nicht. Dazu verweise ich auf die drei ersten Kapitel der Arbeit Weltpotentialtheorie, insbesondere auf die Erklärung der aktualen gegenüber der (nur) potentialen Unendlichkeit in der Mitte von Seite 4 und das Kapitel 3 „Vom NM-Vollkugel- zum WPT-Horizontkugelmodell“. Dies sollte man schon mit bescheidenen Vorkenntnissen verstehen können. Hilfreich fürs Verständnis dürfte aber auch ein Lehrdisput sein, dem eine echte Diskussion in dsp zugrunde liegt.


  3. Über die kosmische WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung folgert Ruth Durrer von der Uni Genf in astro-ph-1103.5331v1 vom 29. März 2011 auf Seite 4 unten aus den Supernova Ia-Beobachtungsdaten sinngemäss:

    Falls die Fehlerabschätzungen der Supernova Ia-Beobachtungen vertrauenswürdig sind, kann die Allgeometrie nicht friedmannsch sein oder die Helligkeitsdistanz muss von der Beschleunigung der Allexpansion dominiert sein, die einer positiven, kosmologischen Konstante Λ in den Friedmanngleichungen entspricht.

    Das sieht auf den ersten Blick ganz nach einer Falsifizierung der WPT aus, denn die WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung entspricht gerade der entsprechenden Beziehung in einem völlig leeren, hyperbolischen Friedmannmodell, also in einem All mit einer (nach Durrer) falsifizierten Friedmanngeometrie. Um dies zu belegen, vergleicht sie das leere, hyperbolische Modell mit dem Konkordanzmodell, das heute recht allgemein dafür anerkannt ist, dass es die bisherigen Supernovabeobachtungen korrekt beschreiben kann. Diesen Vergleich führte ich – mit gegenteiligem Ergebnis – schon im Dezember 2005 erstmals durch.

    Das genannte Modell der Friedmannkosmologie ohne Masse M und dunkle Energie bzw. Λ ((ΩΛ, ΩM, ΩK) = (0, 0, 1)) ist, wie schon gesagt, völlig leer. Weil man aber weiss, dass das All nicht leer ist, muss dieses Friedmannmodell im Rahmen der Standardkosmologie ausgeschlossen werden. Es ist nur darum interessant, weil es für die Supernovadaten die gleiche Theoriekurve wie die statische WPT-Kosmologie und wie das alte SRT-Modell von Milne liefert, von dem schon lange bekannt ist, dass es die Supernovadaten erstaunlich gut beschreiben kann (siehe dazu auch den nächsten Punkt), ohne dass man das – ohne Kenntnis der WPT – physikalisch hätte verstehen können. Die anfangs zitierte Aussage von Ruth Durrer ist aber weder auf das WPT- noch das Milne-Modell anwendbar, wie sie selbst schreibt, da die Aussage nur bei gleich angenommener Hubblekonstante im Konkordanzmodell und im leeren hyperbolischen Modell gelte; eine analoge, sich gleich auswirkende Einschränkung gilt auch für die absolute Helligkeit, wie man im zweitletzten Absatz von Abschnitt 5.1.4 des in einigen Teilen nicht mehr aktuellen, früheren WPT-Hauptaufsatzes nachlesen kann: Weil H und die absolute Helligkeit von Supernovae nicht genau und vor allem auch nicht modellunabhängig bekannt sind, ist die Helligkeit modellunabhängig nur bis auf eine (natürlich nicht beliebig grosse) Konstante bekannt.

    Nochmals zum Kern der Sache: In der eben angegebenen Referenz im Abschnitt 5.2 kann sich jeder selber ein Bild über die Verträglichkeit der Beobachtungsdaten mit der WPT-Theoriekurve machen, mindestens bis etwa zum Wissensstand von 2007; grundsätzlich hat sich daran bis heute nichts geändert.

    Weil es eine ähnlich irrige Aussage von Ariel Goobar und Bruno Leibundgut gibt, verweise ich noch auf Abschnitt 6.4, Seite 33 in der Arbeit Weltpotentialtheorie, wo ich darauf etwas näher eingehe.


  4. Obige, irrige Milne/WPT-Falsifizierung hat die DPG mit dem Faktenblatt Physik Konkret Nr. 20 vom April 2014 in verdeckt hinterhältiger Weise in den potentiell interessierten Kreisen „werbewirksam“ verbreitet. Der DPG-Autor Dominik J. Schwarz, Professor an der Uni Bielefeld, schrieb mir dazu in einem E-Brief vom 17. Juni 2014:

    Sehr geehrter Herr Wolff,

    auch wenn es Sie sehr enttäuscht, die Natur hat sich gegen das Milne-Modell entschieden. Die Daten von Riess et al., die Sie in Ihrer Darstellung heranziehen, liefern kein Gegenargument gegen die in Physik Konkret gezeigte Abbildung. Das Milne-Modell konnte bis vor wenigen Jahren durch SN Daten alleine nicht ausgeschlossen werden. Neuere Daten, wie die von SNLS, sind hier aber eindeutig. Diese neuen Einschränkungen kommen sowohl durch eine deutlich größere Anzahl an beobachteten SNe zustande, als auch durch eine Reduktion der systematischen Fehler durch Fortschritte bei der Photometrie von SNe.

    Ich kann gut verstehen, dass man nicht glücklich sind [recte: ist], wenn einem die Natur zeigt, dass die eigene Idee nicht funktioniert. Jedoch werden wissenschaftliche Fragen üblicherweise nicht vor Gericht entschieden.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Dominik Schwarz

    Auf meine sachlichen Gegenargumente vom nächsten Tag erhielt ich keine Antwort mehr: Schwarz hatte seinen Fehler offensichtlich erkannt, war aber ein schlechter Verlierer, genau wie die DPG.

    Als ich versuchte gerichtlich eine Gegendarstellung zu erzwingen, argumentierte der Anwalt der DPG sinngemäss damit, dass man im genannten Faktenblatt nur Meinungsäusserungen, aber keine (falschen) Tatsachenbehauptungen finde; eine Gegendarstellung könne aber nur beim Vorliegen (falscher) Tatsachenbehauptungen verlangt werden. Die entscheidende Passage dazu im endgültigen, nicht weiterziehbaren Abweisungsbeschluss des Landgerichtes Bonn lautete:

    Die vom Kläger begehrte Gegendarstellung ist auch in der abgeänderten Form unzulässig. Sie beschränkt sich nach wie vor nicht auf die Richtigstellung unrichtiger Tatsachen. Auch wenn der Kläger im Kern darlegen will, dass das in der "Physik konkret" veröffentlichte Diagramm unrichtig ist, weil Mess- und Solldaten nicht zusammen passen, geht die beabsichtigte Gegendarstellung weit darüber hinaus. Allein durch Streichung des letzten und von der Kammer im Hinweisbeschluss vom 07.05.2015 beanstandeten Absatzes erlangt die Gegendarstellung noch keinen zulässigen Inhalt. Allein die im rechten Blickfeld oben durch Fettdruck hervorgehobene Aussage "Die Weltpotentialtheorie (WPT), die die Dunkle Energie und beschleunigte Expansion, ja überhaupt die Expansion als Trugbild müden Lichts erklärt, ist – anders als Abb. 1 (verdeckt) behauptet – bisher unwiderlegt" beschränkt sich nicht auf die Widerlegung unrichtiger Tatsachenbehauptungen, sondern hat vornehmlich bewertenden Charakter hinsichtlich der vom Kläger vertretenen Theorie. Dasselbe gilt für die Wiedergabe des Inhaltes eines Schreibens des DPG-Autors Schwarz an den Kläger vom 17.06.2014. Auch hier steht der bewertende Aspekt im Vordergrund. Es geht gerade nicht um die blosse Richtigstellung von Tatsachen. Eine solche mag in dem vom Kläger vorgelegten Text zwar auch vorhanden sein. Unter der Berücksichtigung des Gesamtinhaltes bleibt es jedoch bei der Unzulässigkeit der beantragten Gegendarstellung.
    Eine reine Richtigstellung ohne nachvollziehbaren Bezug auf den Gesamtzusammenhang und auf die Tatsache, dass Schwarz sehr wohl bekannt war, dass bei Falsifizierung des Milnemodelles mit Supernovadaten auch das WPT-Modell falsifiziert wird, hätten nur wenige Leser die Bedeutung der Richtigstellung richtig einordnen können. Die eigentliche falsche Tatsachenbehauptung und den Grund, warum es dazu kam, habe ich in einem eigenen „Faktenblatt“, das Bestandteil der Berufungsbegründung war, meines Erachtens leicht und allgemeinverständlich erklärt; inzwischen gibt es einen Nature-Netzartikel von Nielsen u.a., der meine Milne/WPT-Residuenberechnung in Bild 2 unabhängig bestätigt hat (siehe untere Graphik von Fig. 3). Damit ist das kritisierte DPG-Faktenblatt definitiv widerlegt und ebenso die Fig. 3 in der schon weiter oben erwähnten Goobar/Leibundgut-Arbeit von 2011.

    Nochmals zum Gerichtsurteil: Die Behauptung des Landgerichtes Bonn, dass sich eine Gegendarstellung auf „die blosse Richtigstellung von Tatsachen“ zu beschränken habe, wurde vom Gericht frei erfunden: Im NRW-Pressegesetz findet man dazu nämlich nur folgende zwei Sätze:
    Überschreitet die Gegendarstellung nicht den Umfang des beanstandeten Textes, so gilt sie als angemessen. Die Gegendarstellung muss sich auf tatsächliche Angaben beschränken und darf keinen strafbaren Inhalt haben.
    Bei den vom Gericht kritisierten Teilen der Gegendarstellung handelt es sich, wie vom Gesetz verlangt, um tatsächliche Angaben, die zudem für die richtige Einordnung der falschen Tatsachenbehauptung in den Gesamtzusammenhang unverzichtbar sind.

    Meine Gegner müssen politisch sehr einflussreich sein, gelang es ihnen doch einen besonders skrupellosen Journalisten von „ZEIT Wissen“ gegen mich einzuspannen:


  5. Max Rauners Lügenpamphlet in „ZEIT Wissen“ sollte wohl die WPT durch Diffamierung ihres Autors treffen und erschien auch gerade zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort, in einer nicht wissenschaftlich, sondern nur politisch/gesellschaftlich ausgerichteten Zeitschrift, um so versuchen zu können, das Landgericht Bonn zu meinen Ungunsten zu beeinflussen: Wer will schon einem öffentlich gebrandmarkten Spinner – als solcher wurde ich von Rauner beschimpft (siehe Anfang der Begründung in meiner Klageschrift auf Seite 2) – Gelegenheit zu einer Gegendarstellung geben?

    Mein Versuch, eine Gegendarstellung zu Rauners Pamphlet zu erzwingen, scheiterte schon formal, weil mein Anwalt – beim Landgericht ist in Deutschland ein Anwalt zwingend vorgeschrieben – die absolute Klagefrist von drei Monaten verpasst hatte; auch hatte ich in meiner ursprünglichen Gegendarstellung die strengen, die Presse übermässig begünstigenden Vorgaben für eine Gegendarstellung vermutlich unzureichend eingehalten. Zuvor hatte ich die Klage selbst beim Amtsgericht Hamburg eingereicht, das sich aber für nicht zuständig erklärte.


  6. Was bleibt nach Aufgabe der ART-Feldgleichungen? Seit Herbst 2015 liegt eine erste Version eines Ersatzes der ART vor: die Neuklassische Gravitation (NKG), die im Anhang F der ansonsten schon alten Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“ eingeführt wird (siehe auch obigen Teil 1), wo man auch die noch laufende Weiterentwicklung – speziell in Bezug auf Gravitationswellen – mitverfolgen kann.


  7. Zu meiner Person: Statt sich inhaltlich mit der WPT zu beschäftigen, wie es sich in den Wissenschaften gehörte, wunderten sich manche Leute während der AG-Tagung in Bonn 2010 darüber, dass ich noch keine Artikel in einer astronomischen Zeitschrift veröffentlicht hatte. Bis etwa 2006 gab es keinen Grund etwas zu veröffentlichen. Seit 2009 werde ich aber teils durch das faschistisch/rassistische, globale Sprachdiktat und teilweise durch den Dogmatismus der entscheidenden Leute im Bereiche der Astronomie und die globale Verfilzung an einer Veröffentlichung gehindert, obwohl oder gerade weil meine neue Kosmologie seit Ende 2008 mindestens so gut begründet ist, dass eine öffentliche Diskussion zur unabhängigen Überprüfung ihrer Tragfähigkeit allererste Priorität in Astronomie und Physik haben müsste; von der Diskriminierung „ungeliebter Theorien“ können aber selbst bekannte Professoren ein Liedchen singen; schliesslich geht es um Milliardenbeträge von öffentlichen Fördergeldern, und in solchen Fällen muss die Wahrheitssuche in der Politik bekanntlich hintanstehen; dafür hatten schon die Päpste eine global agierende Inquisition eingeführt.

    Weil – mangels verlässlicher Informationen und vor allem mangels Argumenten gegen die WPT – auch Falschinformationen über meine Person in Umlauf gesetzt wurden, habe ich jetzt einen kurzen Lebenslauf vom staatlich bestallten Teilchenphysiker bis zum frei schaffenden Kosmologen aufgeschrieben:
    Werdegang vom Kinderfernrohr bis zur Kosmologie

Letztmals bearbeitet: 28. Mai 2017


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